Welche Wettanbieter in Deutschland wirklich gebührenfrei sind
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Grundlagen: Welche Kosten bei Sportwetten überhaupt anfallen
Eine gebührenfreie Wette ist in Deutschland kein Versprechen, das ein Anbieter einlösen kann. Drei Kostenblöcke treffen jede platzierte Wette, und ein vierter schlägt nur bei manchen Zahlungswegen zu.
Die Wettsteuer – gesetzlich korrekt Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG – beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht von der Spielerin oder dem Spieler (§ 19 RennwLottG). Ob der Anbieter sie selbst trägt, vom Einsatz abzieht, in die Quote einrechnet oder vom Gewinn abschneidet, entscheidet er in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Der Quotenabschlag ist die Marge des Buchmachers: die Differenz zwischen der fairen Quote (100 % Auszahlung) und der angebotenen Quote. Eine 1X2-Quote von 2,10 auf Heimsieg, 3,40 auf Unentschieden und 3,60 auf Auswärtssieg trägt eine Auszahlungsquote von etwa 94 % – sechs Prozent bleiben beim Buchmacher. Diese Marge ist nie null, und sie schwankt von Markt zu Markt.
Einzahlungs- und Auszahlungsgebühren sind Sache des Zahlungswegs und des Anbieters. Kreditkarten, PayPal, Skrill, Neteller, Banküberweisung – jeder dieser Wege kann ein eigenes Entgelt des Zahlungsdienstleisters mitbringen. Die lizenzierten Anbieter auf der GGL-Whitelist werben überwiegend damit, dass sie selbst keine Gebühr erheben, verweisen aber in ihren Hilfeseiten regelmäßig auf mögliche Entgelte des Zahlungsanbieters.
Der vierte Block, die Bearbeitungszeit der Auszahlung, ist keine Gebühr im engeren Sinn, kostet aber Geld: Wer drei Werktage auf eine Banküberweisung wartet, kann in dieser Zeit keine andere Wette platzieren und kein anderes Angebot nutzen. Bei manchen Anbietern ist die Auszahlung über ein eWallet innerhalb von acht Stunden abgeschlossen, bei anderen dauert dieselbe Auszahlung zwei bis vier Werktage.
Die Rechtslage: Wer die Steuer trägt – und wer sie weiterreicht
Die Sportwettensteuer ist eine Veranstaltersteuer. Der Anbieter führt sie an das Finanzamt ab, nicht der Kunde. Das ist der Punkt, an dem die Werbung der Buchmacher regelmäßig unsauber wird: „Wettsteuerfrei“ heißt immer nur, dass der Anbieter sie nicht an die Kundin oder den Kunden weitergibt – was bleibt, ist eine niedrigere Quote als ohne Steuer.

Drei Wege, wie Anbieter die Steuer in der Praxis weitergeben:
- In die Quote eingepreist: Der Anbieter bietet „steuerfreie Wetten“ an, die Quote fällt aber um etwa fünf Prozent niedriger aus als bei einem Mitbewerber, der die Steuer offen ausweist. Auf den ersten Blick kostenfrei, auf den zweiten Blick teurer.
- Vom Einsatz abgezogen: Bei einer 10-€-Wette zu Quote 2,50 landen nur 9,50 € auf dem Wettschein, der Steuereffekt verschwindet im Kleingedruckten.
- Vom Bruttogewinn abgezogen: Das ist die in den AGB von ODDSET geregelte Variante: 5 % Quotenabschlag auf den Gewinn, bevor ausgezahlt wird.
Die Frage, ob die Sportwettensteuer verfassungsrechtlich oder europarechtlich Bestand hat, ist seit Jahren offen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert dort von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze erstatten müssen – mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beide Verfahren sind nicht abgeschlossen. Bis zu einer Entscheidung gilt: Eine bezahlte Steuer ist keine Lizenz.
Wer in Deutschland bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, spielt unerlaubtes Glücksspiel im Sinne von § 4 Abs. 1 GlüStV 2021. Eine maltesische, eine Curaçao- oder eine Anjouan-Lizenz hat in Deutschland keine Wirkung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rückgriff, keinen Zugang zu OASIS, keine Anbindung an LUGAS und keine Auszahlung über die deutschen Zahlungsdienstleister.
Gebührenfrei heißt nicht verlustfrei: Schutzmechanismen vor der ersten Einzahlung
Eine kostenfreie Wette existiert nicht – die Marge des Buchmachers und die Steuer des Finanzamts holen sich ihren Anteil, und die Spielerin oder der Spieler bleibt auf dem Risiko der Wette selbst sitzen. Wer die Ausgaben im Blick behält, setzt deshalb Limits, bevor die Einzahlung zur Gewohnheit wird.
Das Einwohner-Schutzsystem OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist die zentrale Sperrdatei. Jeder lizenzierte Anbieter prüft bei Registrierung und Login, ob ein Spielender gesperrt ist. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Spielerin oder der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer einmal gesperrt ist, wird auch bei einem anderen Anbieter abgewiesen.
Das LUGAS-System besteht aus zwei Dateien: der Limitdatei für Einzahlungen und der Aktivitätsdatei für paralleles Spielen. Die Limitdatei setzt eine Obergrenze von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, die Aktivitätsdatei verbietet paralleles Spielen bei mehreren Wettanbietern gleichzeitig. Eine Anhebung des Limits auf bis zu 10.000 € monatlich ist nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich – eine Selbsterklärung reicht nicht.
Die Kontoverifizierung (§ 6a GlüStV) ist Pflicht, bevor uneingeschränkt gespielt werden darf. In der Übergangsphase – höchstens 72 Stunden – darf der Anbieter ein Konto mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungsmöglichkeit führen. Wer die Registrierung in dieser Frist nicht abschließt, wird gesperrt. Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Verifizierung auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut – Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Produkte sind damit ausgeschlossen.
Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus – ohne Wartezeit, ohne Begründung, ohne Nachfrage. Wer ihn drückt, kann 24 Stunden lang nicht spielen.
Wer Anbieter außerhalb der Whitelist nutzt, hat keinen dieser Mechanismen. Offshore-Betreiber sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, kennen kein verpflichtendes Einzahlungslimit und keine einheitliche Sperrdatei. Das ist kein Nebeneffekt, das ist die Geschäftsgrundlage.
Zahlungsabwicklung: Mindestbeträge, Bearbeitungsentgelte, Prüfzeiten
Die Auszahlung ist der Punkt, an dem die Kosten eines Anbieters am konkretesten werden. Drei Werte bestimmen, was eine Auszahlung kostet: der Mindestbetrag, den der Anbieter überhaupt auszahlt, die Dauer, die der Anbieter oder sein Zahlungsdienstleister braucht, und die Gebühr, die erhoben wird – oder eben nicht.
Bei den lizenzierten deutschen Anbietern liegt der Mindestauszahlungsbetrag durchgehend bei 10 € – das gilt für ODDSET, Sportingbet, Bpremium, AdmiralBet, Betano und die übrigen Marken auf der Whitelist gleichermaßen. Niedrigere Mindestbeträge sind bei den meisten Anbietern nicht vorgesehen, höhere nur in Ausnahmefällen (etwa bei Auszahlung per Banküberweisung ins Ausland, was bei deutschen Kunden nicht relevant ist).
Die Bearbeitungszeit schwankt nach Zahlungsweg erheblich. eWallet-Auszahlungen über PayPal, Skrill oder Neteller werden bei ODDSET, Sportingbet, Bpremium und AdmiralBet innerhalb von acht Stunden abgewickelt, sofern die Verifizierung abgeschlossen ist. Debit- und Kreditkarten brauchen zwei bis vier Werktage. Banküberweisungen drei bis fünf Werktage. AdmiralBearbeitet Auszahlungen werktags innerhalb von 24 Stunden, wobei die erste Auszahlung je nach Zahlungsart 6 bis 48 Stunden Prüfung erfordert.
Bearbeitungsgebühren werden von allen hier aufgeführten Anbietern nicht erhoben – das steht ausdrücklich in den Hilfeseiten von ODDSET, Sportingbet und Bpremium. Was bleibt, ist die Möglichkeit, dass der Zahlungsdienstleister selbst ein Entgelt erhebt: PayPal etwa berechnet seit 2019 keine Gebühr mehr für Standard-Überweisungen, Skrill und Neteller können bei Währungsumrechnung eigene Entgelte verlangen, Kreditkartenanbieter rechnen gelegentlich Auslandseinsätze mit Aufschlag ab.
Was die Auszahlung verzögert, ist seltener die Gebühr als die Prüfung. ODDSET etwa schreibt, jede Auszahlung werde zuerst von der Finanzabteilung geprüft, was bis zu 48 Stunden dauern kann. Bei Auszahlungen auf eine neue Zahlungsmethode kann die Prüfung länger dauern, weil das Geldwäschegesetz die Zuordnung zum verifizierten Konto verlangt. Wer bei einem Anbieter die Auszahlung beschleunigen will, zahlt mit der Wahl des Zahlungswegs: ein eWallet ist schneller als eine Banküberweisung, eine Kreditkarte dazwischen.
Eine Besonderheit gilt für Intertops.de: Die Startseite des Anbieters teilt mit, dass die Seite derzeit nicht in Betrieb ist. Kunden mit noch nicht ausgezahlten Guthaben sollen sich per E-Mail an den Betreiber wenden. Der Anbieter ist deshalb für die Frage „gebührenfrei auszahlen“ im Moment nicht erreichbar – die Lizenz auf der Whitelist bezieht sich auf den Betrieb, nicht auf eine aktive Auszahlungspraxis.
Krypto und Sportwetten: Warum dieser Vergleich in Deutschland kurz ausfällt
Krypto-Dienste wie Moonpay werben mit niedrigen Gebühren für den Umtausch von Euro in digitale Währungen – und schneiden in Vergleichstabellen gelegentlich gut ab, wenn die Spalte „Gebühr pro Transaktion“ gemessen wird. In Deutschland hat dieser Vergleich keinen Anwendungsbereich: Die lizenzierten Anbieter auf der GGL-Whitelist akzeptieren keine Kryptowährungen.
Das hat einen einfachen Grund. § 6b Abs. 4 GlüStV 2021 lässt nur Zahlungen von einem Konto zu, das auf den Namen der Spielerin oder des Spielers lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Bitcoin, Ethereum, USDT – allesamt pseudonym, keines auf den Namen der Kontoinhaberin lautend – fallen durch dieses Raster.
Wer trotzdem mit Krypto wetten will, landet bei Anbietern außerhalb der Whitelist. Die akzeptieren Kryptowährungen, kennen aber weder OASIS noch LUGAS, weder die 1.000-€-Standardgrenze noch die einheitliche Sperrdatei. Im Streitfall gibt es keinen deutschen Rückgriff. Esports-Wetten sind in Deutschland ohnehin nicht erlaubt – die GGL erkennt Esports nicht als Sport an, lizenzierte Wetten auf League-of-Legends- oder CS-Turniere existieren in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht geregelt; sie schweigen sich aus, und die Seite schweigt mit.
Lizenz und Einordnung: Wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf
| Anbieter | Whitelist-Status | Genehmigt seit |
|---|---|---|
| Wettarena | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Wettarena.de | 09.10.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Winamax.de | 29.06.2021 |
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Sportwetten.de | 19.11.2020 |
| Bpremium | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Bpremium.de | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro.de | 30.06.2021 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Bet365.de | 09.10.2020 |
| bwin | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Bwin.de | 09.10.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet.de | 09.10.2020 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Tipico.de | 09.10.2020 |
| Betano | Whitelist-Eintrag, Sportwetten-Erlaubnis für Betano.de | 19.02.2021 |
Die Whitelist der GGL ist das einzige Mittel, eine gültige deutsche Sportwetten-Erlaubnis zu prüfen. Sie trägt das Datum 2. Oktober 2026, listet 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) sowie drei Inhaber reiner Pferdewetten-Erlaubnisse, alle Domains mit der Endung .de. Eine .de-Domain allein beweist keine Lizenz; die Whitelist führt die Domain, der Erlaubnisinhaber sitzt in der Regel auf Malta, in Irland oder einem anderen EU-Staat.
Die Erstgenehmigung läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist zeigt nur Ausstellungsdaten, kein Enddatum – wer ein Enddatum nennt, nennt etwas, das die Behörde nicht ausweist. Die Folgegenehmigung steht in der Liste mit eigenem Datum; die hier aufgeführten Anbieter haben ihre Folgegenehmigung zwischen dem 8. Dezember 2022 und dem 27. Dezember 2022 erhalten.
Wettarena: Solide Auswahl an Zahlungswegen, knapper Quotenabschlag
Wettarena ist seit Oktober 2020 als Sportwettenanbieter in der GGL-Whitelist geführt (Inhaber: I.B.C. Sportsbetting Limited, Malta). Die Mindesteinzahlung liegt bei 10 € für alle angebotenen Zahlungsmethoden – PayPal, Kreditkarte (VISA und Mastercard), Onlineüberweisung, Cashtocode, Much Better, Paysafecard, Skrill, Klarna Sofort, Neteller, paylado und Arenapay.
Was Wettarena auszeichnet, ist die schiere Breite des Zahlungsangebots: Mit Klarna Sofort und Cashtocode bedient der Anbieter auch Spielerinnen und Spieler, die kein eWallet haben und keine Kreditkarte einsetzen wollen. Arenapay ist die hauseigene Lösung. Die Auszahlungsdauer hängt vom gewählten Weg ab und folgt den Branchenstandards der lizenzierten Anbieter.
Für wen Wettarena passt: Für Spielerinnen und Spieler, die mit Prepaid-Lösungen oder Sofort-Überweisung einzahlen wollen und auf PayPal oder Kreditkarte verzichten können. Der Quotenabschlag bewegt sich im Branchenschnitt; die breite Zahlungspalette ist der eigentliche Mehrwert gegenüber Marktbegleitern.
Winamax: Willkommenspaket ohne Freebet-Umsatz, dafür Einzahlungs-Pflicht
Winamax hält seit Juni 2021 eine Sportwetten-Erlaubnis; Inhaber ist die französische WINAMAX (Société anonyme). Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets – und diese Freebets haben keine Umsatzbedingungen. Die Einzahlung selbst muss einmal umgesetzt werden, Obergrenze 100 €, Mindestquote 1,05.
Die Auszahlung des Guthabens ist jederzeit möglich, sobald die Registrierung abgeschlossen ist. Vor Abschluss der Registrierung gilt ein Einzahlungslimit von 100 €, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich, und die Registrierung muss innerhalb von 72 Stunden abgeschlossen sein. Die Freebets selbst tragen den Einsatz nicht zurück – Gewinne aus Freebets sind Netto-Gewinne, was bei höheren Quoten den Wert der Freebet erhöht.
Für wen Winamax passt: Für Spielerinnen und Spieler, die ein Freebet-Paket ohne Umsatzbedingungen suchen und die kurze Verifizierungsfrist von 72 Stunden nicht als Hürde empfinden. Wer eine längere Schonfrist für die Kontoverifizierung braucht, ist bei einem Anbieter mit identischem 72-Stunden-Fenster schlechter aufgehoben – das ist bei allen lizenzierten Anbietern gleich.
Sportwetten.de: 100 % Bonus auf die erste Einzahlung, sofort gutgeschrieben
Sportwetten.de wird seit November 2020 in der Whitelist geführt (Betreiber: NetX Betting Limited). Das Willkommensangebot ist ein Einzahlungsbonus in Höhe von 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, sofort nach der Ersteinzahlung von mindestens 10 € gutgeschrieben. Maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung.
Die Bonusform ist ein Bonusgeld, kein Freebet – das hat Konsequenzen für die Auszahlung. Bonusgeld muss vor der Auszahlung umgesetzt werden, die genauen Bedingungen stehen in den AGB des Anbieters. Die Sofort-Gutschrift nach der Einzahlung ist im deutschen Markt nicht selbstverständlich; viele Anbieter schalten den Bonus erst nach der Kontoverifizierung frei.
Für wen Sportwetten.de passt: Für Spielerinnen und Spieler, die einen Bonus in Geldform gegenüber einem Freebet bevorzugen und mit der Sofort-Gutschrift arbeiten möchten. Wer ein Freebet ohne Umsatzbedingungen sucht, ist bei Winamax besser aufgehoben.
Bpremium: 5-fache Umsetzung von Bonus und Einzahlung bei Quote ab 1,7
Bpremium ist seit Oktober 2020 als Anbieter in der GGL-Whitelist verzeichnet (Inhaber: Ladbrokes (Deutschland) Limited). Die Bonusbedingungen sind anspruchsvoll: Bonusgewinne aus Sportwetten können erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden. Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar.
Der Mindestauszahlungsbetrag liegt bei 10 €. Die Auszahlung erfolgt auf Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, auf ein eWallet (PayPal, Skrill, Neteller) innerhalb von 8 Stunden und per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben.
Für wen Bpremium passt: Für routinierte Spielerinnen und Spieler, die mit 5-fachem Umsatz und Mindestquote 1,7 zurechtkommen und einen Anbieter mit britischer Mutter (Ladbrokes) suchen. Wer einen niedrigschwelligeren Bonus sucht, ist bei einem Anbieter mit 1-fachem Umsatz besser aufgehoben.
Tiptorro: Tipico-Markenname unter eigenem Erlaubnisinhaber
Tiptorro verfügt seit Juni 2021 über eine Sportwetten-Erlaubnis; der Inhaber ist die Torro Tec Limited (Malta). Der Markenname Tiptorro und der Erlaubnisinhaber Tipico gehören zusammen – Tiptorro ist der Markenname, mit dem Tipico einen Teil seines Online-Angebots betreibt, lizenziert über die Torro Tec Limited.
Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Die Zahlungswege und Auszahlungsdauern entsprechen dem Tipico-Standardangebot auf der deutschen Plattform.
Für wen Tiptorro passt: Für Spielerinnen und Spieler, die explizit die Marke Tiptorro einer App-Variante von Tipico nutzen wollen. Wer mit der klassischen Tipico-Plattform vertraut ist, findet hier denselben Anbieter unter anderem Namen.
bet365: 100 € Wett-Credits für Neukunden, Gewinne ohne Einsatz
Bet365 ist seit Oktober 2020 in der Whitelist als Sportwettenanbieter aufgeführt (Inhaber: Hillside (Europe) ENC, Malta). Die Neukundenaktion bewirbt „bis zu 100 € in Wett-Credits“ – die Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben. Gewinne aus den Wett-Credits enthalten den Einsatz der Credits nicht.
Diese Mechanik ist die Freebet-Standardform: Der Einsatz wird im Gewinn nicht zurückgezahlt, was den effektiven Wert einer Wett-Credit-Wette im Vergleich zu einer Echtgeld-Wette senkt. Bei einer Quote von 3,00 und einem 10-€-Einsatz als Wett-Credit sind 20 € Gewinn, nicht 30 € – der effektive Wert entspricht einer Echtgeldwette zu Quote 2,00.
Für wen bet365 passt: Für Spielerinnen und Spieler, die ein breites Wettprogramm mit Live-Streaming und In-Play-Märkten erwarten und mit der Wett-Credit-Mechanik zurechtkommen. Wer ein Freebet ohne Mindestquote und ohne Freebet-Umsatzbedingungen sucht, findet bei Winamax ein anderes Modell.
bwin: 100 €-Neukundenpaket, etablierter Sportwettenanbieter
Bwin wird seit Oktober 2020 in der Whitelist geführt; die bwin (Deutschland) Limited (Gzira, Malta) ist der Erlaubnisinhaber. Die Marke gehört zur Entain-Gruppe und zählt zu den etablierten Anbietern im deutschen Markt. Das Neukundenpaket bewirbt einen Bonus von bis zu 100 €, die genauen Bedingungen stehen in den AGB des Anbieters.
Bwin trägt das typische Bild eines Mainstream-Anbieters: breites Wettprogramm, Live-Wetten, etablierte Auszahlungswege. Die Lizenz auf der Whitelist steht; die Frage, ob der Bonus den eigenen Anforderungen genügt, beantworten die AGB.
Für wen bwin passt: Für Spielerinnen und Spieler, die einen Anbieter mit langer Marktpräsenz und breitem Wettprogramm suchen. Wer einen besonders niedrigen Quotenabschlag erwartet, vergleicht die 1X2-Quoten direkt – das ist eine Frage des Marktes, nicht der Lizenz.
Sportingbet: 10 € Mindestauszahlung, 8 Stunden auf eWallet
Sportingbet ist seit Oktober 2020 mit Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Die Mindestauszahlung liegt bei 10 €: Debit- oder Kreditkarte 2 bis 4 Werktage, eWallet (PayPal, Skrill, Neteller) innerhalb von 8 Stunden, Banküberweisung 3 bis 5 Werktage. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben, Prüfungen des Zahlungs-Teams können die Zeitrahmen verlängern.
Die Auszahlungsmechanik folgt dem Branchenstandard: eWallet am schnellsten, Kreditkarte dazwischen, Banküberweisung am längsten. Wer den 8-Stunden-Standard nutzt, sollte die Auszahlung morgens anstoßen – dann liegt das Geld in der Regel am selben Werktag auf dem eWallet.
Für wen Sportingbet passt: Für Spielerinnen und Spieler, die ihren Standardauszahlungsweg über PayPal, Skrill oder Neteller abwickeln und die 8-Stunden-Bearbeitung als Tempo-Maßstab nehmen. Wer Banküberweisung nutzt, wartet drei bis fünf Werktage – das ist bei allen lizenzierten Anbietern gleich.
Tipico: Traditionsmarke mit deutscher Erstgenehmigung aus 2020
Tipico ist seit Oktober 2020 mit Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, Inhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta. Das Unternehmen wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet und zählt zu den bekanntesten Sportwettenmarken in Deutschland.
Die Marke Tipico steht vor allem wegen der BGH-Vorlage an den EuGH im Fokus: Am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Das Verfahren ist offen, eine Entscheidung steht aus. Die Lizenz auf der Whitelist bleibt davon unberührt – das laufende Verfahren betrifft Verträge aus der Zeit vor der GGL-Erlaubnis.
Für wen Tipico passt: Für Spielerinnen und Spieler, die einen etablierten Mainstream-Anbieter mit deutscher Marktpräsenz und stationärem Vertrieb suchen. Wer die juristische Auseinandersetzung um die Erstattung von Verlusten beobachtet, sollte die Entwicklung im Auge behalten – eine Entscheidung des EuGH könnte die Rechtslage für ältere Verträge verändern.
Betano: Live-Streaming ab Mindestguthaben, breites Zahlungsangebot
Betano ist seit Februar 2021 mit Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited. Die App-Beschreibung im App Store hebt zwei Punkte hervor: Live-Streaming steht verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung, und die Zahlungsmethoden umfassen Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten.
Die Mindestauszahlung folgt dem Branchenstandard. Das eigene Produkt „Betano Cash“ bedient Spielerinnen und Spieler, die ohne Kreditkarte und ohne eWallet einzahlen wollen – eine Bareinzahlung über stationäre Partner, eine im deutschen Markt selten gewordene Variante.
Für wen Betano passt: Für Spielerinnen und Spieler, die Live-Streaming als Auswahlkriterium nutzen und mit Apple Pay, Google Pay oder Betano Cash einzahlen wollen. Wer ein eWallet bevorzugt, findet hier PayPal; wer keine Verifizierung mit VideoIdent durchlaufen möchte, sollte den Prozess vor der Registrierung prüfen.
Was eine Auszahlung in Deutschland konkret kostet
Eine Auszahlung bei einem lizenzierten deutschen Anbieter kostet keine Bearbeitungsgebühr durch den Buchmacher – das gilt für ODDSET, Sportingbet, Bpremium, AdmiralBet und die übrigen Whitelist-Anbieter gleichermaßen. Die Kosten, die bleiben, sind zwei:
- Zeitkosten durch die Bearbeitungsdauer: eWallet innerhalb von 8 Stunden ist bei ODDSET, Sportingbet und Bpremium Standard, Kreditkarte 2–4 Werktage, Banküberweisung 3–5 Werktage. AdmiralBearbeitet werktags innerhalb von 24 Stunden, mit 6–48 Stunden Prüfung bei der ersten Auszahlung.
- Mögliche Entgelte des Zahlungsdienstleisters: PayPal erhebt seit 2019 keine Standardgebühr, Skrill und Neteller können bei Währungsumrechnung eigene Entgelte verlangen, Kreditkartenanbieter rechnen gelegentlich Auslandseinsätze mit Aufschlag ab.
Wer in Euro einzahlt und in Euro über ein deutsches PayPal-Konto auszahlt, hat in der Regel keine Fremdgebühr. Wer in einer Fremdwährung einzahlt oder auszahlt, sollte die Konditionen des Zahlungsdienstleisters prüfen.
Häufige Fragen
Gibt es Wettanbieter ohne jegliche Kosten, wenn die Sportwettensteuer eingerechnet wird?
Nein. Jeder lizenzierte Anbieter auf der GGL-Whitelist schuldet die Sportwettensteuer von 5,3 % der Bemessungsgrundlage; ob er sie trägt oder weiterreicht, ist eine Frage der AGB. Hinzu kommt die Marge des Buchmachers, die in jeder Quote steckt. Wer eine Wette ohne Steuer und ohne Marge sucht, sucht eine Wette, die kein Anbieter anbieten kann.
Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei den Anbietern umgelegt?
Drei Modelle sind verbreitet: Einrechnung in die Quote (niedrigere Quote, keine sichtbare Steuer), Abzug vom Einsatz oder Abzug vom Bruttogewinn. ODDSET etwa regelt in seinen AGB einen 5%igen Quotenabschlag auf den Bruttogewinn. Welcher Weg beim jeweiligen Anbieter gilt, steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Erheben lizenzierte Wettanbieter Gebühren für Ein- und Auszahlungen?
Die hier aufgeführten lizenzierten Anbieter (ODDSET, Sportingbet, Bpremium, AdmiralBet und weitere) erheben nach ihren Hilfeseiten keine eigenen Bearbeitungsgebühren. Möglich bleibt ein Entgelt des Zahlungsdienstleisters – PayPal, Skrill, Neteller, Kreditkartenanbieter können eigene Gebühren verlangen, insbesondere bei Währungsumrechnung.
Wovon hängt es ab, wie lange eine Auszahlung dauert?
Drei Faktoren: die Prüfung durch den Anbieter (bei ODDSET bis zu 48 Stunden, bei der ersten Auszahlung bei AdmiralBet 6–48 Stunden je nach Zahlungsart), der Zahlungsweg (eWallet 8 Stunden, Kreditkarte 2–4 Werktage, Banküberweisung 3–5 Werktage) und die Verifizierung des Zahlungskontos auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers.
Welche Mindesteinzahlung und Mindestauszahlung gelten bei den gängigen Zahlungswegen?
Die Mindesteinzahlung liegt bei den meisten Anbietern bei 10 €, bei AdmiralBet je nach Zahlungsmethode bei 5 € oder 10 €. Die Mindestauszahlung liegt durchgehend bei 10 € – das gilt für ODDSET, Sportingbet, Bpremium, AdmiralBet, Betano und die übrigen Whitelist-Anbieter. Niedrigere Mindestbeträge sind in der Regel nicht vorgesehen.
Wie sind Gebührenvergleiche mit Krypto-Diensten einzuordnen, wenn lizenzierte Anbieter keine Kryptowährungen akzeptieren?
Sie sind für den deutschen Markt nicht anwendbar. § 6b Abs. 4 GlüStV 2021 lässt nur Zahlungen von einem Konto zu, das auf den Namen der Spielerin oder des Spielers lautet und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird. Kryptowährungen sind pseudonym und fallen durch dieses Raster. Anbieter, die Krypto akzeptieren, stehen nicht auf der GGL-Whitelist – dort gibt es weder OASIS noch LUGAS und keinen deutschen Rückgriff.
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