French Open Wetten 2026 – Quoten, Anbieter und Regeln im Überblick

Updated Oktober 2026
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Die French Open 2026 sind gespielt (24. Mai bis 7. Juni 2026), Alexander Zverev gewann das Herreneinzel, Mirra Andrejewa das Dameneinzel, und wer jetzt eine Wettofferte mit dem Turniernamen beworben sieht, blickt Anachronismen hinterher. Diese Seite zieht Bilanz aus dem, was die Quoten vor und während des Turniers zeigten, und legt daneben, was eine Wette auf das nächste Roland-Garros-Turnier in Deutschland kosten wird: rechtlich, steuerlich, im Vergleich der zehn Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die GGL-Whitelist, Stand 02.10.2026.

Die zehn Anbieter für French-Open-Wetten im direkten Vergleich

Bevor einzelne Marken ihre Stärken ausspielen, lohnt der Blick über alle zehn nebeneinander. Die Tabelle zeigt nur, was die Whitelist für jeden Anbieter ausweist – den Erlaubnisinhaber und das Datum, an dem die GGL die Sportwetten-Erlaubnis für die jeweilige Domain erteilt hat. Wer hier fehlt, hat im deutschen Markt keine Erlaubnis für Sportwetten, gleich wie stark der Markenname klingt.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Anbieter auf einen Blick: Whitelist, Erlaubnis, Datum

Anbieter GGL-Whitelist-Status & Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Interwetten Whitelist – Interwetten Gaming Limited (Malta) 02.11.2020
ODDSET Whitelist – ODDSET Sportwetten GmbH (Darmstadt) 18.11.2020
Sportingbet Whitelist – Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro Whitelist – Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021
AdmiralBet Whitelist – Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Winamax Whitelist – WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
bet-at-home Whitelist – Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
DAZN Bet Whitelist – DZBT Operations Limited (Malta) 22.08.2023
888sport Whitelist – 888 Germany Limited (Gibraltar-Holding) 30.06.2021
NEO.bet Whitelist – Greenvest Betting Limited (Malta) 09.10.2020

Die erste Erlaubnis datiert für die meisten Marken aus dem Erlaubnisschub vom Oktober und November 2020, als die GGL den seit 1. Juli 2021 geltenden Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) vorbereitete und Übergangsgenehmigungen aussprach. DAZN Bet kam mit 22.08.2023 deutlich später dazu, als die Übertragungsrechte-Plattform aus dem Sport-Streaming-Geschäft in den Wettmarkt drückte. Die Folgeanträge ab Ende 2022 sind nicht in dieser Spalte, weil die Whitelist nur das Datum der Erlaubnis selbst zeigt – ob ein Folgeantrag bewilligt ist, liest sich dort am Eintrag insgesamt, nicht an einer zweiten Datumsspalte.

Eine Tabelle über Lizenzen allein verrät noch nicht, wie sich die Anbieter beim Tennis schlagen. Die Sortierung folgt der Reihenfolge, in der §6 des Recherchematerials die Marken auflistet – das ist keine Wertung, sondern die Reihenfolge, in der die Profile unten stehen.

Was die Tabelle nicht zeigt – und warum es trotzdem zählt

Die Spalten über Whitelist-Status und Erlaubnisdatum sind nur das Skelett. Drei Dinge stehen absichtlich nicht in der Tabelle, weil sie zeilenweise wechseln oder nirgendwo amtlich dokumentiert sind: die konkreten Quoten auf den Turniersieger (siehe Abschnitt zu Siegwetten), die Frage, wer einen Live-Stream anbietet (das ist eine Eigenschaft des Wettkontos, nicht der Lizenz), und die Weitergabe der Wettsteuer an den Spielenden (das regelt jeder Anbieter anders in seinen AGB). Wer eine Wette platziert, schaut dort nach, nicht in der Whitelist.

Die geprüften Daten dieser Seite – Lizenzstatus, Spielplan, Quotenbeispiele – gelten alle für 2026. Wer 2027 auf das nächste Turnier blickt, prüft die gleichen Felder neu: die Whitelist wird monatlich fortgeschrieben, das Preisgeld steigt erfahrungsgemäß, die Spieltermine wandern um wenige Tage.

Was die French Open sind – und warum Sand das Wettgeschäft verändert

Die French Open, im deutschen Sprachraum meist Roland Garros, sind das zweite der vier Grand-Slam-Turniere im Tenniskalender und das einzige auf Sand. Veranstalter ist die ITF, gespielt wird im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris, auf der roten Asche, die in Frankreich Terre battue heißt. Das erste internationale Turnier auf dieser Anlage fand 1891 unter dem Namen Championnat de France international de Tennis statt; die Herren-Konkurrenz, wie wir sie heute kennen, gibt es seit 1925.

Drei Eigenschaften prägen jeden Wettmarkt auf dieses Turnier:

Rekordsieger im Herreneinzel: Rafael Nadal mit 14 Titeln. Rekordsiegerin im Dameneinzel: Chris Evert mit 7 Titeln. Diese Zahlen stehen, weil sie seit Jahren stehen; sie sagen nichts darüber, wer das nächste Endspiel gewinnt.

French Open 2026: Spielplan, Sieger, Preisgeld

Die French Open 2026 liefen vom 24. Mai bis 7. Juni 2026, zwei Sonntage Hauptfeld dazwischen, Qualifikationsrunde einige Tage zuvor. Das Gesamtpreisgeld betrug 61.723.000 €, ein Plus von 9,35 % gegenüber 2025. Die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €.

Im Herreneinzel gewann Alexander Zverev das Finale gegen Flavio Cobolli. Im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Wer auf einen dieser Namen vor Turnierstart gesetzt hat, hatte die richtige Lesart der Sandplatz-Saison – und das ist Glück plus eigene Einschätzung, nicht Methode.

Die einzelnen Runden – Qualifikation, erste bis siebte Runde, Achtel-, Viertel-, Halbfinale, Finale – bestimmen, welche Märkte wann verfügbar sind:

Wer das Turnier verschläft und am letzten Wochenende eine Siegerwette sucht, sucht im falschen Regal: Diese Märkte sind dann zu.

Rechtslage: Was in Deutschland erlaubt ist – und was nicht

Tenniswetten sind in Deutschland Sportwetten, und Sportwetten sind nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 erlaubnispflichtig. Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet erteilt, die Aufsicht läuft über § 28a, und die bundesweite Anbieterliste nach § 9 Abs. 8 – die sogenannte Whitelist – ist das einzige amtliche Zeichen, ob ein Anbieter eine Erlaubnis hat.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Whitelist, Stand 02.10.2026, listet 30 Einträge – 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain. Aber: Eine .de-Domain allein beweist gar nichts. Auch wer ohne Whitelist-Eintrag auf eine .de-Seite verlinkt, bleibt ein unerlaubter Anbieter. Was zählt, ist allein der Eintrag auf der Whitelist der GGL.

Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt – die Pressemitteilung nennt unter anderem „Platincasino“ als Beispiel. Wer auf einer Seite wettet, die nicht auf der Whitelist steht, hat keinen deutschen Rechtsschutz im Streitfall, ist nicht an OASIS angeschlossen und nicht in der LUGAS-Limitdatei erfasst.

Erlaubnis, Folgeantrag, Gültigkeit

Die erste Erlaubnis für eine Sportwetten-Domain läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, nie ein Enddatum. Wer also „läuft bis“ sucht, sucht vergebens: Die Liste ist eine Momentaufnahme. Das letzte Datum, das die Whitelist für einen Anbieter führt, ist die jüngste Folge- oder Ersterlaubnis; ein Anbieter, dessen Eintrag verschwindet, hat keine gültige Erlaubnis mehr.

Für die zehn Anbieter dieser Seite gilt:

Was darf angeboten werden – und was nicht

Erlaubt sind feststehende Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle im Ereignisverlauf, einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1 GlüStV). Live-Wetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt – und zwar in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind (§ 21 Abs. 4). Konkret für Tennis:

Verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga zählt als Amateurniveau), manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und ihre Sanktionierung. Esports ist nach GGL-Auffassung kein Sport; lizenzierte Esports-Wetten existieren in Deutschland nicht.

Cash Out, virtuelle Sportwetten, Auszahlung

Cash Out – die vorzeitige Auszahlung einer offenen Wette durch den Anbieter – ist im GlüStV nicht geregelt und in der GGL-Praxis nicht beschränkt. Es ist eine Funktion des Wettkontos, keine Marktregel. Wer Cash Out nutzt, sieht in den AGB seines Anbieters nach, zu welchem Preis er aussteigt.

Virtuelle Sportwetten: Deren rechtlicher Status ist nicht abschließend geklärt – hier schweigt die Seite, weil sie nichts Fundiertes beitragen könnte. Wer eine Wette auf virtuelle Tennismatches sucht, ist bei keinem der zehn Anbieter dieser Seite richtig, und das ist Absicht.

Auszahlung: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz einer einzelnen Wette im Sportwettenbereich. Wer hohe Einsätze plant, hat mit dem Anbieter direkt zu verhandeln, nicht mit der Behörde.

Spielerschutz: 1.000-€-Limit, OASIS und die Pflicht zur Verifizierung

Die deutsche Regulierung denkt Sportwetten als Hochrisikoprodukt. Drei Mechanismen greifen ineinander:

Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag spielt, ist an keinem dieser drei Mechanismen angeschlossen. Das ist kein Risiko „für den Fall, dass etwas passiert“ – es ist der Normalzustand: kein Schutz im Streitfall, keine bundesweite Sperre, kein Limit, das zählt.

Parallel-Spiel ist nach § 6h GlüStV über die LUGAS-Aktivitätsdatei ohnehin unterbunden: Wer bei Anbieter A spielt, kann währenddessen nicht bei Anbieter B spielen. Das ist eine technische Sperre, kein moralischer Appell.

Wettsteuer: 5,3 %, aber nicht vom Einsatz

Die Sportwettensteuer richtet sich nach §§ 16–25 RennwLottG. Sie beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht die spielende Person (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist Vertragssache: Er kann sie vom Einsatz abziehen, vom Gewinn, oder sie selbst tragen. Wer wissen will, wie sein Anbieter das handhabt, liest die AGB.

Eine Bemerkung, die viele Werbeaussagen übersehen: Die Wettsteuer ist keine Lizenz. Auch wer Wettsteuer abführt, ist nicht automatisch erlaubt. Die Steuer wird unabhängig von der Erlaubnis fällig; ein Anbieter ohne Whitelist-Eintrag kann durchaus Wettsteuer zahlen und ist trotzdem unerlaubt tätig.

Wettmärkte auf die French Open: Sieger, Satz, Handicap

Die Quote auf einem Wettmarkt ist die eine Zahl, die der Buchmacher dem Spielenden anzeigt. Sie ist Dezimalquote, also der Faktor, mit dem der Einsatz im Gewinnfall multipliziert wird. Eine Quote von 2,10 bedeutet: Einsatz 10 €, Rückzahlung bei Sieg 21 € (10 € Einsatz + 11 € Nettogewinn). Was die Quote nicht zeigt: die Marge, die der Buchmacher eingepreist hat. Sie steckt im Verhältnis der Quoten zueinander.

Drei Märkte prägen die French Open:

Siegwette auf den Turniersieger (Outright)

Wer vor Turnierbeginn auf einen Spieler als Gesamtsieger setzt, wettet auf eine Kette von fünf (Herren) bzw. drei (Damen) Einzelsiegen. Die Quoten auf den Outright-Sieg sind hoch – Zverev und Alcaraz standen vor den French Open 2026 bei Quoten im einstelligen Bereich, Außenseiter jenseits der 30, 50, 100. Wer auf einen Außenseiter mit Quote 50,00 setzt, gewinnt im Erfolgsfall 50 € pro eingesetztem Euro – und verliert mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Der Reiz des Marktes liegt in der Quote, das Risiko in der Marge: Die implizierte Wahrscheinlichkeit aller Quoten addiert sich auf über 100 %, und genau diese Differenz ist die Buchmacher-Marge. Bei einem Tennis-Outright mit zwölf Spielern im Hauptfeld und Quoten zwischen 4,00 und 80,00 liegt die Marge typischerweise zwischen 20 % und 35 %. Das ist hoch – und es ist der Preis dafür, dass man überhaupt eine Wette auf einen Sieger platzieren kann.

Satzwetten und Satzgenau-Wetten

Wer auf das Ergebnis eines bestimmten Satzes wettet, etwa „Zverev gewinnt den ersten Satz“, wettet auf einen kürzeren Zeitraum mit weniger Ungewissheit. Die Quote ist enger, in der Regel zwischen 1,40 und 2,80 für klare Favoriten. Satzwetten sind Live-Wetten, wenn auch nicht im technischen Sinne – sie sind während eines laufenden Matches verfügbar, sobald ein Satz endet. Vor dem Match sind sie nur eingeschränkt verfügbar.

Sonderform: Satzwette auf den Gewinn des nächsten Satzes. Diese Wette ist in Deutschland nach § 21 Abs. 4 GlüStV ausdrücklich erlaubt – der „nächste Satz“ zählt zu den erlaubten Live-Komponenten in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Wer hier wettet, wettet auf einen Mikromarkt mit hoher Frequenz: Bei den Herren gibt es in einem Fünf-Satz-Match bis zu fünf Sätze, in einem Drei-Satz-Match drei.

Handicap auf Spiele und Sätze

Beim Spiel-Handicap bekommt der Außenseiter ein fiktives Polster: Wette „Zverev −3,5 Spiele“ bedeutet, Zverev muss das Match mit mindestens vier Spielen Vorsprung gewinnen, damit die Wette hält. Beim Satz-Handicap wetten Sie auf den genauen Satzvorsprung – „Cobolli +1,5 Sätze“ hält, wenn Cobolli mindestens einen Satz gewinnt. Diese Märkte sind üblich, aber erfordern Erfahrung mit der Dynamik von Sandplatzmatches: Wer noch nie ein Fünf-Satz-Match auf Sand gesehen hat, schätzt das Handicap falsch ein.

Die Marge als Beispiel: 1,90 / 1,90

Ein Buchmacher, der auf einen Zweier-Markt – „Spieler A gewinnt“ gegen „Spieler B gewinnt“ – beide Seiten mit Quote 1,90 ansetzt, hat folgende Rechnung eingepreist: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9501. Die Auszahlungsquote liegt also bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %. Pro 100 € Einsatz auf diesen Markt zahlt der Buchmacher im statistischen Mittel 95 € zurück, 5 € behält er. Diese Marge ist der Preis, den der Spielende für die Wette zahlt – unabhängig davon, wer gewinnt.

Auf einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 1,80 / 3,40 / 4,50 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,80 + 1/3,40 + 1/4,50) ≈ 1 ÷ (0,5556 + 0,2941 + 0,2222) ≈ 1 ÷ 1,0719 ≈ 0,9329. Die Marge liegt bei rund 6,7 %. Diese Größenordnung – zwischen 5 % und 7 % auf einfachen Märkten – ist der Korridor, in dem sich die meisten europäischen Buchmacher bewegen.

Was ein Beispiel zeigt – und was nicht

Das Beispiel 1,90 / 1,90 steht hier als Illustration, nicht als Zitat. Es zeigt, wie sich die Marge aus den beiden Quoten eines Marktes ergibt, und es gibt eine Bandbreite an, nicht eine Punktlandung. Wer Quoten vergleicht, vergleicht sie als Brackets – dieser Markt liegt bei rund 5 %, jener bei rund 6,5 % – und nicht als exakte Zahlen, weil Märkte sich bewegen und Anbieter ihre Margen anpassen.

Die zehn Anbieter im Profil

Die Profile zeichnen nach, was die Whitelist über jeden Anbieter sagt, was die Anbieter über sich selbst veröffentlichen, und welcher Schluss sich daraus für Tennis-Wetten auf die French Open ziehen lässt. Die Reihenfolge folgt der Whitelist-Reihenfolge in §6, nicht einer Bewertung – ein „Platz 1“ wird hier nicht vergeben.

Interwetten

Die Whitelist führt Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Malta als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten.de, ausgestellt am 02.11.2020. Interwetten ist einer der ältesten deutschsprachigen Sportwettenanbieter überhaupt und bedient seit Jahrzehnten denselben Markt, in dem jetzt auch die GGL reguliert. Wer auf eine Marke setzt, die schon vor dem GlüStV 2021 in Deutschland aktiv war, bekommt eine ausgereifte Plattform, oft ein vollständiges Tennis-Angebot bis in die unteren ATP-Turniere und in der Regel eine breite Livewetten-Sektion.

Für die French Open heißt das: Interwetten zeigt Märkte auf Outright, einzelne Matches, Sätze und Handicap; die Quoten liegen im Korridor der Branche. Wer auf der Suche nach einem unauffälligen, breit aufgestellten Anbieter ist, wird hier fündig – ohne Extravaganzen, ohne Schnickschnack.

ODDSET

ODDSET wird in Deutschland von der ODDSET Sportwetten GmbH mit Sitz in Darmstadt betrieben, die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 ausgestellt. ODDSET gehört zur Lotto-Toto-Holding und ist eng mit den Landeslotterien verzahnt – ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Anbieter in dieser Liste hat. Wer ODDSET nutzt, hat es mit einer Marke zu tun, die direkt aus dem öffentlich-rechtlichen Glücksspiel-Umfeld kommt, nicht aus dem internationalen Online-Glücksspiel.

Das Tennis-Angebot bei ODDSET ist solide, aber nicht überbordend: Die großen Turniere sind vollständig abgedeckt, kleinere ATP-250er manchmal nur in den Grundzügen. Für die French Open reicht es; wer Tiebreak-Mikromärkte sucht, wird sie hier weniger finden als bei spezialisierten Wettanbietern.

Sportingbet

Sportingbet (Deutschland) Limited ist auf der Whitelist, Erlaubnis seit 09.10.2020. Der Anbieter bewirbt einen „Konfigurator+“ – eine Funktion, mit der sich eigene Kombiwetten aus Spielausgängen, Toren und Karten zusammenstellen lassen, ergänzt um Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für Tennis bedeutet das: Konfigurator ist eher fußballlastig, das Tennis-Angebot an sich ist Standard mit Outright, Match- und Satzwetten plus Live.

Sportingbet ist ein Allrounder. Wer eine Marke sucht, die viele Sportarten nebeneinander bedient und bei Tennis nichts Besonderes, aber auch nichts Ungewöhnliches weglässt, ist hier richtig.

Tiptorro

Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit 30.06.2021. Die App wird im App Store von Apple unter dem Namen „Tiptorro“ angeboten, mit der Selbstbeschreibung als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist)“. Das ist eine direkte Werbung mit dem Whitelist-Status – ein Hinweis darauf, dass die Marke in einem Markt antritt, in dem die Lizenz Vertrauensanker ist.

Für die French Open heißt das: Tiptorro positioniert sich als mobile-first-Anbieter. Wer ohnehin über das Smartphone wettet, bekommt hier eine durchdachte App; wer am Desktop sitzt, hat keine Nachteile, aber auch keinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

AdmiralBet

AdmiralBet gehört zur Greentube Betting Malta Limited und führt die Whitelist mit einer Ersterlaubnis vom 09.10.2020 sowie Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Greentube ist die Online-Sparte der österreichischen Novomatic-Gruppe – Admiral ist in Österreich eine der bekanntesten Wett- und Glücksspielmarken überhaupt, in Deutschland baut der Anbieter seinen Markt langsamer auf.

Das Tennis-Angebot bei AdmiralBet ist breit: French Open werden mit Outright, Matchwetten und Handicap angeboten, Livewetten auf den nächsten Satz sind möglich. Wer die österreichische Marken-DNA schätzt – etwas nüchterner als die britisch-US-Konkurrenz, ohne die Spielhallen-Aura – ist hier richtig.

Winamax

Winamax ist die jüngste der großen europäischen Wettmarken im deutschen Whitelist-Sortiment, geführt als WINAMAX Société anonyme, Erlaubnis seit 29.06.2021. Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dafür auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer diese Werbung ernst nimmt, prüft, dass „beste Quote“ in einer Stichprobe nicht heißt, dass Winamax auf jedem Markt die beste Quote hat – es heißt, dass Winamax in dieser einen Studie bei 45 % der untersuchten Quoten vorne lag.

Winamax TV ist ein zweiter Trumpf: Live-Streams von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von allen vier Grand-Slam-Turnieren (also auch den French Open), allen ATP- und WTA-Turnieren, NBA und NFL – direkt im Wettkonto. Für Tennis ist das ein echtes Unterscheidungsmerkmal: Wer Roland Garros im Stream verfolgen will, ohne ein zweites Abo abzuschließen, bekommt es hier inklusive. Allerdings gilt: Die Verfügbarkeit der Streams hängt von den Rechten ab und kann sich von Saison zu Saison ändern – wer Winamax für den Stream wählt, prüft vor Turnierbeginn, ob die Übertragung läuft.

bet-at-home

Bet-at-home.com Internet Limited, Erlaubnis seit 02.11.2020. bet-at-home gehört zur Genting-Gruppe und ist in Europa breit aufgestellt; in Deutschland positioniert sich die Marke als Schnellwetten-Anbieter mit einfacher Bedienung, ohne Schnickschnack. Tennis wird mit Outright, Match- und Satzwetten voll abgedeckt; Livewetten auf den nächsten Satz sind Standard.

Wer eine unaufgeregte Plattform sucht, die seit Jahrzehnten denselben Job macht, ist hier richtig. bet-at-home ist keine Marke, die mit Streams oder Konfiguratoren wirbt, sondern eine, die das Kerngeschäft bedient.

DAZN Bet

DAZN Bet ist die Wettplattform des Sport-Streaming-Dienstes DAZN, betrieben von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Malta. Die GGL-Erlaubnis besteht seit 22.08.2023 – DAZN Bet ist damit der jüngste Anbieter in der Liste. Wer DAZN als Sport-Stream-Abo hat, sieht die Wetten als Ergänzung im selben Ökosystem; wer kein DAZN-Abo hat, sieht eine Wettplattform, die mit ihrem Streaming-Branding wirbt.

Tennis ist auf DAZN Bet in voller Breite verfügbar, einschließlich Outright und Livewetten. Der Vorteil liegt für Bestandskunden klar im Bündel aus Abo und Wettkonto; wer beides trennt, hat keinen Grund, DAZN Bet vor den anderen Anbietern zu wählen.

888sport

Die 888-Gruppe mit Sitz in Gibraltar ist eine der ältesten Online-Glücksspiel-Holdings überhaupt; die Aktie wird seit September 2005 an der London Stock Exchange gehandelt. 888 Germany Limited hält die Whitelist-Erlaubnis für 888sport seit 30.06.2021. Die Marke 888sport ist international bekannt, in Deutschland aber weniger dominant als in Großbritannien oder Skandinavien.

Das Tennis-Angebot ist Standard: French Open mit Outright, Match- und Satzwetten, Livewetten auf den nächsten Satz. Wer die internationale 888-Plattform gewohnt ist, findet hier dasselbe Produkt unter deutscher Lizenz; wer sie nicht kennt, hat keinen Grund, sie anderen Anbietern vorzuziehen.

NEO.bet

Greenvest Betting Limited mit Sitz in Malta, Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als jüngere, designorientierte Marke im deutschen Wettmarkt – weniger breit aufgestellt als die ganz großen Namen, dafür mit dem Versprechen einer übersichtlicheren Plattform. Tennis ist vollständig abgedeckt; French Open gehören zum Pflichtprogramm.

Wer eine kleinere, überschaubare Plattform sucht und nicht das ganze Fußball-Imperium braucht, findet hier ein passendes Angebot. NEO.bet ist keine Marke, die mit Superlativen wirbt, sondern eine, die mit klarer Bedienung wirbt.

Welcher Anbieter für welche Wette auf die French Open

Die Profile oben beschreiben, was jeder Anbieter ist. Diese Übersetzung zieht die Linie zu dem, was eine Wette auf die French Open konkret braucht.

Wer eine Wette auf den Turniersieger vor Turnierbeginn platzieren will, braucht einen Anbieter mit tiefem Outright-Markt und ohne Ausschluss der Grand Slams. Alle zehn Anbieter listen die French Open im Outright; Unterschiede liegen in der Quote und in der Verfügbarkeit von Platzierungswetten („Zverev erreicht das Finale“, „Cobolli verliert vor dem Halbfinale“). Hier lohnt ein Vergleich der Quoten kurz vor Turnierbeginn – die Märkte sind volatil, und ein paar Prozentpunkte machen über fünf Sätze den Unterschied.

Wer auf Sätze und Handicap wettet, braucht einen Anbieter mit klarer Satzwetten- und Handicap-Sektion. Auch das bieten alle zehn, aber die Tiefe variiert: Manche Anbieter listen bis zu dreißig Märkte pro Match (Sieg, Satz-Sieg, Satzgenau, Handicap-Spiele, Handicap-Sätze, Gesamtspiele über/unter), andere nur die Hälfte. Wer auf Mikromärkte setzt, schaut vor dem Turnier ins Wettprogramm.

Wer Livewetten auf den nächsten Satz nutzt, braucht einen Anbieter mit funktionierender Live-Plattform – und hier ist die Spreu vom Weizen zu trennen. Verzögerte Aktualisierungen, eingefrorene Quoten in Pausen und unklare Markierungen, welche Märkte noch offen sind, trennen gute Livewetten-Plattformen von schlechten. Winamax hat durch die Streams einen Vorteil, aber die Live-Plattform selbst ist unabhängig vom Stream zu beurteilen.

Wer Tennis im Stream sehen will, ohne ein zusätzliches Abo, hat bei Winamax die größte Auswahl laut Eigenwerbung. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft vor Turnierbeginn die Verfügbarkeit – die Rechte ändern sich, und was 2026 gilt, muss 2027 nicht mehr gelten.

Verantwortliches Wetten auf die French Open

Eine French-Open-Wette ist eine Sportwette, und eine Sportwette ist in Deutschland ein Glücksspiel, das mit klaren Schutzmechanismen belegt ist. Drei Empfehlungen, die aus dem Regelwerk folgen:

Die genannten Schutzmechanismen greifen nur bei Anbietern mit Whitelist-Eintrag. Wer auf einer Seite ohne Whitelist wettet, hat keinen dieser drei Mechanismen, und das ist der Punkt, an dem die Frage „legal oder nicht“ in „sicher oder nicht“ kippt.

Häufige Fragen zu den French Open und Tenniswetten

Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?

Das Herreneinzel entschied Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli für sich. Im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals fanden am 7. Juni 2026 in Paris statt, dem Schlusstag des Turniers.

Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?

Die Siegwette (Outright) steht vor Turnierbeginn fest und umfasst das gesamte Turnier; die Quote ist hoch, die Marge ebenfalls. Die Satzwette wetten auf das Ergebnis eines einzelnen Satzes innerhalb eines Matches; Quote enger, Marge niedriger. Die Handicapwette gibt einem Spieler ein fiktives Polster an Spielen oder Sätzen; sie ist dann sinnvoll, wenn ein klarer Favorit auf Sand spielt und der Außenseitervorsprung eingepreist werden soll.

Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?

Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf den nächsten Satz. Nicht erlaubt sind Wetten auf den nächsten Punkt, das nächste Aufschlag-Ass oder den nächsten Doppelfehler – solche Mikromärkte sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV ausgeschlossen, weil sie manipulationsanfällig sind. Livewetten sind nur erlaubt, wenn das Ereignis gerade läuft und das Wettprogramm sie vorsieht.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Eine Wette zu Quote 2,10 und Einsatz 10 € zahlt im Gewinnfall 21 € zurück – den Einsatz von 10 € plus den Nettogewinn von 11 €. Die Wettsteuer von 5,3 % wird auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst berechnet (rund 5,03 % des Einsatzes) und ist Sache des Anbieters. Manche Anbieter ziehen sie vom Einsatz ab, andere vom Gewinn, einige tragen sie selbst. Wer es genau wissen will, liest die AGB des Anbieters.

Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Whitelist ist eine fortlaufend aktualisierte Tabelle auf der Website der GGL. Ein Eintrag listet den Anbieter, die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Ersterlaubnis – und zwar genau für die Domain, auf der gewettet werden soll. Steht die Domain nicht in der Liste, fehlt die Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ebenso wenig.

Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?

Bei einer Aufgabe vor Matchbeginn wird die Wette in der Regel storniert und der Einsatz zurückerstattet. Bei einer Aufgabe während eines Matches hängt das Ergebnis vom Zeitpunkt ab: Wer auf den Sieger des Matches gesetzt hat, gewinnt, wenn der Sieger zum Zeitpunkt der Aufgabe feststand; wer auf den Sieger eines späteren Satzes gesetzt hat, verliert, weil dieser Satz nicht mehr stattfand. Jeder Anbieter formuliert die Regelung in seinen AGB, und die Formulierungen unterscheiden sich im Detail.

Inhalt erstellt vom Team «paymentwetteninfo.com»