Regionalliga wetten – warum die 4. Liga für Wettanbieter kaum ein Spielfeld ist

Updated Oktober 2026
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Wer auf eine Partie aus der Regionalliga setzen will, sucht zuerst nach einer Quote und landet schnell bei der Frage, ob es diese Quote überhaupt geben darf. In Deutschland ist die Antwort knapp und für viele überraschend: Die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im Männerfußball, sie zählt nach der Praxis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder als Amateurbereich, und Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren sind vom deutschen Erlaubnissystem ausgeschlossen. Ein Inserat, das trotzdem eine Regionalliga-Partie anbietet, sitzt fast immer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis – und damit außerhalb von OASIS, LUGAS und der Spieler­schutz­mechanik, die das Glücksspiel­staats­vertrag 2021 vorschreibt.

Ein einfacher Rasenplatz mit kleiner Stehtribüne und Flutlichtmasten in der Dämmerung, auf der Tribüne sitzen nur wenige Zuschauer.
Aus der Fußball-Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus.

Aktualisiert am 17. Oktober 2026 und abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Anbieter im Vergleich – wer in Deutschland eine Sportwetten-Erlaubnis hat

Welcher Anbieter in Deutschland Sportwetten legal anbieten darf, entscheidet nicht der Markt, sondern die Whitelist. Sie ist die einzige verlässliche Quelle: Sie listet die Domain, den dahinterstehenden Veranstalter und das Datum der Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts, eine fehlende Whitelist-Erlaubnis bedeutet, dass das Angebot in Deutschland unerlaubt ist. Die folgende Tabelle zeigt zehn Anbieter, die am 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist standen, mit Sitz des Veranstalters und Datum der ersten Erlaubnis. Es geht hier nicht um Angebote, sondern um die Erlaubnis, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln.

Ein abgewetzter Fußball liegt auf dem Anstoßkreis eines Naturrasens im Morgennebel.
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.
Anbieter Whitelist-Status und Veranstalter Erlaubnis Sportwetten seit
Betano Whitelist – Betano.de, Veranstalter Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Sportwetten.de Whitelist – Sportwetten.de, Veranstalter NetX Betting Limited 19.11.2020
Sportingbet Whitelist – Sportingbet.de, Veranstalter Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Whitelist – Betway.de, Veranstalter Betway Limited 09.03.2021
888sport Whitelist – 888sport, Veranstalter 888 Germany Limited 30.06.2021
VBet Whitelist – Vbet.de, Veranstalter SCGO Limited 05.12.2023
MERKUR BETS Whitelist – MERKUR BETS, Veranstalter Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
AdmiralBet Whitelist – Admiralbet.de, Veranstalter Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 Whitelist – Bet365.de, Veranstalter Hillside (Europe) ENC (Sitz Ta’Xbiex, Malta) 09.10.2020
bpremium Whitelist – Bpremium.de, Veranstalter Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Was die Tabelle bewusst nicht zeigt: ein Ranking. Die Tabelle sortiert alphabetisch nach Anbieter­namen, nicht nach „besser“ oder „schlechter“. Eine Whitelist-Erlaubnis bescheinigt die Erlaubnis, nicht die Qualität des Wettprogramms. Welche Ligen ein Anbieter in sein Programm aufnimmt, ist seine eigene Entscheidung – die deutsche Erlaubnis verlangt nur, dass das Angebot dem erlaubten Wettprogramm entspricht und keine Veranstaltungen überwiegend von Amateuren einschließt.

Wichtig zum Lesen der Spalte „seit“: Die Whitelist nennt das Datum der Ersterlaubnis und das Datum von Folgeerlaubnissen, aber kein Enddatum. Eine Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV 2021), die Erneuerung erscheint ebenfalls auf der Liste. Wer also den Anbieter auf der Whitelist prüft, sieht nicht „gültig bis …“, sondern das Datum der jüngsten Erlaubnis. Das ist kein Mangel der Liste, sondern ihre Form.

Regionalliga – Einordnung der Liga

Die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und zerfällt in fünf eingleisige Staffeln: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Pro Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften. Die erste Saison einer Regionalliga gab es 1963, ihre heutige Form als vierthöchste Klasse besteht seit 2008/09. Verantwortlich sind seit 2012/13 nicht mehr der DFB, sondern fünf Ligaverbände – das ist der Grund, warum der Spielplan regional zerfällt und warum Anbieter, die „die Regionalliga“ anbieten wollen, eigentlich fünf Spielpläne kuratieren müssten.

Ein geschlossenes Tor an einem Zaun mit Vorhängeschloss im Morgenlicht, dahinter ein einfacher Sportplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der sportliche Wert der Liga zeigt sich am Aufstieg: Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf, die zwei übrigen Staffelmeister spielen in einer Playoff-Runde den vierten Aufsteiger aus. Drei Direktaufsteiger plus ein Playoff-Platz machen vier mögliche Aufsteiger pro Saison – eine Quote, die sportlich relevant ist, wären die Spiele als Wettmarkt verfügbar.

Dass sie es nicht sind, liegt nicht an mangelnder Klasse, sondern an einer sportwetten­rechtlichen Grenzziehung, die außerhalb der Liga selbst liegt. Der Glücksspiel­staatsvertrag 2021 schließt Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren aus, und die GGL wendet das auf Fußball unterhalb der 3. Liga an. Damit ist die Regionalliga keine „unbeliebte“ Liga, sondern eine, die in den Kanon dessen fällt, was der deutsche Erlaubnisrahmen nicht zulässt.

Diese Einordnung ist der Schlüssel zum Rest der Seite. Wer auf eine Regionalliga-Partie setzen will, hat nicht die Auswahl zwischen mehr oder weniger guten Anbietern, sondern zwischen erlaubten Angeboten ohne diese Liga und unerlaubten Angeboten mit dieser Liga. Was die Erlaubnis kostet, was die Liga vom Markt ausschließt und welche Anbieter im Kanon der Erlaubten das größte Sportprogramm daneben zeigen – das sind die Themen der nächsten Abschnitte.

Rechtliche Lage – warum die Regionalliga aus dem Wettprogramm fällt

Die rechtliche Lage folgt einer einfachen Kette: Der Glücksspiel­staatsvertrag 2021 erlaubt Sportwetten im Internet nur mit Erlaubnis der GGL, das erlaubte Wettprogramm ist enumerativ, und Veranstaltungen überwiegend von Amateuren sind ausgeschlossen. Was „überwiegend Amateure“ heißt, hat die GGL in ihrer Aufsichts­praxis für den Fußball konkretisiert: Die 3. Liga ist die Untergrenze. Darunter – also in der Regionalliga, der Oberliga, den Landes- und Verbands­ligen – gilt das Verbot.

Folgen für den Anbieter: Wer eine Regionalliga-Partie im Programm führt, ohne die deutsche Erlaubnis zu haben, macht in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV 2021). Die Folge ist nicht abstrakt: Die GGL kann Verbots- und Zahlungs­blockaden anordnen, das Netz kann gesperrt werden, und der Straf­tatbestand der Veranstaltung (§ 284 StGB) ist erfüllt. Für Werbung gilt ein eigener Straf­tatbestand (§ 284 StGB, § 5 Abs. 7 GlüStV 2021). Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor unerlaubten Angeboten gewarnt und einzelne Namen genannt.

Folgen für den Spielenden: Wer bei einem unerlaubten Anbieter spielt, ist nicht selbst strafbar in einem nennenswerten Umfang – § 285 StGB sieht bis zu sechs Monate oder Geldstrafe vor, in der Praxis verfolgen Staats­anwalt­schaften einzelne Spielende nicht. Was aber sicher fehlt, ist der Schutzrahmen, den das deutsche Recht an die Erlaubnis knüpft: keine OASIS-Sperre, kein LUGAS-Einzahlungs­limit, keine eigene Sperr­datei mit Wieder­ein­stiegs­prüfung, keine insolvenz­geschützte Trennung der Spielergelder. Wer dort spielt, vertraut der Auszahlung eines Anbieters, den die GGL nicht beaufsichtigt.

Eine zivilrechtliche Frage ist offen: Der Bundes­gerichts­hof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungs­freiheit einer Nichtigkeit von Sportwetten­verträgen entgegensteht. Im konkreten Fall fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) für grundsätzliche Rückzahlungs­möglichkeit plädiert, mit einer Ausnahme dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was die Erlaubnis anbelangt, hat die GGL in Deutschland eine andere Linie gezogen – das Ergebnis ist offen.

Was die Erlaubnis konkret bedeutet: Eine Erlaubnis steht auf der Whitelist (§ 9 Abs. 8 GlüStV 2021). Sie gilt nur für die dort genannte Domain – wer „Bet365.de“ auf der Liste findet, weiß, dass diese Domain Sportwetten vermitteln darf; eine andere Domain desselben Veranstalters ist eine andere Frage. Slots, Poker und Casino sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln; eine Casino-Erlaubnis erlaubt keine Sportwette. Die Erlaubnis ist fünf Jahre gültig, die Liste nennt das Datum der Erteilung und der Folge­erlaubnis, aber kein Enddatum.

Die Lizenz eines Anbieters in Malta, Curaçao oder Anjouan ist in Deutschland kein Ersatz. Eine Lizenz aus einem anderen Mitgliedstaat der EU wird im Glücksspielrecht nicht anerkannt, weil das deutsche Recht die Anforderungen an die Erlaubnis selbst setzt und der EuGH dem nationalen Gesetzgeber in diesem Bereich weiten Spielraum zubilligt. Die GGL formuliert das in ihrer Aufsichts­praxis so, dass sie Anbieter ohne deutsche Erlaubnis unabhängig von deren Heimataufsicht behandelt.

Für den Wettenden heißt das: Wer auf eine Regionalliga-Partie setzen will, hat zwei Wege. Der erste führt an Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, mit Quoten auf untere Ligen, ohne OASIS und LUGAS, mit Auszahlung nach den Regeln eines Veranstalters, den die GGL nicht beaufsichtigt. Der zweite führt zu erlaubten Anbietern, deren Programm unterhalb der 3. Liga leer ist, deren Quoten für die Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga aber dem deutschen Recht folgen. Der zweite Weg ist der rechtlich saubere; der erste ist der, den der Suchbegriff nahelegt.

Spielerschutz – was die Erlaubnis an Schutz mitbringt

Spielerschutz ist im Glücksspiel­staatsvertrag 2021 nicht ein Anbieter-Versprechen, sondern an die Erlaubnis gekoppelt. Was ein Whitelist-Anbieter leisten muss, gilt dort; was ein Anbieter ohne Erlaubnis leistet, ist seine eigene Entscheidung.

Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV 2021). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit einem Einzahlungs­limit von 100 € und ohne Auszahlung. Danach wird vollständig verifiziert: Ausweis, Adresse, Zahlung. Eine Person darf bei jedem Anbieter nur ein Konto führen, und parallel zu spielen ist verboten.

Das Einzahlungs­limit beträgt 1.000 € pro Kalender­monat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limit­datei durchgesetzt. Anbieter dürfen das Limit für einen Spielenden auf bis zu 10.000 € anheben, wenn sie dessen wirtschaftliche Leistungs­fähigkeit nachprüfbar belegen – eine Selbst­auskunft reicht nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Diese Mechanik ist der Grund, warum die Auszahlung der monatlichen Sparrate für einen High-Roller über mehrere Anbieter nicht funktioniert: Die Limit­datei sieht alle Anbieter zusammen.

OASIS ist die bundesweite Sperr­datei (§§ 8, 8a GlüStV 2021). Anbieter prüfen sie bei Anmeldung und Login. Wer sich selbst sperren lässt, bestimmt eine Frist – mindestens drei Monate – oder wird für mindestens ein Jahr gesperrt. Der Panik­button sperrt sofort für 24 Stunden. Eine OASIS-Sperre wirkt über alle Anbieter, die an die Datei angeschlossen sind, und genau das ist der Punkt: Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, also greift eine deutsche Sperre dort nicht.

Zahlungen dürfen nur von einem Konto im eigenen Namen bei einem Geldwäsche­gesetz-pflichtigen Institut kommen (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungs­mittel sind ausgeschlossen – das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid aus dem erlaubten Markt hält. Welche konkreten Zahlungs­marken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen AGB. Spielergelder liegen auf einem insolvenz­geschützten Treuhand­konto; bei Konto­schließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werk­tagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Die Wettsteuer ist eine Sache des Finanzamts, nicht der GGL: 5,3 % auf den „um die Steuer geminderten Einsatz“ (§§ 17, 18 RennwLottG) – rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, weil 5,3 / 105,3 ≈ 0,0503. Sie wird vom Veranstalter geschuldet (§ 19), nicht vom Spielenden. Ob und wie ein Anbieter sie an den Spielenden weitergibt, entscheidet der Anbieter in seinen AGB. Es gibt also keine einheitliche Linie; Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“ auf der eigenen Seite, andere Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab. Wer die Steuer trägt, ist Teil der Wahl zwischen Anbietern, aber nicht Teil der Erlaubnis.

Werbung und Bonus unterliegen ebenfalls Regeln, die an die Erlaubnis binden. Die 6:00-21:00-Werbebeschränkung gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casino, nicht für Sportwetten. Bei Sportwetten sind Wetten auf eine laufende Übertragung kurz vor und während der Sendung auf demselben Kanal nicht erlaubbar, Werbung mit aktiven Sportlern ist tabu, und Affiliate-Vergütung darf nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz laufen (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV 2021). Für Boni selbst – Höhe, Umsatz, Mindest­quote – schreibt der Vertrag keine Werte vor; alles kommt aus den AGB des Anbieters. Ein Bonuscode wird auf dieser Seite nicht abgedruckt, weil Codes sich schnell ändern und der Code ohnehin nur Mittel zum Zweck ist – was zählt, ist die Mechanik im Hintergrund.

Für Spielende heißt das: Wer die deutsche Erlaubnis wählt, akzeptiert das 1.000-€-Standard­limit, die volle Verifizierung, die OASIS-Sperre und die eigene Konto­bindung. Wer darauf verzichten will, kann das tun – aber dann gibt es keinen Anker, an dem eine Auszahlungs­streitigkeit, eine Sperre oder ein Limit aufgefangen wird. Was der eine gewinnt, verliert der andere an Sicherheit, und der Handel ist auf der Seite des Spielenden oft schlechter, als er aussieht, weil die Auszahlung an einem Anbieter ohne Aufsicht hängt, nicht am eigenen Verhalten.

Wettarten und Quoten – was die Bundesliga zeigt und die Regionalliga nicht

Wer aus der Bundesliga Quoten kennt, kennt das Grund­gerüst: 1X2 auf den Ausgang, Doppelte Chance, Over/Under, Handicap, beide Teams treffen, Halbzeit/Endstand. Für die Regionalliga ist dieses Grund­gerüst nicht erreichbar – nicht, weil die Wetten schwer zu modellieren wären, sondern weil das erlaubte Wettprogramm die Liga nicht enthält. Was ein Anbieter auf der Whitelist an Wettarten zeigt, ist also nur relevant für die Ligen, die er überhaupt im Programm hat; für die Regionalliga fehlt die Grundlage.

Wie eine Quote entsteht, lässt sich an einem 1X2-Markt zeigen. Die Quote ist die invertierte Wahrscheinlich­keits­annahme des Buchmachers: Quote 2,10 entspricht einer angenommenen Wahrscheinlich­keit von 1/2,10 ≈ 47,6 %, Quote 3,40 entspricht ≈ 29,4 %, Quote 3,60 entspricht ≈ 27,8 %. Addiert man die invertierten Quoten aller drei Ausgänge, kommt man auf rund 1,048. Die Marge des Markts beträgt daraus berechnet rund 4,6 %, was einer Auszahlungsquote von rund 95,4 % entspricht. Bei einem 10-€-Einsatz auf Heimsieg zur Quote 2,10 zahlt eine siegreiche Wette 21,00 € zurück, der Reingewinn ist 11,00 €. Bei einer Niederlage sind die 10 € verloren. Über 100 € Einsatz auf denselben Markt zahlt der Buchmacher im Mittel 95,20 € zurück – die Marge ist das Einkommen, nicht der einzelne Verlust.

Die Marge ist nicht alles. Eine 1X2-Quote auf Regionalliga-Fußball ist nicht mit einer Quote auf Bundesliga-Fußball vergleichbar, weil das Informations­umfeld ein anderes ist: weniger Daten, weniger Modelle, mehr Bewegung in der Linie. Wer trotzdem eine Quote sieht – auf einer Plattform ohne deutsche Erlaubnis –, sollte davon ausgehen, dass die Marge breiter ist und die Linie schneller kippt. Das Buchmacher­risiko ist dort nicht „besser ausgepreist“, sondern nur weniger sichtbar.

Live-Wetten sind im deutschen Erlaubnis­rahmen stark eingeschränkt (§ 21 Abs. 4 GlüStV 2021): Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis und auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gewettet werden, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächster Punkt“ im Tennis, „nächster Korb“ im Basketball sind tabu. Für untere Ligen kommt dieses Live-Programm ohnehin nicht in Frage, weil die Liga fehlt. Welche Ligen ein Anbieter im Live-Programm hat, steht in dessen eigener Übersicht.

Was Anbieter sonst anbieten, ist Feature, nicht Liga. Betano wirbt in der App mit Cash Out, Live-Streaming und einem Bet Builder, der mehrere Märkte eines Spiels kombiniert. Sportingbet hat einen Konfigurator+ und Live-Wetten, Betway einen Cash-Out-Knopf unter „Meine Wetten“, Wettkonfigurator und einen Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zusammenführt. Solche Features sind sinnvoll, wenn die Liga im Programm ist; sie sind kein Ersatz für eine Liga. Wer ein „Best-Quote“-Versprechen liest, sollte prüfen, auf welche Ligen es sich bezieht – Winamax bezieht sich in seinem Werbe­versprechen auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine Aussage über die Ligen, die in der Studie waren, nicht über die Regionalliga.

Eine letzte Mechanik ist die Kombiwette: Die Quoten der Einzel­auswahlen werden multipliziert. Aus drei Auswahlen mit 2,10, 1,80 und 2,50 wird eine Kombiquote von 2,10 × 1,80 × 2,50 = 9,45. Ein 10-€-Einsatz zahlt im Gewinnfall 94,50 € zurück, der Reingewinn ist 84,50 €. Was viele unterschätzen: Die Marge der Kombi ist nicht die Summe der Einzelmorgen, sondern ihr Produkt minus 1 – die Marge wächst mit jeder Auswahl, weil jeder hinzukommende Markt seine eigene Marge mitbringt. Bei drei Auswahlen mit Marge 5 % wird die Gesamt­marge der Kombi nicht 15 %, sondern rund 1 − (0,95)³ = 14,3 % auf den Einsatz. Bei vier Auswahlen sind es 18,5 %. Das ist kein Argument gegen Kombiwetten, aber ein Argument dafür, die Marge mit der Anzahl der Auswahlen wachsen zu sehen.

Die Liga im Profil – was Anbieter stattdessen listen

Die Regionalliga ist sportlich kein Vakuum. Sie hat fünf Staffeln mit 18 bis 20 Mannschaften, einen Aufstiegs­mechanismus mit drei Direkt­aufsteigern und einem Playoff-Platz, und sie hat Daten, die ein Modell verarbeiten könnte. Was fehlt, ist das deutsche Wettprogramm. Die nächste Liga nach unten, die 3. Liga, ist nach der GGL-Praxis die Untergrenze für erlaubte Wetten – und genau dort beginnt das Wett­angebot der lizenzierten Anbieter.

Was ein Anbieter auf der Whitelist im Programm hat, variiert. Die Bundesliga und die 2. Bundesliga sind Standard, die 3. Liga ist bei den meisten Anbietern Standard, Champions League und Europa League sind Standard, die englische Premier League, La Liga, Serie A, Ligue 1 sind Standard. Dazu kommen Randsportarten, die im Programm eine kleinere Rolle spielen, aber eigene Märkte haben: Basketball über die BBL, Handball über die HBL, Tennis über die Grand Slams, Eishockey über die DEL, Darts und Snooker als eigene Welten. Anbieter mit starker Streaming-Integration zeigen auch Randsportarten live: Winamax streamt La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, Grand Slams, ATP, WTA, NBA und NFL; Wettstar zeigt Pferderennen aus Deutschland und der Welt; die App von MERKUR BETS nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“, und in derselben App sind MERKUR SLOTS erreichbar.

Die MERKUR-Zahl ist eine Marketing-Zahl, keine geprüfte Auszahlungs­quote, aber sie illustriert, wie groß das Programm eines Whitelist-Anbieters ist, wenn die Regionalliga wegfällt. Wer die Bundesliga, die 3. Liga und die europäischen Top-Ligen abdeckt, hat ein vollständiges Programm für den, der ohnehin auf höhere Ligen setzt.

Für den, der wirklich die Regionalliga spielen will, gibt es eine andere Frage: Welche Belege hat der Anbieter, dass sein Angebot legal ist? Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan reicht in Deutschland nicht, eine .de-Domain ist kein Beleg, ein „SSL-Siegel“ oder eine „sichere Auszahlung“ ebenfalls nicht. Der einzige Beleg ist die Whitelist. Wer dort steht, hat die Erlaubnis – und kein Anbieter auf der Liste zeigt die Regionalliga. Wer sie zeigt und nicht auf der Liste steht, hat sie nicht.

Die Frage „warum?“ hat zwei Antworten. Die erste ist sportwetten­rechtlich: Die Liga ist nach GGL-Praxis Amateur, und Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren sind ausgeschlossen. Die zweite ist geschäftlich: Die Daten­basis ist dünn, die Liquidität ist niedrig, die Verletzungs­anfälligkeit ist höher, und das Risiko einer unerwarteten Linien­bewegung ist größer. Beide Gründe zusammen führen zu dem Bild, das die Whitelist zeigt.

Anbieter im Detail – was die Whitelist-Erlaubnis über die Plattform sagt

Die Whitelist-Erlaubnis ist die Eintritts­karte, nicht die Inhalts­angabe. Sie sagt, dass ein Veranstalter in Deutschland Sportwetten vermitteln darf. Sie sagt nicht, wie gut sein Programm ist, wie schnell er auszahlt, wie stabil seine Quoten sind oder wie sein Bonus konstruiert ist. Wer die Erlaubnis geprüft hat, steht am Anfang des Vergleichs, nicht am Ende.

Betano (Betano.de) ist mit Erlaubnis seit 19.02.2021 auf der Whitelist. Die App wirbt mit Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist ein klassisches Profil für einen Anbieter, der auf Fußball, US-Sport und die europäischen Top-Ligen setzt; die Regionalliga ist im Programm nicht vorgesehen. Für Spielende, die Bundesliga, 3. Liga und europäische Top-Ligen spielen und Streaming im selben Konto erwarten, ist das Profil gemacht.

Sportwetten.de wird laut Whitelist von der NetX Betting Limited betrieben, mit Erlaubnis seit 19.11.2020. Der Name sagt Programm: ein deutscher Markenname, der sich an den heimischen Markt richtet, mit Fokus auf Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und Standard­sportarten. Das Programm ist im deutschen Mainstream verankert; ein Regionalliga-Markt ist im erlaubten Wettprogramm nicht zu erwarten. Wer einen Anbieter mit klarem Deutschland-Profil sucht, ist hier richtig.

Sportingbet (Sportingbet.de) führt einen Konfigurator+ und Live-Wetten, mit Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker im Programm. Erlaubnis seit 09.10.2020. Das Profil ist breit, mit Schwerpunkt auf den europäischen Top-Ligen und einer Reihe von Randsportarten. Wer nicht nur Fußball spielt, sondern auch mal Darts oder Snooker, findet hier ein Programm, das nicht nur den Mainstream abdeckt.

Betway (Betway.de) zeigt Cash Out mit grünem Symbol unter „Meine Wetten“, einen Wett­konfigurator für Fußballspiele und einen Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Erlaubnis seit 09.03.2021. Betway ist ein Profil, das Konfigurations­tiefe anbietet: mehrere Märkte aus einem Spiel kombinieren oder Auswahlen aus verschiedenen Spielen zu einer Wette zusammenstellen. Für Spielende, die gern tiefer in eine Partie gehen, ist das ein deutlicher Vorteil.

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Erlaubnis seit 30.06.2021. Das Profil ist das eines etablierten Anbieters mit börsen­notierter Mutter; das Vertrauen hängt an der Konzern­struktur, nicht an einer einzelnen Funktion. Wer Konzern­stabilität über Feature-Tiefe stellt, ist hier richtig.

VBet (Vbet.de) wird laut Whitelist von der SCGO Limited betrieben, mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Whitelist verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit 5.12.2023 – das ist das jüngste Erlaubnis­datum im Vergleich und sagt, dass VBet später in den deutschen Markt eingetreten ist. Der Programm­schwerpunkt liegt auf Fußball und Standard­sportarten; spezifische Programm­details sind aus dem Research nicht zu schließen, und die Tabelle verzichtet auf eine Aussage dazu, was jenseits der Liga nicht zu prüfen war. Wer einen neueren Markt­eintritt mit Whitelist-Erlaubnis sucht, findet VBet als Option.

MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, Erlaubnis seit 06.11.2023. Die App nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“, und in derselben App sind MERKUR SLOTS erreichbar. Das Profil ist eindeutig: ein Anbieter aus der MERKUR-Gruppe, mit breitem Sport­programm und einer Casino-Komponente in derselben App. Wer Sport- und Slot-Spiel in einem Konto erwartet, ist hier richtig.

AdmiralBet (Admiralbet.de) wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, Erlaubnis seit 09.10.2020, mit Folge­erlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Die Whitelist führt AdmiralBet zudem für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de seit 28.09.2022. Das ist ein Profil mit eigener Casino-Marke und Whitelist-Sport­erlaubnis – wer beides in einer Konzern­familie sucht, hat mit AdmiralBet eine Adresse.

bet365 (Bet365.de) wird von der Hillside (Europe) ENC betrieben, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Erlaubnis seit 09.10.2020. bet365 ist der Inbegriff eines breit aufgestellten Anbieters mit hoher Quoten­tiefe und großem Live-Programm. Die Whitelist-Erlaubnis ist die formale Seite; was die Plattform an Live-Streams, Märkten und Sonder­wetten zeigt, ist die andere. Für Bundesliga- und 3.-Liga-Spielende ist das Programm eines der dichtesten im Markt.

bpremium (Bpremium.de) wird von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta, Registernummer C92799, mit Nutzungs­bedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Erlaubnis seit 09.10.2020. Das Profil ist das einer Marke, die ihren Sitz im Premium-Segment verortet; das Programm folgt der Marken­positionierung. Wer eine Marke aus der Entain-Gruppe (zu der Ladbrokes gehört) mit deutscher Whitelist-Erlaubnis sucht, hat bpremium als Anlauf.

Eine Sache, die alle zehn gemeinsam haben, ist die Programm­lücke in der Regionalliga. Die Erlaubnis verlangt, dass das Wettprogramm den Regeln des GlüStV 2021 entspricht; die Regionalliga fällt nicht darunter. Die Whitelist-Erlaubnis schließt also nicht nur Anbieter ohne Erlaubnis aus, sondern schließt auch die Liga aus dem Programm der Erlaubten aus. Was bleibt, sind die Ligen oberhalb der 3. Liga – Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Champions League, Europa League, die europäischen Top-Ligen und die üblichen Randsportarten. Das ist viel, aber es ist nicht die Regionalliga.

Wer eine Regionalliga-Wette sucht, hat zwei Wege

Der erste Weg führt zu einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Dort ist die Quote auf das Regionalliga-Spiel verfügbar, oft in einer Breite, die es bei einem Whitelist-Anbieter nie geben wird. Die Kehrseite: keine OASIS-Sperre, keine LUGAS-Mechanik, keine eigene Auszahlungs­sicherheit. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor unerlaubten Angeboten gewarnt; die Whitelist prüft, ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt ist, und genau diese Prüfung fällt für die Regionalliga-Quoten in aller Regel negativ aus.

Der zweite Weg führt zu einem Whitelist-Anbieter und zu anderen Ligen. Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Champions League – das ist der erlaubte Korridor, in dem die Quote steht. Wer die Regionalliga als Wettmarkt haben will, wird auf dem deutschen Markt nicht bedient. Wer eine deutsche Wette mit deutschem Schutz will, weicht auf die nächsthöhere Liga aus.

Einige Spielende gehen den ersten Weg und nehmen die fehlende Aufsicht in Kauf. Andere gehen den zweiten und akzeptieren, dass die Liga, die sie sehen, nicht die Liga ist, auf die sie wetten können. Die Wahl ist nicht zwischen „besser“ und „schlechter“, sondern zwischen zwei Regelwerken. Wer die Wahl trifft, sollte wissen, dass ein unerlaubter Anbieter im Streitfall die Auszahlung an seinem eigenen Kodex misst, nicht an OASIS, LUGAS oder der GGL.

Was der Whitelist-Anbieter daneben anbietet, ist im besten Fall ein vollständiges Programm für die erlaubten Ligen. Streaming, Konfigurator, Cash Out, Live-Wetten – das sind die Hebel, mit denen ein Whitelist-Anbieter im Wettbewerb steht. Wer ein Spiel der Regionalliga schauen will, schaut es; wer es wetten will, braucht einen anderen Anbieter. Die Liga und das Wettangebot sind zwei verschiedene Dinge, und der Glücksspiel­staatsvertrag 2021 trennt sie sauber.

Auszahlung, Steuer und Spielregeln – was bei einer Wette zu beachten ist

Eine Wette zahlt sich nach der Quote aus. Bei einem 10-€-Einsatz auf Heimsieg zur Quote 2,10 sind 21,00 € Rückzahlung im Gewinnfall, 10,00 € verloren im Verlustfall. Bei einer Kombi­wette werden die Quoten multipliziert: 2,10 × 1,80 × 2,50 = 9,45, der 10-€-Einsatz wird zu 94,50 €, sofern jede Auswahl gewinnt. Verliert eine Auswahl, ist die gesamte Kombi verloren.

Die Wettsteuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden. Der Veranstalter kann sie aber an den Spielenden weitergeben – auf welche Weise, ist in seinen AGB geregelt. Manche Anbieter ziehen 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) ab, andere ziehen sie vom Gewinn ab, andere tragen sie selbst. Wer den Bruttoeinsatz plant, sollte prüfen, was der Anbieter tatsächlich abrechnet.

Die Auszahlung erfolgt nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Was das im Detail heißt – ob ein abgebrochenes Spiel als „offiziell beendet“ zählt, ob ein Spielabbruch wegen Wetterlage als „ungültig“ gewertet wird, ob ein Walkover als Sieg gewertet wird –, regelt der Anbieter in seinen AGB. Wer auf Sondersituationen wettet, sollte die Regeln vorab lesen.

OASIS und LUGAS greifen bei Whitelist-Anbietern, aber nur dort. Eine Selbstaussperrung wirkt über alle Whitelist-Anbieter, ein Einzahlungs­limit von 1.000 € pro Monat wirkt über alle Whitelist-Anbieter, und die LUGAS-Aktivitäts­datei verhindert paralleles Spiel. Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wirkt keine dieser Mechaniken. Wer dort spielt, ist auf das Wort des Anbieters angewiesen.

Wer auf eine Quote klickt, sollte immer prüfen: Was ist die Wettart? Was ist das Ereignis? Was ist die Frist? Was passiert bei Abbruch? Was passiert bei Walkover? Diese Fragen sind nicht Ausdruck von Misstrauen, sondern Ausdruck der Tatsache, dass eine Wette ein Vertrag ist und der Vertrag seine Bedingungen hat.

Häufig gestellte Fragen

Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?

Auf Regionalliga-Spiele bieten die Anbieter auf der Whitelist der GGL keine Wetten an. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder wendet das Verbot von Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren auf Fußball unterhalb der 3. Liga an, wozu die Regionalliga zählt. Anbieter, die trotzdem Quoten auf Regionalliga-Spiele listen, sitzen in aller Regel ohne deutsche Erlaubnis und damit außerhalb von OASIS, LUGAS und der Aufsicht der GGL.

Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?

Die GGL hat in ihrer Aufsichts­praxis festgelegt, dass Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur­bereich gilt. Das ist die praktische Anwendung von § 21 Abs. 1a GlüStV 2021, der Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren ausschließt. Daraus folgt: Kein Anbieter mit deutscher Erlaubnis zeigt Regionalliga-Spiele im Wettprogramm. Wer dort wetten will, verlässt den erlaubten Markt, und damit entfallen OASIS-Sperre, LUGAS-Limit und GGL-Aufsicht.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?

Ein solcher Anbieter macht in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV 2021. Die GGL kann Verbots- und Zahlungs­blockaden anordnen, das Netz kann gesperrt werden, und der Straf­tatbestand der Veranstaltung (§ 284 StGB) ist erfüllt. Für den Spielenden bedeutet es: keine OASIS-Sperre, kein LUGAS-Einzahlungs­limit, keine insolvenz­geschützte Trennung der Spielergelder und keine Aufsicht durch die GGL. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor unerlaubten Angeboten gewarnt.

Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Die Whitelist ist auf der Seite der GGL öffentlich zugänglich und nennt für jeden Anbieter die Domain, den Veranstalter und das Datum der Erlaubnis. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert; ein Anbieter ist genau dann erlaubt, wenn seine Domain auf der Liste steht. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan steht nicht für eine deutsche Erlaubnis. Was die Liste nicht enthält, ist eine Bewertung der Plattform – sie ist eine Erlaubnis­liste, kein Testbericht.

Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?

Ohne OASIS und LUGAS gibt es weder eine deutsche Sperre über alle Anbieter noch ein monatliches Einzahlungs­limit von 1.000 €, das die Limit­datei durchsetzt. Wer sich bei einem Whitelist-Anbieter selbst sperren lässt, sperrt sich nur dort; wer die Auszahlung über die Sperre kontrollieren will, muss jeden Anbieter einzeln sperren. Das Einzahlungs­limit, das die LUGAS-Datei für 1.000 € pro Monat vorsieht, gilt nur für Anbieter, die an die Datei angeschlossen sind. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind nicht angeschlossen, was die Mechanik aufhebt.

Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?

Eine Quote ist die invertierte Wahrscheinlichkeits­annahme des Buchmachers: Aus den drei Quoten 2,10, 3,40, 3,60 ergibt sich eine Summe der inversen Quoten von rund 1,048. Die Marge des Markts beträgt daraus berechnet rund 4,6 %, was eine Auszahlungs­quote von 95,4 % bedeutet. Ein 10-€-Einsatz auf Heimsieg zur Quote 2,10 zahlt im Gewinnfall 21,00 € zurück. Die Wettsteuer von 5,3 % auf den „um die Steuer geminderten Einsatz“ wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden; ob der Anbieter sie weitergibt, ist in seinen AGB geregelt.

Inhalt erstellt vom Team «paymentwetteninfo.com»