Tour de France Wetten 2026: Welche Anbieter in Deutschland die Rundfahrt im Programm führen
Aktualisiert am 17. Oktober 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).
Die Tour de France 2026 ist Geschichte. Tadej Pogačar holte sich in Paris den fünften Gesamtsieg, Mads Pedersen das grüne, Richard Carapaz das gepunktete Trikot. Wer jetzt nach Wetten auf die Frankreich-Rundfahrt sucht, landet entweder im Archiv der 2026er Ausgabe oder verschiebt den Blick auf 2027. Beide Wege führen zu derselben Frage: Welche Wettanbieter nehmen in Deutschland überhaupt Wetten auf eine Radsport-Rundfahrt entgegen, welche Märkte lohnen sich, und was steckt eigentlich in einer Quote jenseits der Zahl, die der Buchmacher anzeigt.

Diese Seite geht den Fragen nach, die sich aus dem Sport selbst ergeben: Was eine Wette auf den Gesamtsieger kostet, welche Livewetten während einer Etappe erlaubt sind, wie das deutsche Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat mit drei Wochen Frankreich-Programm zusammengeht, und wo die Marge sitzt, die in jeder Quote steckt. Wer nur die Liste der Anbieter sucht, findet sie oben; wer verstehen will, was er dort liest, liest weiter.
Tour de France Wetten 2026: Wo Deutschland wetten darf und wo nicht
Wer in Deutschland auf die Tour de France wetten will, hat die Auswahl unter Buchmachern, deren .de-Domain auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Stand der Liste 2. Oktober 2026: 27 Inhaber einer Erlaubnis für Sportwetten im Internet, dazu drei, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Die Erlaubnis kommt aus § 9a Abs. 1 Nr. 3, überwacht wird nach § 27f Abs. 1 GlüStV. Eine .de-Domain allein sagt nichts über die Erlaubnis – nur der Eintrag in der Whitelist zählt.

Wer in Deutschland Sportwetten auf Radrennen anbieten darf
Die folgenden zehn Wettanbieter stehen mit ihrer .de-Sportwettendomain auf der GGL-Whitelist (Snapshot 2. Oktober 2026). Sie sind alphabetisch geordnet, nicht nach Qualität. Der Vollständigkeit halber, weil ein Leser die Namen anderswo trifft: Betway, bet365, bwin, Betano, DAZN Bet, Winamax, Tiptorro, Bet3000, Wettarena und Interwetten. Eine ausführliche Besprechung jedes einzelnen Anbieters, mit Erlaubnisdatum, Halter und Eigenheiten im Radsport-Programm, steht im Abschnitt Vergleich.
Was eine GGL-Erlaubnis konkret bedeutet
Ein Anbieter auf der Whitelist darf Sportwetten im Internet veranstalten und vermitteln, muss aber die Regeln des Glücksspielstaatsvertrags einhalten. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist führt das Datum der erstmaligen Erteilung und – wo vorhanden – einer Folgeerteilung, aber kein Enddatum. Was die Erlaubnis einschließt: vollständige Identitätsprüfung bei der Anmeldung (§ 6a), ein zentrales Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat, das über alle Anbieter hinweg gilt (§ 6c Abs. 1), Zugang zur OASIS-Sperrdatei und zur LUGAS-Limitdatei. Was sie nicht einschließt: Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz einer Einzelwette.
Das Gegenstück ist deutlich ungeordneter. Anbieter mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta, die keine deutsche Erlaubnis haben, dürfen sich trotzdem an deutsche Kunden wenden. Das ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor solchen Angeboten gewarnt und Vollstreckungserfolge in Milliardenhöhe vermeldet. Ob die Anbieter dort steuerlich registriert sind, ändert nichts: Eine gezahlte Wettsteuer ist kein Lizenznachweis. Was bei einem unerlaubten Anbieter fehlt, ist im Kern OASIS, LUGAS, die deutsche Beschwerdestelle und der Weg zum deutschen Gericht.
Zurückfordern verloren gegangener Einsätze: Der Stand vor dem EuGH
Eine Frage, die nicht das laufende Rennen betrifft, aber jeden betrifft, der bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gespielt hat: Kann er verlorene Einsätze zurückverlangen? Die Antwort ist im Fluss. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Es geht um mehr als 3.700 € Verlust aus Jahren 2013 bis 2018 bei Tipico. Am 19. März 2026 hat der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen (Rechtssache C-530/24) erklärt, es sei grundsätzlich möglich, nicht zugelassene Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten – mit einer Ausnahme: Wenn die zuständige Behörde zugesichert hat, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was am Ende herauskommt, ist offen. Wer auf eine Auszahlung spekuliert, sollte die Aktenzeichen kennen, nicht den Ausgang.
Verantwortungsvolles Wetten auf eine dreiwöchige Rundfahrt
Drei Wochen Frankreich-Rundfahrt, bis zu drei Etappen an einem Tag, fast durchgehend Live-Übertragung – das ist für jeden Wettfreund eine Ausdauerprobe. Wer hier ohne Plan ansetzt, setzt am Ende mehr, als er sich vorgenommen hat. Die folgenden Punkte sind keine Appelle, sondern Mechaniken, die das deutsche System und der Sport selbst vorgeben.
Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat – und was es für die Tour bedeutet
Das gesetzliche Einzahlungslimit beträgt 1.000 € im Kalendermonat, gemessen über alle Anbieter mit GGL-Erlaubnis hinweg. Es wird über die LUGAS-Limitdatei gesetzt und wirkt sofort, eine Erhöhung wird frühestens nach sieben Tagen wirksam. Ein Anbieter darf auf individuellen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eine höhere Grenze gewähren, bis zu 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Kundschaft. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Wer drei Wochen Tour de France intensiv mit ein paar Livewetten am Tag begleitet, kommt mit 1.000 € im Monat hin, muss aber wissen, dass diese 1.000 € für das gesamte Konto bei allen Anbietern gilt – bei DAZN Bet, Interwetten und Bet3000 zusammengerechnet.
Drei Wochen Frankreich-Rundfahrt im Juli sind es fünf Etappen pro Woche, mehr an den Bergetappen-Wochen. Wer jede Etappe mit einer Livewette begleitet, kommt bei einer Größenordnung von etwa 2 € Einsatz pro Etappe auf rund 30 € in der Woche, 90 € im Monat – komfortabel unter dem Limit, vorausgesetzt, es laufen parallel keine anderen Wetten. Wer mit Kombiwetten spielt, sieht sehr schnell fünf- bis zehnmal höhere Umsätze, weil der Gesamteinsatz aller Beine multiplikativ zusammenkommt.
OASIS, der Panikbutton und warum sie bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nicht greifen
Die Spielersperrdatei OASIS wird bei jeder Registrierung und jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine 24-stündige Sperre aus, die sofort greift. Parallel spielen, also mehrere Konten gleichzeitig aktiv halten, ist nach § 6h untersagt; das wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei kontrolliert.
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an OASIS nicht angeschlossen und haben keine Panikfunktion. Das ist einer der drei Gründe, warum die GGL vor solchen Angeboten warnt. Wer sich selbst sperrt und dann auf einer unerlaubten Seite weiter spielt, hat den Schutz verloren.
Einsatzgrößen, die zur Rundfahrt passen
Die Rundfahrt ist lang, nicht spektakulär. Wer jede Etappe spielen will, sollte den Einzeleinsatz so wählen, dass die Summe der Einsätze im Monat unter dem Einzahlungslimit bleibt. Ein grober Anhaltspunkt: Wer 50 € pro Etappe in Einzelwetten setzt, gibt in den 21 Etappen 1.050 € aus, liegt also bereits über der Standardobergrenze. Wer parallel einzahlt und auszahlt, sollte mitzählen, denn das Limit gilt für die Einzahlung, nicht für die Höhe der Wetten. Die GGL selbst hat keinen Einsatzdeckel für Einzelwetten definiert.
Das Risiko bei der Tour ist nicht der spektakuläre Sturz, sondern die tägliche Wiederholung: Heute der Außenseiter auf Etappe 14, morgen der Favorit auf das Bergtrikot. Wer 50 € auf fünfzehn Etappen setzt, hat am Ende 750 € riskiert – viel, wenn die Mehrheit der Wetten nicht gewinnt. Die ehrliche Empfehlung ist einfach: Planen, nicht reagieren.
Wettarten und Quoten bei der Tour de France
Die Tour ist kein Fußballspiel; sie hat einen klaren Hauptmarkt, eine Handvoll Nebenkategorien und wenige Live-Märkte. Wer die Struktur versteht, setzt gezielter.
Welche Märkte die Anbieter führen
Der wichtigste Markt ist die Gesamtwertung, daneben Etappensieger, Punkte- und Bergwertung, gelegentlich die Nachwuchswertung und Kombinationen. Außer Konkurrenz laufen Spezialmärkte wie die meisten teamspezifischen Wetten oder die Frage nach einem Etappensieg von Tagessprüngen. Die meisten Buchmacher auf der Whitelist bieten Gesamtsieger, Etappensieger und die Trikotwertungen als Standard an. Wie tief das Programm im Einzelfall ist, hängt vom Anbieter ab; bei Interwetten und bwin etwa ist das Radsport-Programm traditionell breiter als bei einigen neueren Marken.
Livewetten während einer Etappe sind eingeschränkt. Erlaubt sind, nach der GGL-Praxis zu § 21 Abs. 4 GlüStV, während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste Teilereignis. Bei der Tour zählt zu den Teilereignissen vor allem der nächste Etappensieg oder der nächste signifikante Rückstand im Gesamtklassement. Punkt-für-Punkt-Wetten, wie sie der Fußball hat, gibt es bei einem Radrennen naturgemäß nicht, weil die Einheit Etappe heißt und nicht Sprint. Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Regelverstöße, Doping oder seine Sanktionierung – ausgeschlossen nach § 21 Abs. 1a GlüStV. Auch Wetten auf überwiegend minderjährige oder Amateurveranstaltungen sind tabu; in der Praxis behandelt die GGL Fußball unterhalb der 3. Liga als nicht zulässig, für Radsport gilt eine vergleichbare Schwelle.
Wie die Quote entsteht – und was die Marge ist
Eine Wettquote ist nie der faire Preis, den ein Ausgang „wert“ ist. Sie ist der Preis, den der Buchmacher anbietet, abzüglich der Marge, die er auf diesem Markt nimmt. Die Marge zeigt sich, wenn man die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes zusammenzählt und von 100 % abzieht. Eine Rechnung mit zwei Ausgängen zu je 1,90: Kehrwert jedes Eintrags 0,5263, zusammen 1,0526. Der Buchmacher zahlt rechnerisch 95 % aus und behält 5 % – die Marge. Bei Buchmachern in Deutschland bewegt sich die Marge auf Standardmärkten meist zwischen drei und sechs Prozent; Spezial- und Live-Märkte liegen oft höher.
Eine Marge von 5 % bedeutet: Pro 100 €, die auf einem Zwei-Wege-Markt gesetzt werden, zahlt der Buchmacher im langen Mittel 95 € aus. Was der Buchmacher behält, ist im langen Mittel größer als das, was die Spieler im Aggregat gewinnen. Genau das ist das Geschäftsmodell.
Was passiert, wenn die Quote sich bewegt? Bewegt sich die Quote eines Ausgangs, bewegt sich implizit die aller anderen – sonst würde ein Arbitrage-Fenster entstehen, das professionelle Wettende sofort schließen. Bei Etappensiegern und kleinen Feldern ist die Bewegung oft asymmetrisch: Das eine Lager zieht an, das andere bleibt stehen, was die implizite Marge dieses Marktes erhöht.
Drei Beispielrechnungen für die gängigsten Wetten
Gesamtsieger mit Quote 2,50 und Einsatz 10 €: Der Wettschein gewinnt 10 € × 2,50 = 25 € ausgezahlt, der Nettogewinn ist 15 €. Bei Quote 5,00 wäre der Nettogewinn 40 €. Bei Quote 1,50 wäre er 5 € – niedrige Quoten bedeuten niedrige Gewinne, auch wenn sie „sicherer“ aussehen. Die Wettsteuer, falls der Anbieter sie vom Einsatz abzieht, reduziert den Gewinn entsprechend.
Etappensieger-Kombiwette mit drei Etappen zu 2,10, 3,20, 1,80: Multipliziert ergibt die Gesamtquote 12,10. Ein Einsatz von 5 € zahlt 60,50 € aus, das sind 55,50 € Reingewinn. Aber: Die implizite Marge einer Dreier-Kombi ist größer als die einer Einzelwette, da sich die Margen der einzelnen Beine multiplikativ überlagern. Eine Kombiwette ist nicht „sicherer“, sondern teurer – sie gewinnt seltener und zahlt im Gewinnfall mehr.
Bergtrikot-Prognose mit Quote 6,00 und Einsatz 2 €: Auszahlung 12 €, Nettogewinn 10 €. Bei sechs Prozent Marge auf einem Spezialmarkt kostet eine solche Wette im Schnitt mehr als die Quoten vermuten lassen.
Was die Quoten über das Rennergebnis sagen – und was nicht
Wer Tadej Pogačar vor der Rundfahrt 2026 als Gesamtsieger mit etwa 1,90 handelte, hat auf einen Ausgang gewettet, den die Buchmacher für den wahrscheinlichsten hielten – was Pogačar dann auch eintrat. Wer Remco Evenepoel mit 4,50 nahm, hat auf den Zweitplatzierten gesetzt und damit Pech gehabt. Wer Jonas Vingegaard trotz Verletzung mit 15,0 hielt, hat auf eine Außenseiterchance gesetzt, die sich nicht materialisierte. Was die Quote NICHT vorhersagt: Sie sagt die Wahrscheinlichkeit aus Sicht der Marktteilnehmer, nicht die Wahrheit. Wer das vergisst, baut sich ein Erklärungsraster, das bei der nächsten Rundfahrt nicht mehr passt.
Die Wettsteuer: 5,3 % von der Bemessungsgrundlage
Die Sportwettensteuer fällt nach §§ 16 bis 25 RennwLottG an, Bemessungsgrundlage ist der um die Steuer verminderte Einsatz (§§ 17, 18). Der Effektivsatz auf den vom Spieler gezahlten Einsatz beträgt ungefähr 5,03 %, weil sich die Steuer aus dem Einsatz heraus rechnet (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist Sache des Anbieters: Manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche reduzieren die Quote, manche bieten „0 % Wettsteuer“ an und schlucken sie selbst. Wer bei einem Buchmacher spielt, der „beste Quoten“ bewirbt, sollte prüfen, ob diese Quoten nach oder vor Steuer ausgewiesen sind. Winamax etwa wirbt im Footer der eigenen Seite mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen zwischen April und August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten vorne lag.

Die Steuer greift auch bei Anbietern ohne deutsche Lizenz. Wer dort spielt, zahlt sie genauso, hat aber kein Anrecht auf das, was der Fiskus durch den Lizenzzwang zurückgibt – nämlich den heimischen Rechtsweg bei einer streitigen Auszahlung.
Die Tour de France: Hintergrund für Wettentscheidungen
Wer eine Quote lesen kann, muss nicht zwingend das Rennen verstehen, das sie abbildet. Aber er versteht die Quote besser, wenn er weiß, warum sie sich bewegt.
Die Rundfahrt in Zahlen
Die Tour de France wurde 1903 von der Zeitung „L’Auto“ ins Leben gerufen. Die erste Austragung startete am 1. Juli mit 60 Fahrern. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Die heutige Form umfasst meist zwanzig, in manchen Jahren einundzwanzig Etappen nach dem Grand Départ. Seit dem Dopingskandal von 1998 ist die Strecke rund 3.500 km lang; die kürzeste Tour 1903 maß 2.428 km, die längste 1926 schon 5.745 km. Die Zahl der Fahrer pro Team liegt seit 2018 bei acht (zuvor neun). Die achtzehn UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet.
Was die Trikots bedeuten
Vier Trikots stehen für die vier zentralen Wertungen: das gelbe für die Gesamtwertung, deren Grundlage die addierten Zeiten sind; das grüne für die Punktewertung; das gepunktete für die Bergwertung; das weiße für die Nachwuchswertung. Wer auf Trikots wettet, sollte wissen, dass die Punktewertung in der Regel die Sprinter bedient, die Bergwertung die Kletterer. Die Schlussetappe findet seit 1967 immer an einem Sonntag statt. Aus den addierten Zeiten ergibt sich der Gesamtsieg – Sturz und Defekt werden über die Zeitnahme neutralisiert, was die Wertung relativ unempfindlich gegen Rennzwischenfälle macht. Rekordsieger mit je fünf Gesamtsiegen: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar (2020, 2021, 2024, 2025, 2026).
Die Tour 2026 in concreto
Die Tour de France 2026 begann am 4. Juli 2026 in Barcelona und endete am 26. Juli 2026 in Paris. 21 Etappen, insgesamt 3.245 km. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) gewann die Gesamtwertung vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG). Das grüne Trikot gewann Mads Pedersen (Lidl-Trek), das gepunktete Richard Carapaz (EF Education-EasyPost). Wer diese Werte als Orientierung für 2027 nimmt, sollte wissen: Die Dominanz eines Fahrers setzt sich nicht automatisch fort, und die Strecke verändert von Jahr zu Jahr das Profil. Aus Barcelona wurde gestartet, was bereits ein Hinweis darauf war, dass Pyrenäen-Etappen früh kommen würden.
Tour de France: Wettanbieter im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter danach, wie sie dastehen: Marke, Erlaubnisinhaber laut Whitelist und Datum der Erlaubnis. Sie ist keine Rangliste der besten Quoten, denn Quoten ändern sich vor und während der Etappen; sie ist eine Einordnung, wer die Erlaubnis hat und seit wann.
| Marke | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Erlaubnis Sportwetten seit |
|---|---|---|
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 19.02.2021 (Folgeerteilung 16.12.2022) |
| bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 22.04.2026 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC, Malta, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 09.10.2020 (Folgeerteilung 27.12.2022) |
| Betway | Betway Limited, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 09.03.2021 (Folgeerteilung 23.12.2022) |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited, Malta, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 09.10.2020 (Folgeerteilung 23.12.2022) |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited, Malta, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 22.08.2023 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited, Malta, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 02.11.2020 (Folgeerteilung 27.12.2022) |
| Tiptorro | Torro Tec Limited, Malta, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 30.06.2021 (Folgeerteilung 27.12.2022) |
| Wettarena | I.B.C. Sportsbetting Limited, Eintrag auf der GGL-Whitelist | 09.10.2020 (Folgeerteilung 15.12.2022) |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme), Eintrag auf der GGL-Whitelist | 29.06.2021 (Folgeerteilung 08.12.2022) |
Die Tabelle zeigt: Drei Marken (Interwetten, bwin, bet365, Betano, Tiptorro und Wettarena) erhielten ihre Erlaubnis im Erlaubnisschub zwischen Herbst 2020 und Sommer 2021, den die GGL nach Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags erteilte; DAZN Bet kam im August 2023 dazu, bet3000 erst im April 2026. Die fünf Erstjahre an Erlaubnis erklären, warum viele dieser Marken heute selbstverständlich nebeneinanderstehen. Was die Tabelle nicht zeigt: Wie vollständig die Radsport-Coverage jedes einzelnen Anbieters ist. Das ist Sache der Einzelbetrachtung unten.
Betano – breites Sportwettenangebot mit Livestreams
Die App Betano Sportwetten und Slots wird im App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Laut Entwicklerbeschreibung umfasst sie einen Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Radsport zählt nicht zu den prominent beworbenen Livestreams; das Markenzeichen ist die Breite. Lizenzrechtlich gehört die .de-Erlaubnis der Betkick Sportsbetting Limited, nicht der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED. Wer aus Deutschland spielt, schließt seinen Vertrag mit der deutschen Whitelist-Marke.
Betano ist die Wettplattform für Spieler, die mit dem Fußball-Schwerpunkt anfangen und gelegentlich Radsport als Nebenprogramm mitnehmen. Wer einen Anbieter sucht, bei dem Radsport-Etappensieger ohne großen Aufwand im Programm stehen, ist hier richtig.
bet3000 – deutsche Marke mit neuer Erlaubnis
Die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Malta führt die Erlaubnis für Bet3000.de seit dem 22. April 2026 – die jüngste Erlaubnis in dieser Liste. Der Markenname ist auf dem deutschen Markt seit langem eingeführt; die Konzession unter der neuen Rechtslage ist neu. Wer bet3000 nutzt, sollte damit rechnen, dass das Radsport-Programm etwas schmaler ausfällt als bei den etablierten Marken – das ist eine Konsequenz aus dem Erlaubnisdatum, kein Werturteil.
Wer auf eine deutsche Traditionsmarke mit frischer Lizenz setzt, ist hier richtig. Wer auf maximale Radsport-Tiefe Wert legt, findet sie vermutlich eher anderswo.
bet365 – liquidester Markt bei populären Events
bet365 gilt im deutschen Markt als einer der Anbieter mit der breitesten Live-Coverage und einer sehr liquiden Quotierung, gerade bei populären Events. Die .de-Erlaubnis wird über die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta gehalten, erstmalig erteilt am 9. Oktober 2020, Folgeerteilung 27. Dezember 2022. Der Konzern firmiert seit Jahrzehnten unter dem Namen, die deutsche Whitelist-Erlaubnis ist mit den anderen Top-Marken vergleichbar.
Bei großen Rundfahrten ist bet365 traditionell stark im Etappensieger-Markt und im Matched-Betting-Bereich. Wer maximale Quotenauswahl sucht, ist hier an der richtigen Adresse.
Betway – Cash Out und Konfigurator für Fußball
Bei Betway erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Dazu kommt der Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert – gedacht für Fußballer, nicht für Radsportler. Im Radsport ist das Angebot solide, aber nicht das Spezialgebiet des Hauses.
Wer eine Wettplattform mit klarem Cash-Out und einem engagierten Fußball-Programm sucht, aber auch das übliche Radsport-Standardprogramm führen will, ist bei Betway richtig. Wer reine Radsport-Tiefe sucht, schaut weiter.
bwin – großer Name mit klassischer Radsport-Coverage
Die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta hält die Erlaubnis für Bwin.de (erstmals erteilt 09.10.2020, Folgeerteilung 23.12.2022). bwin gehört zu den ältesten Sportwettenmarken auf dem deutschen Markt. Radsport ist seit Jahren eines der tragenden Angebote, mit Gesamtsieger, Etappensieger und Trikotwertungen als Standardmärkte.
Wer einen großen Markennamen mit solider Radsport-Coverage sucht, ist bei bwin richtig aufgehoben.
DAZN Bet – Sportwetten-Anbieter mit Medienhintergrund
Die DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta ist die Veranstalterin der Wetten unter DAZN Bet; die GGL verzeichnet die Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023. DAZN Bet profitiert von der Übertragungsnähe zum Streaming-Anbieter DAZN; bei großen Sportarten ist die Integration eng, bei Radsport weniger.
Wer Sportwetten eng mit dem DAZN-Ökosystem verknüpfen will und überwiegend auf Mainstream-Sportarten setzt, ist hier richtig. Radsport ist im Programm, aber kein Schwerpunkt.
Interwetten – österreichische Wurzeln, deutsche Erlaubnis
Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta führt die Whitelist-Erlaubnis für Interwetten.de (Ersterteilung 02.11.2020, Folgeerteilung 27.12.2022). Interwetten hat österreichische Wurzeln und ist im deutschsprachigen Raum eine der etablierten Marken. Das Radsport-Programm ist breit, der Schwerpunkt liegt auch im Fußball.
Wer einen Anbieter mit österreichisch-deutscher Tradition und solider Programmtiefe sucht, ist hier richtig.
Tiptorro – deutscher Buchmacher unter deutscher Aufsicht
Die Torro Tec Limited (Malta) bietet die Tiptorro-App an und beschreibt sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021, die Folgeerteilung datiert auf den 27. Dezember 2022. Tiptorro gehört zum deutschen Sportwetten-Mittelstand mit Augenmerk auf Fußball, Tennis und Radsport.
Wer einen Anbieter aus dem mittelständischen Segment mit deutscher Ausrichtung sucht, ist hier richtig.
Wettarena – Schwester von bet3000, eigener Auftritt
Die AGB von Wettarena nennen die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in 20, Lyons Range Court Flat Nru.1 Triq Bisazza, Sliema SLM 1640, Malta. Hinter Wettarena steht also dersbe Konzern wie hinter bet3000, vertrieben unter einer eigenen Marke. Die Whitelist-Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020 (Folgeerteilung 15.12.2022).
Wer eine zweite Marke innerhalb derselben Konzerngruppe sucht und damit vielleicht Quotenvorteile oder Sonderaktionen findet, sollte Wettarena anschauen. Wer maximale Trennung zwischen den Anbietern will, achtet darauf, dass die Einzahlungen ins LUGAS-Limit addiert werden.
Winamax – französischer Anbieter mit „0 % Wettsteuer“
Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Halterin der Erlaubnis ist die WINAMAX (Société anonyme), Whitelist seit dem 29. Juni 2021, Folgeerteilung 08. Dezember 2022.
Wer auf Wettsteuer-vorteile baut und einen Anbieter mit eigener Quotenstudie sucht, ist bei Winamax richtig. Das Radsport-Programm ist im Standard.
Häufige Fragen zur Tour de France und zu Wetten darauf
Wo kann aus Deutschland auf die Tour de France gewettet werden, und welche Anbieter sind erlaubt?
In Deutschland auf die Tour de France wetten darf, wer einen Anbieter mit GGL-Erlaubnis nutzt – geprüft auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Erlaubnis umfasst Wetten auf den Gesamtsieger, Etappensieger und Trikotwertungen, dazu ausgewählte Livewetten. Anbieter mit Lizenz aus Malta oder Curaçao ohne deutsche Erlaubnis sind keine zulässige Wahl.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieger, Etappensieger oder Trikotwertungen?
Üblich sind Gesamtsieger, Etappensieger, Punktewertung (grünes Trikot), Bergwertung (gepunktetes Trikot), Nachwuchswertung (weißes Trikot) und Kombinationen. Die genauen Märkte hängen vom Anbieter ab. Auf Regelverstöße und Doping darf nicht gewettet werden.
Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote berechnet, etwa bei einer Wette auf den Gesamtsieger?
Eine Wettquote ist der Multiplikator: 10 € Einsatz zu Quote 2,50 ergeben im Gewinnfall 25 € Auszahlung, das sind 15 € Nettogewinn. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert; aus 1,80 × 3,20 wird 5,76. Die Wettsteuer wird je nach Anbieter vom Einsatz abgezogen oder in der Quote berücksichtigt.
Was ist bei Livewetten während einer Etappe erlaubt, und was nicht?
Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf das nächste signifikante Teilereignis, etwa den nächsten Etappensieg. Nicht erlaubt sind Punkt-für-Punkt-Wetten, Wetten auf Doping, Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Bei Rennen unterhalb einer bestimmten Lizenzliga greift die Amateurklausel.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf Quote und Auszahlung aus?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % von der Bemessungsgrundlage Einsatz minus Steuer selbst, effektiv rund 5,03 % des vom Spieler gezahlten Einsatzes. Ob der Anbieter sie vom Einsatz abzieht, die Quote reduziert oder schluckt, hängt vom Anbieter ab. Einige werben mit „0 % Wettsteuer“, etwa Winamax; Lesen der Anbieter-AGB lohnt sich.
Wie gilt das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Wettanbieter hinweg?
Das Limit von 1.000 € pro Kalendermonat greift über alle Anbieter mit deutscher GGL-Erlaubnis hinweg. Eine Anhebung ist nur mit wirtschaftlichem Nachweis möglich, maximal 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 €. Das Limit gilt für die Einzahlung; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung frühestens nach sieben Tagen.
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