Lucky 31 Wettanbieter 2026 – Welche Buchmacher die 31-fach-Wette im Programm haben

Updated Oktober 2026
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Wer fünf Tipps zu einer einzigen Wette verknüpft, schreibt nicht einen, sondern 31 Wettscheine – Singles, alle Doubles, alle Triples, alle Vierer, alle Fünfer, dazu die Kombiwette. Die Lucky 31 bündelt das vollständig, jede Auswahl zählt auch für sich allein. Wer sie spielen will, braucht einen Anbieter, der Systemwetten mit fünf Auswahlen überhaupt anbietet und einzelne Wetten nicht ausschließt. Welche das in Deutschland sind und was die Wette tatsächlich kostet, steht hier.

Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Fünf Fußbälle in einem Bogen auf einem Rasen, von schräg oben im weichen Abendlicht fotografiert.
Die Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette mit fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind.

Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Was die Lucky 31 ist – und warum sie 31 Wetten ergibt

Eine Lucky 31 gehört zur Familie der Full-Cover-Wetten: Sie nimmt fünf Einzelauswahlen und baut alle Kombinationen auf, die sich aus ihnen bilden lassen, einschließlich der fünf Einzelwetten. Wer fünf Spiele tippt, hält am Ende 31 Wettscheine in der Hand – fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreier, fünf Vierer und eine Fünfer-Kombi als oberste Stufe.

Ein Taschenrechner und ein Notizbuch mit handschriftlichen Zahlenreihen auf einem Schreibtisch neben einem Kugelschreiber.
Laut der Systemtabelle von ODDSET ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps 31 Wetten (Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammen).

Diese Zahl ist keine Eigenheit des Namens. Sie folgt aus der Systematik der Abdeckung. Die Binomialkoeffizienten für fünf Auswahlen lauten 5 über 1 = 5, 5 über 2 = 10, 5 über 3 = 10, 5 über 4 = 5 und 5 über 5 = 1; zusammen 31. Wer das System versteht, braucht keinen Lucky-31-Rechner, um die Wetten zu zählen – den braucht es, um die Quoten zu multiplizieren.

Der entscheidende Unterschied zu einer normalen Kombiwette liegt nicht in der Quote, sondern im Risiko. Bei einer reinen Fünfer-Kombi müssen alle fünf Tipps sitzen. Bei der Lucky 31 reicht es, wenn genug Treffer zusammenkommen, um irgendeine der 31 Wetten zu gewinnen. Sitzt nur ein Tipp, gewinnt die Einzelwette. Sitzen vier, gewinnen vier Einzelwetten, sechs Doppel, vier Dreier und ein Vierer. Die Volatilität sinkt, der Einsatz steigt – und genau das ist der Punkt, an dem Lizenz und Spielerschutz ins Spiel kommen.

Auszahlung einer Lucky 31 – wann sie rechnet

Eine illustrative Rechnung mit drei Odds-Größen verdeutlicht das Grundprinzip. Wer 1 € pro Linie setzt, also 31 € Gesamteinsatz, und Annahme-Quoten von 1,50, 2,00 und 2,50 ansetzt, verteilt diese auf fünf Auswahlen – der Einfachheit halber hier 1,50 / 2,00 / 2,00 / 2,50 / 2,50:

Ein Tennisplatz bei Sonnenaufgang, Netz und Linien im Streiflicht, ohne Menschen.
Der Höchstgewinn bei Wettarena kann laut AGB bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche betragen; ohne Kundenkonto können Gewinne über 1.999,99 € nicht ausgezahlt werden.

Die Auszahlung schwankt also zwischen gut 2 € und mehreren Hundert Euro – je nachdem, wie viele der fünf Auswahlen tatsächlich sitzen. Das ist die Eigenheit der Full-Cover-Wette: Die Form garantiert nicht den Gewinn, sie verbreitert lediglich die Trefferpfade. Wer das Spiel als reine Kombiwette versteht und die Einzelwetten ausblendet, hat das Wesen der Lucky 31 noch nicht erfasst. Wer sich auf das einzelne Ergebnis verlässt, sitzt einer Quote auf, die sich aus 31 verschiedenen Quotenprodukten zusammensetzt, jede mit eigener Wahrscheinlichkeit.

Wichtig: Die Rechnung illustriert die Mechanik, sie gibt keine faire Quote wieder. Die echten Quoten liegen auf jedem Markt in einem Buchmacher-Spanne, und die reale Auszahlung richtet sich nach genau diesen Werten. Was bleibt, ist die strukturelle Aussage: Eine Lucky 31 ist ein Bündel aus 31 Wetten, von denen viele mit niedriger Trefferwahrscheinlichkeit verbunden sind. Der erwartete Verlust wird vom Buchmacher-Margin dominiert, nicht von der Quote des Fünfers.

Lizenz und Sportwettensteuer – was für die Lucky 31 wirklich zählt

Lucky 31 ändert nichts an der Rechtslage. Wer in Deutschland wettet, braucht einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV – sichtbar auf der Whitelist der GGL. Aktuell listet diese 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich Pferdewetten), Stand 2. Oktober 2026. Ohne Listung fehlt die Erlaubnis; eine Malta- oder Curaçao-Lizenz ersetzt sie nicht.

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Spielenden. Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst – manche behalten sie vom Bruttogewinn ein (typisches Modell: ODDSET mit 5 % Quotenabschlag), andere werben mit „0 % Wettsteuer“, was faktisch heißt, dass der Anbieter sie selbst trägt oder in die Quote eingepreist hat.

Für die Lucky 31 bedeutet das: Wer 31 € Einsatz auf 31 Linien verteilt, zahlt im Modell „vom Gewinn abgezogen“ erst Steuer, wenn er tatsächlich etwas gewinnt – und zwar auf jeden Gewinn aus jeder der 31 Einzelwetten, die durchkommen. Wer im Modell „0 % Wettsteuer“ spielt, akzeptiert eine etwas niedrigere Auszahlungsquote, dafür aber ohne nachträglichen Abzug. Welches Modell günstiger ist, hängt vom Verhältnis Bruttogewinn zu Einsatz ab – nicht von der Werbung.

Die Faustregel: Bei hohen Quoten und wenigen Treffern ist der Steuerabzug relativ klein, bei niedrigen Quoten und vielen Treffern schmerzt er. Wer konsequent mit kleinen Einsätzen spielt, sollte das durchrechnen, statt sich vom Werbeversprechen leiten zu lassen.

Spielerschutz – warum das 1.000-€-Limit bei Systemwetten früher greift

Wer Lucky 31 spielt, setzt das 31-fache des Linieneinsatzes. 1 € pro Linie sind 31 € pro Wettschein; 5 € pro Linie sind 155 € – und das ist nur ein einziger Tippzettel. Das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, das die LUGAS Limitdatei über alle Anbieter hinweg durchsetzt, ist bei einer solchen Wette schneller aufgebraucht, als es Spielerinnen und Spieler ahnen.

Hinzu kommen OASIS, das Sperrsystem, das bei Registrierung und Login geprüft wird, und die Pflicht zur Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung. Wer ohne vollständige Verifizierung spielt, hat nach § 6a GlüStV nur 72 Stunden Spielzeit, ein Einzahlungslimit von 100 € und keine Auszahlungsmöglichkeit. Das klingt nach Bürokratie, ist aber der Preis für ein System, das Sucht verhindern soll und an dem kein Weg vorbeiführt.

Die Konsequenz: Wer Lucky 31 diszipliniert spielen will, plant den Einsatz so, dass das Monatslimit nicht binnen weniger Tage ausgereizt wird. Wer auf einer Seite 31 € pro Schein setzt, hat nach rund 32 Scheinen das Limit erreicht – und muss, wenn die Wette schlecht läuft, mitten im Monat pausieren. Wer stattdessen 1 € pro Linie und damit 31 € pro Schein riskiert, hält länger durch, lässt aber auch weniger liegen, wenn es schiefgeht.

Wettmärkte und Quoten – wo sich eine Lucky 31 anbietet

Lucky 31 funktioniert auf jedem Markt, auf dem sich fünf Einzelereignisse finden lassen, deren Quoten multipliziert werden. Fußball liegt nahe – Heimspiel, Auswärtssieg, Unentschieden, Tore Über/Unter, Handicap – aber jede Auswahl ist eine Wette für sich, und die Quoten ergeben sich aus den Märkten des Anbieters. Wer fünf Hochquoten-Tipps kombiniert, gewinnt im Erfolgsfall viel, sitzt aber einer kombinierten Trefferwahrscheinlichkeit von vielleicht 1 bis 3 % auf.

Die Frage ist nicht, ob die Wette funktioniert, sondern welcher Markt sie trägt. Ein Markt mit niedriger Auszahlungsquote (z. B. Favoritenwetten im Fußball um Quote 1,30) führt zu 31 Wetten, deren jede einzelne fast sicher ist – aber deren Produkt im Fünfer-Fall astronomisch niedrig bleibt und im Vierer-Fall bereits Verlust bedeutet. Ein Markt mit hoher Auszahlungsquote (Außenseiter, Unentschieden) verlangt mehr Glück, zahlt im Trefferfall aber exponentiell mehr.

Hier liegt der Hauptpunkt, den viele Anbieter verschweigen: Die Lucky 31 ist kein „sicheres“ System. Sie ist eine Volatilitäts-Streuung, die den Verlust im Fünfer-Fall glättet. Wer sie als Strategie versteht, Gewinn zu erzwingen, hat die Mechanik nicht verstanden; wer sie als Wette auf „vielleicht reichts“, behandelt sie ehrlich.

Top 10 Wettanbieter mit Lucky 31 in Deutschland

Die folgende Tabelle zeigt, welche Anbieter in Deutschland eine Sportwetten-Erlaubnis halten und damit Systemwetten wie die Lucky 31 grundsätzlich anbieten dürfen. Aufgeführt sind nur Marken, die auf der GGL-Whitelist vom 02.10.2026 stehen; die Reihenfolge folgt keinem Qualitätsurteil, sondern dem Alphabet über die Inhaber.

Marke GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
AdmiralBet Whitelist · Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 Whitelist · Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
bwin Whitelist · bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Whitelist · Betway Limited 09.03.2021
LeoVegas Whitelist · LVSports Limited 21.10.2024
MERKUR BETS Whitelist · Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
ODDSET Whitelist · Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet Whitelist · Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico Whitelist · Tipico Co. Limited 09.10.2020
Wettarena Whitelist · I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020

Alle zehn Anbieter führen Systemwetten im Programm. Die genaue Auswahl, ob eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen und eingeschlossenen Einzelwetten angeboten wird, hängt vom Wettkonfigurator des jeweiligen Anbieters ab; einige Marken erlauben Systemwetten nur als festes Muster, andere bieten freie Auswahl der Linien. Was am Ende zählt, ist, ob der Anbieter die fünf Auswahlen tatsächlich als „System ALLE“ anbietet – das zeigen die AGB und das Wettprogramm des Anbieters.

MERKUR BETS

Merkur Bets tritt mit einem besonderen Club-Vorteil auf: Für Kombiwetten oder Bet Builder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote ab 4,00 schüttet das Programm einmal pro Woche eine 5-€-Freebet aus. Die Aktion lief zuletzt vom 9. Juni bis 14. Juli 2025 und galt für Wocheneinsätze ab 25 €.

Für die Lucky 31 bedeutet das: Der Bet Builder passt nicht, weil er eigene Kombinationen baut – aber die klassische Systemwette kann theoretisch die 4,00-Gesamtquote erreichen, wenn die Einzelwetten quotenstark genug sind. Wer eine Lucky 31 zu Wochenbeginn abschließt und die Freebet am Montag darauf kassiert, hat zumindest einen kleinen Bonus auf das Spielkonto.

Fazit: Für die Lucky 31 eher ein Nebenprodukt, das bei hohen Quoten funktioniert.

Wettarena

Wettarena fällt durch seine klaren Höchstgewinn-Regeln auf. Die AGB nennen 250.000 € pro Wettschein und pro Woche – eine Regelung, die angesichts der 31-fachen Wettenstruktur eher theoretisch als praktisch relevant ist, weil die Limits schon vorher greifen. Ohne Kundenkonto werden Gewinne über 1.999,99 € nicht ausgezahlt, was den Anreuzungscharakter für Einzelspielerinnen und -spieler schmälert.

Wer eine Lucky 31 hier spielt, sollte das Konto vor der ersten höheren Wette vollständig verifizieren – sonst bleibt der Gewinn im schlimmsten Fall blockiert.

Fazit: Solide Plattform mit eher ungewöhnlichen Höchstgewinn- und Auszahlungsregeln, die bei kleineren Wetten keine Rolle spielen.

bwin

bwin hebt sich durch seine App hervor – der Hinweis auf manuelle und automatische Cash-Out-Optionen, Live-Streams, Live-Statistiken sowie einen Kombi-Boost und Quoten-Boost positioniert die Marke als eine der funktionsreicheren auf dem Markt. Für Lucky-31-Spielerinnen und -Spieler ist vor allem der Quoten-Boost relevant: Er erhöht die Auszahlung bei Kombiwetten, was sich auf die Fünfer-Linie der Lucky 31 überproportional auswirkt.

Cash Out ist möglich, allerdings nicht auf Systemwetten und auch nicht, wenn die Wette als Freebet platziert wurde. Wer eine Lucky 31 mit Freebets stückelt, kann den laufenden Wettschein also nicht vorzeitig beenden.

Fazit: Reichhaltige Funktionen, die für Lucky 31 vor allem über den Quoten-Boost und Cash Out auf die enthaltenen Einzelwetten interessant werden.

AdmiralBet

AdmiralBet trägt seit dem 9. Oktober 2020 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, mit Folgeerlaubnissen 2022 und 2024. Die Marke positioniert sich eher als breit aufgestellter Anbieter, weniger als Spezialist für Systemwetten.

Für die Lucky 31 bedeutet das: Wer bei AdmiralBet spielen will, sollte im Wettprogramm prüfen, ob das System ALLE für fünf Auswahlen angeboten wird. Die meisten Buchmacher bieten das, die konkrete Auswahl aber variiert.

Fazit: Whitelist-konform, im Detail beim Wettprogramm prüfen.

LeoVegas

LeoVegas hat seine deutsche Sportwetten-Erlaubnis erst seit dem 21. Oktober 2024 – der jüngste der hier aufgeführten Anbieter. Die Marke ist historisch stärker im Casino-Bereich verankert; das Sportwetten-Angebot ist neuer und kleiner als bei den etablierten Wettbewerbern.

Wer eine Lucky 31 bei LeoVegas platzieren will, sollte vor der Registrierung prüfen, ob das gewünschte System überhaupt im Wettprogramm steht.

Fazit: Lizenziert, aber mit dünnerem Sportwetten-Programm als die älteren Anbieter.

Sportingbet

Sportingbet geht beim Thema Steuer einen besonders transparenten Weg: 5 % des Bruttogewinns (Einsatz × Quote) werden bei gewonnenen Wetten einbehalten, gestützt auf § 17 RennwLottG. Wer sich für Lucky 31 interessiert, sollte dieses Modell mit „0 % Wettsteuer“-Anbietern vergleichen.

Der Anbieter begrenzt den Höchstgewinn pro Sportwette auf 100.000 €; innerhalb von sieben Tagen gilt eine Obergrenze von 250.000 € Nettogewinn ohne Einsätze. Cash Out funktioniert nur bei Einzel- und Kombiwetten, nicht auf Systemwetten und nicht auf Freebets. Der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien – eine Alternative zur klassischen Lucky 31, die allerdings nicht dasselbe ist.

Fazit: Klare Steuer-Regelung, dafür Cash Out auf der Lucky 31 nicht möglich.

Tipico

Tipico ist der wohl sichtbarste Name im deutschen Sportwetten-Markt. Die Co. Ltd. sitzt auf Malta, wurde 2004 gegründet und betreibt das Programm seit Langem. Besondere Aufmerksamkeit verdient ein laufendes Verfahren: Der BGH hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück.

Auch der EuGH-Generalanwalt hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen – mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was das für aktuelle Wetten bei Tipico bedeutet, bleibt abzuwarten: Wer dort spielt, sollte die AGB im Blick behalten.

Fazit: Marktführer, aber mit Rechtsrisiko wegen alter Verträge – für aktuelle Lucky-31-Wetten eher zweitrangig, aber prüfenswert.

Betway

Betway trägt Cash Out als prominentes Feature: Im Bereich „Meine Wetten“ erscheint ein grünes Symbol, der Wert wird angezeigt, ausgezahlt werden kann vollständig oder teilweise – allerdings nicht auf Systemwetten. Wer eine Lucky 31 spielt, hat diese Option also nur auf den Einzelwetten, falls die einzeln ausgewiesen sind.

Der Wettkonfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien – keine klassische Systemwette, aber eine flexible Alternative. Wer mehrere Tipps miteinander verknüpfen will, ohne das starre 31er-Muster zu bedienen, findet hier eine Option.

Fazit: Lizenziert, Cash Out nur eingeschränkt nutzbar, dafür Konfigurator+ als flexiblere Systemalternative.

ODDSET

ODDSET ist die Marke mit der explizit ausgewiesenen Systemtabelle: Aus ihr geht hervor, dass das System „ALL“ bei fünf Auswahlen tatsächlich 31 Wetten ergibt – fünf Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammen. Wer prüfen will, ob ein Anbieter die Lucky 31 korrekt umsetzt, kann das an der ODDSET-Tabelle ablesen.

Die Sportwettensteuer wird auch bei ODDSET als 5-%-Quotenabschlag vom Bruttogewinn erhoben – eine niedrigere Rate als der gesetzliche Höchstsatz von 5,3 %, weil die Bemessungsgrundlage leicht abweicht. Auch hier keine Auszahlung ohne vollständig verifiziertes Konto.

Fazit: Die Marke, an der sich die korrekte Umsetzung der Lucky 31 am besten nachvollziehen lässt.

bet365

bet365 fällt durch zwei prominente Features auf: Einen Boost für den Wetten-Konfigurator ab drei Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00 sowie einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Anzahl der Auswahlen abhängt. Für Lucky 31 ist der Kombi-Boost besonders interessant, weil er die Fünfer-Linie überproportional aufwertet.

Das ist auch der Punkt, an dem die Mechanik der Full-Cover-Wette sichtbar wird: Wer eine 31er-Wette spielt und der Fünfer sitzt, kann mit einem Bonus-Quote auf den Top-Gewinn rechnen – gleichzeitig kassiert der Buchmacher an allen 31 Linien seinen Margin.

Fazit: Lizenziert, mit zwei Boosts, die für die Top-Linie der Lucky 31 tatsächlich mehr zahlen – am unteren Ende der Linien bleibt es beim Standard.

Wie eine Lucky 31 in der Praxis läuft

Wer zum ersten Mal eine Lucky 31 spielt, durchläuft typischerweise diese Schritte: Im Wettprogramm fünf Einzelauswahlen markieren, die Auswahl als „System“ und nicht als „Kombi“ markieren, das System „ALLE“ oder das spezifische Lucky-31-Muster wählen, den Linieneinsatz festlegen und den Wettschein abschließen. Das System ALLE zieht aus den fünf Auswahlen alle mathematisch möglichen Kombinationen – 31 Stück. Der Linieneinsatz wird mit 31 multipliziert; bei 2 € sind das 62 € Gesamteinsatz.

Livewetten-Einschränkungen aus § 21 GlüStV greifen auch auf Systemwetten zu: Wetten auf das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis sind erlaubt, Wetten auf den nächsten Punkt oder das nächste Korber nicht. Wer mitten im Spiel eine fünfte Auswahl zur laufenden Wette hinzufügen will, kann das also nur, wenn das System die jeweiligen Märkte überhaupt zulässt.

Die Auszahlung kommt etappenweise: Sobald ein Spiel endet, wertet das System die Linien aus, die diesen Tipp enthalten; diese Wetten gelten als gewonnen oder verloren. Wer Live verfolgt, sieht, wie sich der Wettschein Stück für Stück aufbaut. Wer nach dem letzten Spiel zurückblickt, sieht die Gesamtauszahlung. Das ist die Eigenheit: Die Spannung verteilt sich über mehrere Spieltage.

Cash Out auf eine laufende Lucky 31 anzubieten, ist Buchmacher-Sache – keiner der hier gelisteten Anbieter erlaubt es aktuell. Wer die Wette vorzeitig beenden will, muss sie also entweder durchstehen oder auf eine vorzeitige Abrede mit dem Anbieter hoffen, was bei Systemwetten praktisch nicht vorkommt.

Was die Lucky 31 kostet – und was nicht

Die Werbung der Anbieter spricht von „Systemwetten mit kleinerem Risiko“, von „kombinierter Sicherheit“ und von „31 Chancen auf den Gewinn“. Das ist Mechanik-Beschreibung, keine Werbeaussage – tatsächlich gibt es 31 Linien, und tatsächlich kann jede einzeln ausgehen. Aber 31 Chancen sind nicht 31-mal so viel Gewinn; es ist 31-mal so viel Einsatz für eine Quote, die sich aus der Multiplikation von fünf Einzelquoten ergibt.

Wer eine Lucky 31 mit 1 € pro Linie spielt, setzt 31 € ein. Bei einer typischen Auszahlungsquote von 94 % auf den zugrunde liegenden Märkten bleibt ein erwarteter Verlust von etwa 1,86 €. Das ist nicht viel, aber es ist der Preis für jede Wette, die der Buchmacher anbietet – die Werbung ändert daran nichts.

Was hinzukommt: die Zeit, die zum Auswarten aller fünf Ergebnisse nötig ist. Wer auf ein frühes Spiel gesetzt hat und das letzte erst am Sonntagabend ausläuft, hat eine Woche Bindung – mit der Ungewissheit, ob die Wette am Ende etwas zahlt. Die psychologische Komponente ist nicht zu unterschätzen: Wer einmal „im System“ ist, neigt dazu, die nächste Lucky 31 zu spielen, um die offene Wette zu „begleichen“. Genau das ist der Mechanismus, an dem der Spielerschutz ansetzt – mit monatlichen Einzahlungslimits, mit OASIS und mit dem 72-Stunden-Limit für ungeprüfte Konten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Lucky-31-Wette, und woraus besteht sie?

Die Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen, die alle mathematisch möglichen Kombinationen einschließt – fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreier, fünf Vierer und eine Fünfer-Kombi. Insgesamt 31 Wetten auf einem Schein; der Gesamteinsatz entspricht dem Linieneinsatz multipliziert mit 31. Das macht sie zur umfangreichsten „Sicherheitsnetz“-Wette unter den Systemwetten mit eingeschlossenen Singles.

Wie viele Wetten ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps?

Laut der Systemtabelle von ODDSET ergibt das System „ALL“ bei fünf Auswahlen genau 31 Wetten. Die Zahl folgt aus der kombinatorischen Logik: 5 + 10 + 10 + 5 + 1 = 31. Wer diese Zahl manuell nachrechnet, sieht, dass sie für jede Marke und für jedes System mit fünf Auswahlen gleich bleibt.

Wie unterscheidet sich die Lucky 31 von der Lucky 15?

Die Lucky 15 nutzt vier Auswahlen statt fünf: 15 Wetten, weil 4 + 6 + 4 + 1 = 15. Die Lucky 31 enthält zusätzlich die Kombinationen, die nur mit der fünften Auswahl möglich sind. Beide Wetten schließen die Einzelwetten ein; die Lucky 31 ist teurer im Einsatz, dafür aber breiter gestreut. Für Spielerinnen und Spieler, die vier Tipps als ausreichend empfinden, ist die Lucky 15 die schlankere Variante.

Wie berechnet ein Lucky-31-Rechner den Gesamteinsatz und die Auszahlung?

Ein Lucky-31-Rechner multipliziert die fünf Einzelquoten zu einer Fünfer-Quote, bildet alle Teilprodukte (Doppel, Dreier, Vierer) und addiert die Einzelwetten. Der Gesamteinsatz ist der Linieneinsatz × 31; die Auszahlung hängt davon ab, wie viele Tipps tatsächlich sitzen. Wer den Rechner selbst baut, kommt mit jeder Tabellenkalkulation zum Ziel – er braucht nur die fünf Quoten und die Trefferverteilung.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Gewinne aus Systemwetten aus?

Die Steuer von 5,3 % wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden. Ob sie auf den Bruttogewinn geschlagen, vom Gewinn abgezogen oder in die Quote eingepreist wird, entscheidet jeder Anbieter selbst. Bei ODDSET und Sportingbet wird sie vom Bruttogewinn einbehalten; andere Anbieter werben mit „0 % Wettsteuer“. Auf eine Lucky 31 wirkt sich der Abzug auf jede der 31 Einzelgewinne aus, was bei vielen Treffern spürbar wird.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Lucky-31-Wetten eine deutsche Erlaubnis auf der Whitelist hat?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) listet alle Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, Stand 2. Oktober 2026. Wer den Status prüfen will, sucht den Anbieternamen auf der Seite glücksspiel-behoerde.de; ohne Listung gibt es keine deutsche Erlaubnis. Eine Malta- oder Curaçao-Lizenz ist in Deutschland rechtlich irrelevant, und die GGL warnt ausdrücklich vor nicht gelisteten Angeboten.

Inhalt erstellt vom Team «paymentwetteninfo.com»