Online auf Cricket wetten 2026: Was deutsche Wettanbieter führen und was sie kosten
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Cricket ist in Deutschland kein Massensport, aber bei den lizenzierten Anbietern längst kein Nischenprogramm mehr. Wer hierzulande auf indische Premier-League-Spiele, die Cricket-Weltmeisterschaft oder einen Test-Match wetten will, muss zuerst eine rechtliche und dann eine sportliche Frage beantworten: Wer darf überhaupt Cricketwetten anbieten, und wer von den Erlaubten nimmt die Sportart tatsächlich ins Programm. Diese Seite sortiert beides – getrennt nach den Spielformaten, den Wettmärkten und den zehn Buchmachern, die auf der Whitelist der GGL stehen.
Cricket als Wettsport: drei Formate, drei Wettkalender
Cricket unterscheidet sich von Fußball, Tennis oder Basketball schon im Aufbau einer Partie. Beide Mannschaften stellen elf Spieler, eine Seite schlägt (Battings), die andere wirft und fängt (Bowling, Fielding) und tauscht nach einem Durchgang (Innings) die Rollen. Ein vollständiges Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over umfasst nach Reglement sechs gültige Bälle. Das verändert Wettmärkte, weil ein Spiel zwischen zwei und fünf Tagen dauern kann und ein einziger Wetterwechsel das zweite Innings zum No Result macht.

Wer auf Cricket wetten will, sieht sich drei Formaten gegenüber, die jeweils eigene Märkte ausprägen:
- Test-Match. Die längste Form, ausgetragen über bis zu fünf Tage mit drei Sitzungen am Tag, je etwa zwei Stunden lang. Märkte laufen über Session-Grenzen hinweg, die Quote auf den Match-Sieger reagiert über Tage, und der „Draw“ – das Zeitablaufen vor dem Ende aller Innings – ist ein eigenes Ergebnis. Wer Session-Wetten spielen will, braucht Geduld und ein Auge auf die Aufstellung.
- One-Day International (ODI). 50 Overs pro Innings, angesetzt für einen Tag. Märkte sind dichter: Sieger nach 50 Overs, Höchstpunktzahl pro Sechs-Overs-Block, Top-Batsman, Top-Bowler, Handicap-Läufe. Das Spiel kann in ein „Tie“ enden, wenn nach allen Innings Gleichstand herrscht – ein sehr seltenes Ergebnis, das einige Buchmacher als eigenen Markt anbieten.
- Twenty20 (T20). 20 Overs pro Innings, höchstens 75 Minuten pro Innings. Das Format der großen Ligen wie der Indian Premier League (IPL) und der kürzeren internationalen Turniere. Märkte sind explosiv: Höchstwert im Powerplay, Wicket im nächsten Over, Runs in einem bestimmten Spielabschnitt, Spieler mit den meisten Sixes. In-Play-Wetten lohnen sich, weil sich das Spiel in 20 Overs mehrfach dreht.
Die drei Formate haben unterschiedliche Spielzeiten. Während IPL und Big Bash im Frühjahr und Sommer laufen, dominieren ODI-Serien und Test-Serien den Winter. Wer sein Wettkonto nicht leer wetten will, sollte zuerst prüfen, welche Phasen die zehn hier verglichenen Anbieter tatsächlich bespielen – Cricket durchläuft längere Pausen als Fußball.
Was darf in Deutschland auf Cricket gewettet werden – und was nicht
Cricketwetten fallen in Deutschland unter den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Die zuständige Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln, und sie überwacht – Sanktionen spricht sie auf Grundlage von § 28a GlüStV selbst aus. Wer eine Sportwette in Deutschland anbietet, ohne auf der Whitelist zu stehen, betreibt unerlaubtes Glücksspiel im Sinne von § 4 Abs. 1 GlüStV. Die Whitelist (Stand vom 02.10.2026) ist die einzige Quelle, an der sich prüfen lässt, ob ein Anbieter eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis hat – eine .de-Domain allein beweist nichts.

Die Whitelist vom 02.10.2026 führt 30 Einträge, 27 davon mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, drei nur für Pferdewetten. Eine Erlaubnis gilt jeweils nur der Domain, die unter dem Eintrag steht – ein Anbieter darf unter seinem Casino- oder Poker-Tab kein Cricket anbieten, wenn dort keine Whitelist-Sportwetten-Domain ausgewiesen ist. Die Whitelist enthält nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum; nach § 4c Abs. 1 GlüStV läuft eine Ersterlaubnis fünf Jahre, eine Folgeerlaubnis verlängert. Wer in der Spalte nach einem Ablauf sucht, sucht vergebens.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten. Die Begründung greift weiter, als es das Wort „illegal“ vermuten lässt: Wer ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist nicht über OASIS gegen sich selbst geschützt, nicht durch die LUGAS-Limitdatei begrenzt und hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg. Die Wettsteuer ändert daran nichts – auch ein Anbieter, der brav 5,3 % abführt, ist nicht lizenziert, wenn er nicht auf der Whitelist steht.
Eine Frage, die sich aus der Natur der Sache stellt, ist die Erstattung verlorener Einsätze. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht – ein Kläger verlangt dort von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass Anbieter ohne deutsche Lizenz zur Rückzahlung verpflichtet werden – mit einer Ausnahme, falls deutsche Behörden zugesichert hätten, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist kein Freibrief für Spieler, ihre Einsätze zurückzufordern. Es ist die Beschreibung eines schwebenden Verfahrens, an dessen Ende eine Auszahlung steht – oder auch nicht.
Spielerschutz: was die Lizenz konkret bedeutet
Eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis bindet den Anbieter an Regeln, die über die Lizenz selbst hinausgehen. Sie sind der Hauptgrund, warum die Whitelist mehr ist als ein Stempel auf der Website.
- Mindestalter. 18 Jahre (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Wer jünger ist, wird am Login abgefragt – die Identitätsprüfung läuft über dieselbe Vollverifizierung.
- Ein Konto pro Anbieter. Vollständige Identitätsverifizierung vor der ersten Auszahlung (§ 6a Abs. 1-3). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden mit Spielen und einem Einzahlungslimit von 100 € ermöglichen – Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
- Einzahlungslimit. Standard 1.000 € pro Kalendermonat, übergreifend über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Der Anbieter darf auf Wunsch ein höheres Limit einrichten – bis 10.000 € mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Eigene Angaben reichen nicht; ein Gehaltsnachweis oder vergleichbare Belege müssen vorliegen. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.
- Parallelspielverbot. Aktivitätsdatei (§ 6h) – pro Zeitfenster und pro Anbieter ist nur eine Wette erlaubt. Wer parallel mehrere Wetten platzieren will, scheitert technisch daran.
- OASIS-Sperrdatei. Nationale Sperrdatei (§§ 8, 8a). Bei Registrierung und Login abgefragt. Selbstsperre auf Antrag mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr.
- Panikbutton. 24-Stunden-Sofortsperre (§ 6i Abs. 3), einmalig auslösbar, danach gilt die reguläre OASIS-Sperre oder der Ablauf.
- Zahlung. Nur von einem Konto, das auf eigenen Namen läuft, bei einem nach Geldwäschegesetz verpflichteten Institut (§ 6b Abs. 4). Krypto-Assets und anonyme Prepaid-Karten fallen damit aus dem lizenzierten Angebot heraus – der Mechanismus, der zugleich die Geldwäsche-Reserve ist.
- Spielergelder. Treuhandkonto mit Insolvenzschutz (§ 6b Abs. 6-7). Bei Kontoschließung Auszahlung des Restguthabens binnen fünf Werktagen ohne Gebühr.
Diese Regeln gelten nur auf der lizenzierten Seite. Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen – sie dürfen höhere Limits anbieten, schneller auszahlen und auf das Bußgeld pfeifen, das die GGL verhängt. Wer dort spielt, spielt ohne diese Schutzschicht.
Wettmärkte auf Cricket: von Match-Sieger bis Powerplay
Die Cricket-Märkte lassen sich grob in drei Schichten gliedern:
Pre-Match-Märkte. Sieger, Draw/Tie, Top-Batsman, Top-Bowler, Höchstzahl an Sixes, erste Wicket-Methode (gefangen, Bowled, LBW, Run-out), Runs Handicap, Gesamtläufe über/unter einer Linie. Diese Märkte gibt es bei den meisten lizenzierten Cricket-Buchmachern in voller Breite; sie sind allerdings bei kleineren Ligen (regional, Under-19, Frauencricket) oft auf Sieger und einfache Linien beschränkt.
In-Play-Märkte. Nächste Wicket-Methode, Runs in den nächsten sechs Bällen, Ergebnis nach Powerplay, Spieler-Runs über/unter. Hier ist der deutsche Lizenzrahmen eng: Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf den Endausgang oder auf nächste Tor-artige Komponenten erlaubt, und zwar nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Cricket mit einem Wicket alle paar Bälle fällt nicht in dieses Muster – damit fällt ein großer Teil des Livewetten-Katalogs internationaler Anbieter in Deutschland flach oder wird gar nicht erst angeboten. Wer live spielen will, sollte im Wettprogramm nach Märkten wie „Match Winner“ in der laufenden Partie Ausschau halten und nicht erwarten, dass ein indisches IPL-Spiel dieselbe In-Play-Tiefe zeigt wie ein Bundesliga-Spiel.
Saison- und Turniermärkte. Sieger IPL, Sieger Big Bash League, Sieger T20 World Cup, Sieger Cricket World Cup, Top-Batsman des Turniers. Diese Langzeitmärkte werden Wochen vor Turnierbeginn geöffnet und reagieren auf jedes Verletzungs-Update.
Ein Spezifikum, das deutsche Buchmacher häufig als eigene Zeile führen, ist die Duckworth-Lewis-Stern-Methode. Limited-Overs-Spiele werden abgebrochen oder verkürzt, wenn der Wetter nicht mitspielt – dann setzt die DLS-Methode das Ziel für die zweitschlagende Mannschaft neu, sodass das Spiel nach Ressourcenanteil entschieden wird. 50-Over-Spiele müssen mindestens 20 Overs pro Mannschaft gesehen haben, T20-Spiele mindestens 5, sonst zählt das Spiel als „No Result“. Im Regelfall bedeutet das: Wetten werden erstattet, weil das Ergebnis unbestimmt bleibt – einzelne Anbieter behalten sich eine Regelung pro Markt vor, und die Quotierung weicht dort mitunter vom europäischen Standard ab.
Die Weltcup-Geschichte zeigt, warum ein ausgeglichenes Match nicht automatisch heißt, dass nichts zu wetten war: Das Finale 2019 endete 241:241 nach 50 Overs, das Super Over endete 15:15, und England gewann an der Zahl der Boundaries. Wer auf einen Sieg Englands gesetzt hatte, lag richtig; wer auf einen Tie wettete, hatte das seltenste aller Ergebnisse gesehen und vermutlich trotzdem verloren, weil der Tie meist ein eigenes Drittergebnis im Markt war.
Die zehn Cricket-Anbieter auf der GGL-Whitelist
Die folgende Tabelle führt die zehn Cricket-Anbieter auf, die im direkten Vergleich auf der Seite stehen. Jeder Eintrag nennt den Brand und den Inhaber, den die GGL auf der Whitelist führt, sowie das Datum der Ersterlaubnis. Eine Spalte „Sportwetten-Erlaubnis seit“ zeigt, wie lange der Anbieter schon Cricket im Programm führen darf – Werte, die zwischen 2020 und 2023 liegen und damit den unterschiedlichen Marktzugang spiegeln.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipico | Whitelist-Eintrag für Tipico; Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag für ODDSET; Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH; Erlaubnis erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt am 15.12.2022 | 18.11.2020 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag für NEO.bet; Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag für Tiptorro; Inhaber Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag für DAZN Bet; Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Sportwetten | Whitelist-Eintrag für sportwetten; Inhaber NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag für 888sport; Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betway | Whitelist-Eintrag für Betway; Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | Whitelist-Eintrag für bwin; Inhaber bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Whitelist-Eintrag für Interwetten; Inhaber Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
Spalte „Erlaubnis seit“ zeigt das Ausstellungsdatum der ersten Erlaubnis (Quelle: GGL-Whitelist, Snapshot 02.10.2026). Eine Spalte zum konkreten Cricket-Programm der einzelnen Anbieter lässt sich aus den vorliegenden Belegen nicht ausfüllen – die Märkte selbst, ob Top-Batsman oder Live-Wette, werden im Wettprogramm der jeweiligen Seite geführt, nicht in der Whitelist.
Tipico
Tipico führt seit dem 09.10.2020 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, Inhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz in Malta. Die Marke richtet sich stark am deutschsprachigen Markt aus und trägt das größte Stationärnetz unter den hiesigen Anbietern – ein Vorteil, wenn Wettfreunde ihre Scheine lieber im Laden abgeben. Die Tipico-App verweist im App-Store-Eintrag auf Tipico Cashout und auf Livewetten während laufender Spiele, Cricket ist Teil des Programms. Für Cricket-Wetten gilt: Die Tiefe des Programms hängt vom Turnierkalender ab – IPL, Big Bash und internationale Touren werden typischerweise voll bespielt, kleinere Ligen sind ausgedünnt. Wer auf Turniersieger oder auf den Sieger einer bilateralen Serie setzt, wird bei Tipico fündig; wer eine Spezialmarkt-Nische wie „Most Sixes in einem Powerplay“ sucht, sollte das vor der Wette prüfen. Das Sportwettensteuer-Modell ist anbieterspezifisch und liegt – wie bei allen hier genannten Anbietern – in den jeweiligen AGB.
ODDSET
ODDSET ist die Traditionsmarke unter den deutschen Wettanbietern, mit einer Erlaubnis des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022 für den stationären und den Internet-Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die GGL. Die Marke steht für ein schmaleres Fußball-zentriertes Programm, hat aber in den letzten Jahren Cricket-Märkte um die großen internationalen Termine herum aufgebaut. Der Vorteil liegt in der Ladennähe und der Einbindung in die Toto-Lotto-Annahmestellen – wer Scheine aus Papier gewohnt ist, findet hierzulande kaum eine vergleichbare Infrastruktur. Für reine Online-Spieler, die Live-Cricket-Wetten mit In-Play-Tiefe suchen, ist ODDSET nicht die erste Adresse.
NEO.bet
NEO.bet wird in Deutschland von der Greenvest Betting Limited betrieben, erste Erlaubnis 09.10.2020. Der Anbieter positioniert sich als jüngere Marke mit Fokus auf Quotenboosts und ein schmales Hauptprogramm. Cricket ist vertreten, allerdings typischerweise entlang der großen Termine (Weltcup, Ashes, IPL). NEO.bet ist eher für den Gelegenheitsspieler interessant, der einen Cricket-Schein neben Fußball und Tennis setzen will – wer ein Programm wie bei einem auf Cricket fokussierten Spezialbuchmacher erwartet, sucht vergebens.
Tiptorro
Tiptorro läuft über die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta; die Erlaubnis datiert auf den 30.06.2021. Die Marke gehört zu den kleineren Online-Anbietern im deutschen Markt und ist im Cricket-Bereich nicht stark aufgestellt. Wo Tiptorro Cricket führt, konzentriert sich das Programm auf Sieger- und Linienmärkte zu den großen internationalen Spielen. Wer mit Tiptorro Cricket wetten will, sollte das jeweilige Tagesprogramm prüfen.
DAZN Bet
DAZN Bet tritt seit dem 22.08.2023 mit deutscher Erlaubnis auf, Inhaber ist die DZBT Operations Limited. Die Marke profitiert von der DAZN-Plattform für Live-Sport-Streams, was Cricket für In-Play-Wetten interessant macht – soweit die In-Play-Märkte im deutschen Lizenzrahmen überhaupt geöffnet sind. DAZN Bet ist eine der jüngeren Marken im deutschen Lizenzmarkt; das Cricket-Programm ist auf den großen Turnier-Kalender ausgerichtet. Wer Wert darauf legt, das Spiel im Stream zu sehen, hat hier einen Vorteil, sofern die jeweilige Partie tatsächlich auf DAZN läuft.
Sportwetten.de
Sportwetten.de gehört zur NetX Betting Limited mit Sitz in Malta, Erlaubnis seit dem 19.11.2020. Der Name ist im deutschen Sprachraum bekannt und macht Werbung über den TV-Sender Sport1; Cricket ist Teil des Programms, primär entlang der IPL, der Big Bash und internationaler Touren. Wer ein breites Fußball-zentriertes Programm schätzt und Cricket nur als Zusatz sehen will, ist hier richtig. Wer ein Cricket-spezifisches Programm mit vielen Spezialmärkten erwartet, liegt falsch.
888sport
888sport gehört zur 888 Germany Limited, die hintere Konzernmutter ist die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar und einer Londoner Börsennotierung seit September 2005. Erste deutsche Erlaubnis am 30.06.2021. 888sport ist international breit aufgestellt; Cricket ist Teil des Wettprogramms. Die Marke ist unter deutschen Spielern weniger bekannt als Tipico oder bwin und positioniert sich eher als Zweitkonto – wer einen Cricket-Markt auf 888sport findet, der bei der Hauptmarke fehlt, hat hier eine Alternative.
Betway
Betway gehört zur Betway Limited, erste deutsche Erlaubnis am 09.03.2021. Betway ist international einer der wenigen Anbieter, die Cricket als Kernsport führen – im indischen und britischen Markt ist die Marke in der Cricket-Welt stark. In Deutschland schlägt sich das in einem breiteren Cricket-Programm nieder, mit Livewetten, wo es der Lizenzrahmen erlaubt, und mit Spezialmärkten, die andere deutsche Anbieter nicht führen. Die App verweist im App-Store-Eintrag auf den Cash-Out, dessen grünes Symbol unter „Meine Wetten“ erscheint, mit Auszahlung des Gesamtbetrags oder eines Teils – wem Cash-out bei einer Cricket-Wette wichtig ist, findet hier eine dokumentierte Funktion. Betway ist unter den zehn Anbietern der mit Abstand stärkste Cricket-Spezialist im lizenzierten deutschen Markt.
bwin
bwin gehört zur bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Malta, erste Erlaubnis am 09.10.2020. Die Marke ist eine der größten Sportwetten-Marken Europas, mit einem breiten Fußball-Programm und einer zunehmenden Cricket-Präsenz. bwin liefert Cricket hauptsächlich zu den internationalen Top-Terminen und zur IPL – Spezialistenmärkte sind rarer als bei Betway, dafür ist die Quote im Fußball oft knapper geschnitten, was bei Kombiwetten mit Cricket-Beinen die Gesamtauszahlungsquote leicht verbessert.
Interwetten
Interwetten gehört zur Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Malta, erste Erlaubnis am 02.11.2020. Die österreichisch geprägte Marke ist im deutschen Markt etabliert und führt Cricket in einem schmalen Zuschnitt. Wer ein zweites Konto für die wenigen Cricket-Termine will, die anderswo fehlen, kann Interwetten auf die Liste setzen – ein Erstkonto für den Cricket-affinen Spieler ist es nicht.
Was eine Cricket-Wette tatsächlich kostet: Quoten, Marge und Steuer
Wer eine Cricket-Wette platziert, sieht die Quote auf dem Wettschein – das ist der Multiplikator, mit dem der Einsatz im Erfolgsfall multipliziert wird. Eine Wette zu Quote 2,50 mit 10 € Einsatz zahlt bei Treffer 25 € zurück, der Reingewinn ist 15 €. Das sieht fair aus, solange man nur diesen einen Schein sieht.
Was die Quote nicht zeigt, ist die Marge des Buchmachers. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit ausgeglichenen Quoten – ein „Back India / Back Australia“-Beispiel – rechnet sich der Quotenschlüssel aus 1 / (1/Quote₁ + 1/Quote₂). Bei zwei Quoten von 1,90 ergibt das 1 / (0,5263 + 0,5263) = 1 / 1,0526 = 0,95, also 95 % Auszahlungsquote und 5 % Marge. Bei einem Drei-Wege-Markt, der einen Draw oder Tie einschließt – etwa Sieg A / Unentschieden / Sieg B – liegt die Marge höher, im deutschen Cricket-Markt typischerweise zwischen 7 und 9 %.
Was die Marge dem Spieler konkret nimmt, lässt sich direkt ausrechnen: Von jedem 100 €, die über einen Markt mit 5 % Marge laufen, wandern 5 € in die Buchmacherkasse. Bei einem Markt mit 8 % Marge sind es 8 €. Bei einer Quote von 2,50 gewinnt der Buchmacher selbst dann, wenn das Spiel ausgeht wie das Vorfeld es erwartet – denn die eingebauten 5 bis 9 % reichen, um über die vielen Verlierer-Wetten mehr zu nehmen, als die wenigen Gewinner-Wetten auszahlen. Daher die Konsequenz, die Buchmacher nie in ihre Werbung schreiben: Wer auf Dauer gewinnen will, braucht einen Informationsvorsprung, den der Markt im Durchschnitt nicht hergibt – die Marge ist der Preis, den jeder einzelne Spieler für das Privileg zahlt, überhaupt mitzuspielen.
Die Marge ist das, was der Markt kostet. Die Sportwettensteuer ist das, was die Wette zusätzlich kostet. Sie ist in §§ 16-25 RennwLottG geregelt, beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ und wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Sache: Manche ziehen sie direkt vom Einsatz ab, manche verrechnen sie mit der Quote, manche tragen sie selbst. Wer auf einem Schein mit Einsatz 10 € und Quote 2,50 steht und sieht, dass die Quote effektiv nur 2,30 ist, hat soeben 5,3 % Steuer bezahlt – ohne dass auf dem Schein „Steuer“ steht. Diese Aufklärung schuldet jeder Anbieter seinen Spielern in den AGB, und genau dort ist sie zu lesen.
Welcher Anbieter passt zu wem
Wer die zehn Anbieter nach Use-Cases sortiert, kommt zu drei typischen Spielerprofilen:
- Der Gelegenheitsspieler mit Fußball-Fokus und gelegentlichem Cricket-Schein. Tipico, bwin oder Sportwetten.de. Diese Marken sind im deutschen Lizenzmarkt am breitesten aufgestellt, ihre Cricket-Programme konzentrieren sich auf die großen Termine, ein paar Sieger-Märkte zur Bundesliga-Saison-Begegnung führen schnell zur gewohnten Routine.
- Der Cricket-affine Spieler, der Breite sucht. Betway. Die Marke ist unter den deutschen Lizenz-Anbietern der deutlichste Spezialist für Cricket – Breite an Formaten, häufig auch Livewetten, wo es der Lizenzrahmen erlaubt. Wer eine Cricket-Wette an einem Tag in der Big-Bash-Saison platzieren will, ohne drei Anbieter zu vergleichen, hat hier den schnellsten Weg.
- Der Spezialist, der Anbieter vergleicht. Wer für eine spezielle Wette – etwa „Most Sixes“ in einem Powerplay, „Top-Batsman“ bei Ashes, „Highest Opening Partnership“ – den besten Markt sucht, wechselt zwischen den Anbietern, weil keiner alle Märkte führt. Praktisch: ein Hauptkonto bei Tipico oder Betway, ein Zweitkonto bei 888sport oder Interwetten.
Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Frage, wer Cricket nicht im Programm hat. Auch wer auf der Whitelist steht, kann das Programm schmal halten – ein Anbieter, der in der Bundesliga-Woche 80 Fußballspiele und in der Cricket-Woche zwei internationale Partien führt, ist aus Cricket-Sicht trotz Lizenz eingeschränkt. Die einzig verlässliche Methode ist der Blick ins Tagesprogramm: Wer morgen einen Schein auf ein bestimmtes Spiel setzen will, sieht es heute schon im Wettprogramm – oder eben nicht.
Werbung, Boni und das, was nicht auf eine Cricket-Wette gehört
Der Glücksspielstaatsvertrag regelt auch, was auf das Werbeumfeld der Cricket-Wette einwirkt. Werbung für Sportwetten ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur Erlaubnisinhabern erlaubt; das 06:00-21:00-Werbeverbot nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt explizit nicht für Sportwetten, sondern für Slots, Online-Poker und Online-Casino. Was bleibt, sind Inhaltsbeschränkungen für die Cricket-Werbung selbst: keine Spots unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung derselben Partie auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.
Bonushöhen, Umsatzbedingungen, Mindestquoten sind im GlüStV nicht geregelt – sie stehen in den AGB des Anbieters. Die Sportwettensteuer-Modelle, die Cash-out-Konditionen, die Sperrfristen für Bonuswetten, allesamt produktspezifisch und nicht aus dem Lizenzrahmen ableitbar. Wer einen Bonus annimmt, liest die Bedingungen; wer sie nicht liest, hat die Konsequenzen zu tragen.
Was die Lizenz den Spieler kostet – und was sie ihm bringt
Wer auf einer Whitelist-Domain spielt, bekommt die volle Schutzschicht: OASIS-Sperrdatei, LUGAS-Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat, Aktivitätsdatei gegen Parallelspiel, vollständige Identitätsverifizierung mit eigener Zahlung. Wer auf einer nicht-lizenzierten Domain spielt, bekommt davon nichts – höhere Limits, keine deutsche Aufsicht, keine deutsche Beschwerdestelle. Dafür unterliegt der Whitelist-Spieler auch der Werbebeschränkung des GlüStV und der vollen Verifikation, was die Anmeldung langsamer macht als bei einem anonymen Offshore-Anbieter.
Diese Disziplin ist ein Preis, und sie zahlt sich aus, sobald etwas schiefgeht. Eine Sperre in OASIS wirkt übergreifend auf alle Whitelist-Anbieter; eine Selbstsperre bei einem einzelnen Offshore-Anbieter wirkt nur bei diesem einen. Eine Beschwerde bei der GGL hat einen Adressaten; eine Beschwerde-Mail an einen Anbieter auf Curaçao landet in einer Inbox, die niemand öffnen muss. Die Lizenz ist keine Garantie für Gewinn – die Marge sorgt zuverlässig dafür, dass der Markt auf Dauer den Buchmacher nährt. Sie ist eine Garantie dafür, dass das Spiel in einem Rahmen stattfindet, den der deutsche Gesetzgeber für zumutbar hält.
Häufige Fragen zu Cricketwetten in Deutschland
Wo kann auf Cricket-Spiele bei einem Anbieter mit deutscher Lizenz gewettet werden?
Bei jedem Anbieter, dessen Domain auf der Whitelist der GGL geführt wird – diese Liste wird von der Behörde selbst veröffentlicht und ist die einzige verlässliche Quelle. Aktuell (Stand 02.10.2026) sind Tipico, ODDSET, NEO.bet, Tiptorro, DAZN Bet, Sportwetten.de, 888sport, Betway, bwin und Interwetten aufgeführt. Welche Cricket-Märkte jeder einzeln führt, schwankt nach Saison und Turnier, ein Blick ins Tagesprogramm der jeweiligen Seite gibt Auskunft.
Was unterscheidet Test-Match, ODI und Twenty20 für Wettmärkte und Quoten?
Das Format bestimmt den Spielrhythmus und damit auch, wie viele Märkte ein Buchmacher sinnvoll anbieten kann. Test-Matches ziehen sich über bis zu fünf Tage und erlauben Session- und Session-Sieger-Wetten, Draw-Märkte und Handicap-Läufe. ODIs mit 50 Overs pro Innings sind am dichtesten bespielt, mit Top-Batsman- und Top-Bowler-Märkten sowie Sieger nach Powerplay. Twenty20-Spiele sind die kürzeste Form, daher besonders für Livewetten und kombinierte Märkte zu Runs, Sixes und Wicket-Methoden geeignet. Die Quotenmarge unterscheidet sich zwischen den Formaten meist nur wenig – Cricket-Märkte in Deutschland liegen typischerweise zwischen 5 % und 9 %.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei wetterbedingten Unterbrechungen auf eine Wette aus?
Wenn ein Limited-Overs-Spiel wegen Wetter unterbrochen und verkürzt wird, wird das Ziel für die zweitschlagende Mannschaft nach der DLS-Methode neu berechnet, sodass beide Mannschaften nach ihren verbliebenen Ressourcen verglichen werden. Hat ein ODI-Spiel weniger als 20 Overs pro Mannschaft gesehen oder ein T20 weniger als 5, wird das Spiel als „No Result“ gewertet und Wetten werden in der Regel erstattet. Einzelne Anbieter regeln bestimmte Märkte abweichend – die jeweiligen AGB sind maßgeblich. Die Methode heißt seit November 2014 Duckworth-Lewis-Stern, da Steven Stern die ursprüngliche Formel weiterentwickelt hat.
Welche Livewetten auf Cricket sind in Deutschland zulässig?
In-Play-Wetten fallen unter § 21 Abs. 4 GlüStV. Cricket hat sehr viele kleine Ereignisse während des Spiels, die meisten Live-Märkte internationaler Anbieter überschreiten den deutschen Rahmen – vor allem Märkte auf „nächstes Wicket“ oder „nächste Balls“ passen nicht ins Raster „seltenes Ereignis“. Was übrig bleibt, sind Live-Märkte auf den Endausgang und auf wenige andere Komponenten, sofern der Anbieter sie im Lizenzrahmen anbietet. Cricket-Livewetten sind also nicht verboten, aber deutlich enger als das internationale Standardprogramm.
Wie entsteht eine Cricket-Prognose, und warum ist kein Wetttipp sicher?
Eine Cricket-Prognose versucht, die Ausgangsverteilung eines Spiels (Sieg, Niederlage, Tie, Draw, Runs-Vergleich, Spielerstatistiken) zu schätzen und mit der Buchmacherquote zu vergleichen. Datenquellen sind Pitch-Bericht, Aufstellung, Heimvorteil, Wetter, Head-to-Head und Form. Eine Quote gilt als „Value“, wenn die eigene Wahrscheinlichkeit höher ist als die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote – das ist die einzige Sinngebung des Wortes „sicher“ im Wettkontext: statistisch günstig, nicht garantiert. Cricket hat mehr Variablen als Fußball und größere Ausreißer – Schauer, Verletzungen, eine einzige Over-Sequenz – weshalb auch ein „sicherer“ Tipp nur eine Wahrscheinlichkeit ist, kein Versprechen.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn Einsatz × (Quote − 1). Bei 10 € Einsatz und Quote 2,50 sind das 25 € Brutto, 15 € Netto. Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter geschuldet und auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“ berechnet – sie ist also effektiv ≈ 5,03 % des Einsatzes. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist Sache seiner AGB: Einige ziehen sie vom Einsatz ab, andere verrechnen sie mit der Quote, manche tragen sie selbst. Auf dem Schein sichtbar wird sie dadurch nicht automatisch.
Sportarten – paymentwetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «paymentwetteninfo.com»
