Freiwette bei Wettanbietern 2026: Anbieter, Bedingungen und die Frage, was eine Gratiswette wirklich wert ist

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Ein Geschenkband liegt neben einem Fußball auf einem Holzboden, gedämpftes Licht fällt von einem Fenster herein.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Wer nach „Freiwette“ sucht, will zwei Dinge wissen: Was das eigentlich ist, und wer in Deutschland überhaupt eines anbieten darf. Beides klingt nach einer einfachen Antwort, ist es aber nicht. Eine Freiwette ist kein Geschenk – sie ist ein Bonus mit Bedingungen. Der Einsatz wird im Gewinn nicht mit ausgezahlt. Und „Freiwette ohne Einzahlung“ stammt in der Regel von Anbietern, die in Deutschland keine Erlaubnis haben und an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen sind.

Die folgende Übersicht arbeitet die Spielregeln einer Freiwette auf, vergleicht zehn GGL-lizenzierte Wettanbieter nach den harten Kriterien – Lizenzstatus, Bedingungen, Fristen, Zahlungswege – und schließt mit den Fragen, die im Kleingedruckten einer Gratiswette tatsächlich über Gewinn und Verlust entscheiden.

Was eine Freiwette ist und warum sie kein Geschenk ist

Eine Freiwette, oft auch Gratiswette, Freebet oder Wett-Credit genannt, ist ein Wettguthaben, das der Anbieter dem Konto gutschreibt. Der Unterschied zu echtem Geld: Setzt der Spieler die Freiwette ein und gewinnt, bekommt er nur den Reingewinn ausgezahlt – den Einsatz der Freiwette schluckt der Anbieter. Wer also eine 10-€-Freebet auf eine Quote von 3,00 setzt, gewinnt 20 € netto, nicht 30 €.

Ein Tischkicker in einem leeren Raum, die Spielfiguren in Reihe, Tageslicht fällt durch ein großes Fenster.
Das Willkommensangebot von Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets.

Das ist der entscheidende Hebel. Bei „normalen“ Wetten bekommt der Spieler Einsatz × Quote ausgezahlt; bei Freiwetten fällt der Einsatz weg, der Gewinnbetrag ist Einsatz × (Quote − 1). Aus Sicht des Buchmachers ist das eine saubere Rechnung: Er hat dem Spieler einen Wetteinsatz finanziert, behält dafür aber den Gegenwert der Wette als Marge. Aus Sicht des Spielers bedeutet es: Eine 10-€-Freebet auf Quote 2,00 ist im Schnitt weniger wert als ein 10-€-Cashbonus mit ähnlichen Umsatzbedingungen – denn der Cashbonus wird mit dem Einsatz ausgezahlt.

In der Werbung verschwimmt das regelmäßig. „Risikofreie Wette“ klingt nach Versicherung, ist aber in der Regel eine Freiwette: Verliert der erste Tipp, gibt es den Einsatz als Freebet zurück, nicht in bar. „100 % Bonus“ wiederum meint bei den meisten deutschen Anbietern einen Einzahlungsbonus in Bonusgeld, dessen Freischaltung eine Umsatzvorgabe erfordert. Beide Begriffe stehen für unterschiedliche Mechaniken – ein Blick in die AGB zeigt, welche.

Gleichzeitig gilt: Eine Freiwette ist eine Anbieterbedingung, kein gesetzlicher Anspruch. Der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) regelt zwar, wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf und wie, schreibt aber weder Höhe noch Form von Boni vor. Was ein Anbieter an Freiwetten, Cashboni oder Boosts gewährt, steht in seinen eigenen Geschäftsbedingungen – und kann sich dort jederzeit ändern. Wer die Bedingungen vor der Wette nicht liest, läuft Gefahr, am Ende einen Gewinn zu sehen, der die Hürde der Umsatzbedingungen verfehlt hat.

Die Rechtslage in Deutschland: Nur die Whitelist zählt

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der GlüStV 2021 die Vergabe von Sportwettenerlaubnissen in Deutschland zentral. Die zuständige Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle (Saale). Sie vergibt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und führt die bundesweite Whitelist nach § 9 Abs. 8. Die Whitelist ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten legal anbieten darf.

Ein Fußballplatz am Abend aus der Vogelperspektive, Flutlichtmasten ausgeschaltet, die Rasenlinien deutlich sichtbar.
Auf der Whitelist der GGL steht bet365 mit der Hillside (Europe) ENC, Sitz Ta’Xbiex, Malta; Stand der Liste: 2. Oktober 2026.

Im Stand vom 2. Oktober 2026 listet die Whitelist 27 Inhaber einer Sportwettenerlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewettenerlaubnis) sowie drei rein Pferdewetten-lizenzierte Inhaber. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – umgekehrt beweist eine .de-Domain allein allerdings nichts, weil auch unerlaubte Anbieter deutsche Endungen nutzen. Maßgeblich ist allein der Eintrag in der Whitelist.

Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist weist nur das Datum der Erteilung aus, kein Enddatum. Wer eine Folgeerlaubnis hält, unterliegt denselben Auflagen, das Erstdatum in der Liste ist also ein Mindesthinweis auf Bestand, nicht auf ein Auslaufen.

Was eine Erlaubnis konkret bedeutet: Der Anbieter darf fixe Quoten auf Sportereignisse oder Teile davon anbieten, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1 GlüStV), und nur auf Wettmärkte, die die GGL im Sportwettprogramm freigegeben hat (§ 21 Abs. 5). Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während laufender Spiele nur auf das Endergebnis oder auf seltene Komponenten erlaubt – nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis; nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nicht. E-Sport-Wetten sind in Deutschland nicht erlaubt, weil E-Sport von der GGL nicht als Sport anerkannt wird. Verboten sind Wetten auf überwiegend Minderjährigen- oder Amateurveranstaltungen (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur), auf manipulationsanfällige Konstellationen und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung.

Außerhalb dieser Erlaubnis ist jedes Angebot an Personen mit Wohnsitz in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung. Die GGL hat im September 2026 erneut vor illegalen Angeboten wie Platincasino gewarnt. Für den Spieler heißt das: Bei einem unerlaubten Anbieter gibt es keinen deutschen Rechtsschutz, keine Sperrdatei, keine Einzahlungslimits, keine insolvenzfeste Verwahrung des Guthabens.

Die Frage, ob ein Spieler von einem unerlaubten Anbieter verlorene Einsätze zurückverlangen kann, ist seit Jahren offen und liegt gerade beim Europäischen Gerichtshof. Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem EuGH vorgelegt (Az. I ZR 90/23); ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH hat am 19. März 2026 in seinen Schlussanträgen (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, unerlaubte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Kein Leser sollte aus diesem laufenden Verfahren ableiten, dass eine Rückzahlung in seinem eigenen Fall sicher ist; das Urteil steht aus.

Spielerschutz, der auch bei Freiwetten gilt

Auch wer „nur eine Gratiswette“ spielt, unterliegt dem vollen Schutzregime des GlüStV. Das ist kein Detail: Die Schutzmechanismen greifen unabhängig davon, ob mit echtem Geld oder mit Freebet-Guthaben gewettet wird.

Teilnahme erst ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter genau ein Konto, vollständig verifiziert (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € zulassen – Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Das Standard-Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Anbieter dürfen das Limit für einen Spieler auf bis zu 10.000 € anheben, in Ausnahmefällen auf bis zu 30.000 € für höchstens ein Prozent ihrer aktiven Spieler – aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen Schutzfrist. Parallelspiel ist verboten, kontrolliert über die LUGAS-Aktivitätsdatei (§ 6h). Das bedeutet: Wer bei Anbieter A spielt, kann nicht gleichzeitig bei Anbieter B aktiv sein – wer das versucht, läuft in eine Fehlermeldung der Limitdatei.

Wer sich selbst aussperren will, nutzt OASIS (§§ 8, 8a), die bundesweite Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine selbst veranlasste Sperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine plötzliche 24-Stunden-Sperre lässt sich über den Panikbutton (§ 6i Abs. 3) auslösen – ein einzelner Klick, der sofort greift. Keiner dieser Mechanismen greift bei Offshore-Anbietern, weil sie weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen sind.

Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Konto auf den Namen des Spielers bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut erlaubt. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaidkarten – sind damit von lizenzierten Anbietern systematisch ausgeschlossen. Spielerguthaben wird auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto verwahrt; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Werbung für Sportwetten unterliegt eigenen Regeln (§ 5): Werben darf nur, wer eine Erlaubnis hat. Live-Werbung unmittelbar vor oder während der Übertragung eines Sportereignisses im selben Kanal ist verboten, ebenso Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären. Affiliate-Vergütung darf nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz erfolgen. Einen Werbeverbotszeitraum wie für Slots und Online-Casino (06:00–21:00 Uhr) gibt es für Sportwetten nicht. Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt – was ein Anbieter an Freebets, Boosts oder Cashboni anbietet, legt er selbst fest.

Die Sportwettensteuer (5,3 % nach §§ 16–25 RennwLottG, Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags) wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung – sie beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5,03 % des eingezahlten Betrags); wie diese Kosten verrechnet werden, ist in den AGB nachzulesen. Die Steuer fällt auch bei unerlaubten Anbietern an: Eine gezahlte Wettsteuer ist kein Beleg für eine gültige Erlaubnis.

Freiwetten, Cashboni, Boosts: Wie sich die Angebote der Anbieter unterscheiden

Eine Freiwette ist nicht gleich Freiwette. Die AGB der einzelnen Anbieter zeigen vier große Familien, die oft im selben Werbeblock vermischt werden.

Freiwette aus Einzahlung. Der Anbieter schreibt nach qualifizierender Einzahlung einen Betrag als Freebet gut – typisch zwischen 5 € und 100 €. Beispiel: Bet365 wirbt mit „bis zu 100 € in Wett-Credits“; die Credits werden freigegeben, sobald Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung abgerechnet sind, und Gewinne daraus enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Beispiel: Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Bei Winamax muss allerdings die Einzahlung einmal zu einer Quote ab 1,05 umgesetzt werden, mit einer Obergrenze von 100 €, bevor sie ausgezahlt werden darf. Beispiel: MERKUR BETS hat im Oktober 2024 Neukunden mit Ersteinzahlung ab 1 € eine 25-€-Freebet angeboten; verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vorab die Option „Neukunden-JokerBet“ aktiviert wurde. Beispiel: bet-at-home hat zur FIFA WM 2026 eine 10-€-Gratiswette auf den Weltmeister vergeben, gestaffelt: nur für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich ab dem 09.06.2026 über den Promotion-Link registrierten, Wette bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr, Gewinne ohne weitere Umsatzbedingungen. Die Beispiele zeigen: Freebets können mit oder ohne Umsatzbedingung kommen, eine pauschale Antwort gibt es nicht.

Cashbonus aus Einzahlung. Der Anbieter stockt die Einzahlung um einen Prozentbetrag auf, ausgezahlt als Bonusgeld. Beispiel: Sportwetten.de bietet 100 % auf die erste Einzahlung, maximal 100 €, gutgeschrieben ab einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €; es zählt die erste online getätigte Einzahlung. Beispiel: Tipwin gewährt 100 % bis 100 € als Willkommensbonus, verlangt aber, dass Einzahlung und Bonus zusammen siebenmal in Sport- und Livewetten umgesetzt werden, je Wettschein maximal 100 € und nur Wetten ab Quote 1,80. Beispiel: Wettstar kombiniert einen 20-€-Sofortbonus nach Anmeldung mit einem Einzahlungsbonus von 100 % bis 20 € ab einer Mindesteinzahlung von 1 € – beide Bonusbeträge sind nicht auszahlbar, der Bonus muss vor Auszahlung fünfmal innerhalb von 60 Tagen umgesetzt werden. Beispiel: bpremium verlangt das Fünffache des Bonusbetrags und das Fünffache der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7, bevor eine Auszahlung möglich ist; Angebote sind, soweit nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar.

Freiwette aus Bonusclub / Aktion. Manche Anbieter schütten Freebets als Treueprämie aus. Beispiel: Im MERKUR BETS CLUB (Aktion 09.06.2025–14.07.2025) gab es für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und Gesamtquote ab 4,00 bei einem Wocheneinsatz ab 25 € am Folgewochenmontag eine 5-€-Freebet. Diese muss innerhalb von 3 Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert werden und verfällt, wenn sie nicht innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt genutzt wird; sie gilt nur für Einzel- oder Kombinationswetten, System- und Mehrwegwetten sind ausgeschlossen, Cashout ist mit ihr nicht möglich, und ein Gewinn wird abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt; die Freebet gilt nicht für Wetten mit Quotenboost. Aktionen wie diese sind befristet und kein Dauerzustand.

Boosts und Versicherungen. Bet365 bietet einen Boost für den Wetten-Konfigurator ab drei Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00 sowie einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz mit der Auswahlzahl steigt. Im Hilfezentrum von Bet365 sind Wetten-Konfigurator, Gewinn-Boost, Cash Out, „Einwechslung+“ und „Wette teilen“ als Funktionen beschrieben. MERKUR BETS staffelt den Kombi-Boost ab fünf Auswahlen: 5 % bei fünf Auswahlen, je weiterer Auswahl ein Prozentpunkt mehr, höchstens 30 % ab 30 Auswahlen, Mindestquote je Auswahl 1,21, Live-Wetten ausgeschlossen. Solche Boosts sind keine Freiwetten im strengen Sinn, aber sie verschieben den Wert eines Gewinns nach oben – das Kleingedruckte entscheidet, wann der Bonus wirklich gutgeschrieben wird.

Was all diese Angebote teilen, sind drei Risiken für den Spieler, die in der Werbung selten stehen:

  1. Der Einsatz geht im Gewinn unter. Bei einer Freebet ist der Gewinnbetrag immer kleiner als der Bruttogewinn, weil der Freebet-Einsatz abgezogen wird. Bei einem Cashbonus mit Umsatzbedingung hängt der reale Wert davon ab, wie oft und zu welcher Quote umgesetzt werden muss.
  2. Die Frist ist hart. 60 Tage bei Wettstar, 7 Tage bei MERKUR BETS CLUB, 28.06.2026 um 18:00 Uhr bei der bet-at-home-WM-Aktion – wer die Frist verpasst, ist den Bonus los.
  3. Die Mindestquote sortiert aus. Tipwin akzeptiert nur Quoten ab 1,80, bpremium ab 1,7, Winamax verlangt 1,05 für die Einzahlungsumsetzung, MERKUR BETS CLUB verlangt eine Gesamtquote ab 4,00 über mindestens drei Auswahlen. Wer auf eine Quote unter der Mindestmarke setzt, lässt den Umsatzzähler kalt.

Wie viel eine Freiwette wert ist – und was sie kostet

Der Werbe-Eindruck „100 € Gratiswette“ führt in die Irre, weil 100 € in einer Freebet nicht 100 € in der Hand sind. Wer den realen Wert einer Freiwette schätzen will, rechnet ihren erwarteten Auszahlungsbetrag aus: Bei einer Freiwette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, ist der Gewinnbetrag gleich Freebet × (Quote − 1). Bei einer angenommenen Zwei-Wege-Wette zu gleichen Quoten von 1,90 ergibt sich:

Anders gesagt: Eine 100-€-Freebet, eingesetzt auf einer ausgeglichenen Wette zu 1,90, ist im Erwartungswert rund 23 € bis 24 € wert – weniger als ein Viertel des Nominalwerts. Bei höheren Quoten steigt der Erwartungswert, weil (Quote − 1) / Quote mit der Quote wächst; bei Quote 3,00 sind es rund 100 € × (2,00/3,00) × 0,90 ≈ 60 €, sofern der Markt ähnlich knapp kalkuliert ist. Bei niedrigeren Quoten fällt er, bei 1,20 sind es nur rund 7 €. Der Erwartungswert ist dabei eine statistische Größe über sehr viele Wetten – er verspricht keinen konkreten Gewinn im Einzelfall, sondern beschreibt, was die Freebet „im Mittel“ wert ist.

Diese Zahl ist der Maßstab, an dem sich die Werbung messen lassen muss. Wer mit „100 € in Wett-Credits“ wirbt, aber eine Auszahlung erst nach siebenfachem Umsatz bei Quote 1,80 erlaubt, verschenkt nominell 100 € und kassiert im Schnitt nur einen Bruchteil davon zurück. Wer hingegen Freebets ohne Umsatzbedingung anbietet – Winamax, bet-at-home zur WM – nähert sich dem rechnerischen Erwartungswert, weil die Freebet selbst dann „ausgezahlt“ wird, wenn die Wette gewinnt.

Die zehn GGL-lizenzierten Anbieter im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt den Lizenzstatus der zehn Anbieter, die in der Whitelist der GGL für Sportwetten verzeichnet sind – Stand 2. Oktober 2026. Die Spalten folgen dem, was die Whitelist verlässlich ausweist: Anbieter, Inhaber der Erlaubnis und das Datum der Erteilung. Die AGB-Details zu Boni, Cashout oder Zahlungswegen sind im Anschluss an die Tabelle je Anbieter aufgeführt; sie stammen aus den jeweiligen Bedingungswerken der Häuser.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwettenerlaubnis seit
Betway Whitelist-Eintrag für Betway; Inhaber Betway Limited 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
Bet3000 Whitelist-Eintrag für Bet3000; Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 22.04.2026
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag für MERKUR BETS; Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Tipico Whitelist-Eintrag für Tipico; Inhaber Tipico Co. Limited, St. Julian’s, Malta 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
Tipwin Whitelist-Eintrag für Tipwin; Inhaber Tipwin Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022, 09.01.2024)
DAZN Bet Whitelist-Eintrag für DAZN Bet; Inhaber DZBT Operations Limited 22.08.2023
Betano Whitelist-Eintrag für Betano; Inhaber Betkick Sportsbetting Limited, St. Julian’s, Malta 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
VBet Whitelist-Eintrag für Vbet; Inhaber SCGO Limited, St. Julian’s, Malta 05.12.2023
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag für Sportwetten.de; Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
bet365 Whitelist-Eintrag für Bet365; Inhaber Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)

Die Tabelle liest sich trocken, weil sie nur das abbildet, was die Whitelist selbst hergibt: Wer mit welcher Gesellschaft seit wann eine Erlaubnis hat. Was die Tabelle nicht zeigt – und was die folgende Anbieter-Runde zeigt –, ist die Art, wie jeder Anbieter mit Freebets, Boni und Cashout umgeht. Die Bedingungen sind in den AGB nachzulesen; sie sind Teil des Angebots, gehören aber nicht in die Lizenzspalte.

Betway

Betway wirbt in Deutschland mit einer Willkommens-Freiwette für Neukunden. Bei Einzahlung per Skrill beträgt die Mindesteinzahlung 5 €, die Mindestauszahlung 10 €; Skrill-Auszahlungen sind gebührenfrei und werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden ausgezahlt. Wichtig für Bonusjäger: Einzahlungen per Skrill qualifizieren bei Betway nur für die Willkommens-Freiwette, nicht für den Einzahlungsbonus. Wer den Einzahlungsbonus mitnehmen will, muss also eine andere Zahlungsmethode wählen.

Wer per Trustly einzahlt, zahlt ebenfalls ab 5 € ein, hebt ab 10 € aus, gebührenfrei. Ausgezahlt wird nur Guthaben, das keine offenen Bonus-Umsatzbedingungen hat, ausschließlich auf ein Bankkonto im Namen des Kunden und nur, sofern bereits eine Trustly-Einzahlung erfolgt ist. Die strenge Bindung an den eigenen Namen und die bestehende Einzahlungsmethode ist keine Marotte von Betway, sondern Ausfluss von § 6b Abs. 4 GlüStV – die Regel gilt für alle lizenzierten Anbieter.

Für wen lohnt sich Betway? Für Spieler, die mit Skrill vertraut sind und bewusst den Freebet-Pfad nehmen. Wer den Einzahlungsbonus will, sollte mit Karte oder Banküberweisung einzahlen und die Skrill-Sonderregelung beachten.

Bet3000

Bet3000 ist in der Whitelist seit dem 22. April 2026 verzeichnet – der jüngste Erstdatums-Eintrag in dieser Übersicht. Inhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Als klassischer, in Wettbüros verwurzelter Anbieter tritt Bet3000 im Netz mit Fokus auf Quote und Wettprogramm auf. Spezifische Freebet-AGB sind hier über die Hausbedingungen zu prüfen; pauschale Aussagen über Umsatz oder Mindestquoten gehören in die AGB des Anbieters, nicht in eine Übersicht wie diese.

Für wen lohnt sich Bet3000? Für Spieler, denen ein deutschstämmiges Wettbüro-Image wichtig ist und die einen Anbieter mit jungem Whitelist-Datum suchen.

MERKUR BETS

MERKUR BETS tritt mit drei Freebet-typischen Aktionen in Erscheinung. Erstens: Der Neukunden-JokerBet – bei Ersteinzahlung ab 1 € eine 25-€-Freebet, bei Verlust der ersten qualifizierenden Kombiwette Erstattung des Einsatzes bis 75 € als Freebet, sofern vor der Wette die JokerBet-Option gesetzt wurde. Zweitens: Der MERKUR BETS CLUB (Aktion 09.06.2025–14.07.2025) – für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und Gesamtquote ab 4,00 bei einem Wocheneinsatz ab 25 € eine 5-€-Freebet am Folgewochenmontag; sie ist innerhalb von 3 Tagen zu aktivieren, verfällt 7 Tage nach Erhalt, gilt nur für Einzel- oder Kombinationswetten, System- und Mehrwegwetten sind ausgeschlossen. Drittens: Der Kombi-Boost – ab fünf Auswahlen 5 % Bonus auf den Gewinn, je weiterer Auswahl ein Prozentpunkt mehr, höchstens 30 % ab 30 Auswahlen, Mindestquote je Auswahl 1,21, Live-Wetten ausgeschlossen.

Bei einer mit Freebet platzierten Wette ist Cashout nicht möglich; ein Gewinn wird abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt, und die Freebet gilt nicht für Wetten mit Quotenboost. Das ist ein hartes Bündel: MERKUR BETS kombiniert Freebet + Cashout-Ausschluss + Quotenboost-Ausschluss. Wer mit der Freebet spielt, ist auf klassische Einzel- oder Kombiwetten ohne Echtzeit-Ausstieg festgelegt.

Für wen lohnt sich MERKUR BETS? Für Spieler, die kleine, klar befristete Freebets schätzen und mit einer festen Wett-Routine (Kombiwetten, Betbuilder) in der Woche spielen. Wer Live-Cashout gewohnt ist, wird umlernen müssen.

Tipico

Tipico ist einer der sichtbarsten Anbieter am deutschen Markt und Inhaber einer Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 (Folgeerlaubnis 9. Dezember 2022). Die Tipico Co. Ltd. hat ihren Sitz im Portomaso Business Tower in St. Julian’s auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Tipico ist im aktuellen Sportwettensteuer-Verfahren vor dem EuGH die zentrale Figur: Der BGH hat am 25. Juli 2024 dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Die Schlussanträge des Generalanwalts vom 19. März 2026 haben grundsätzlich für möglich gehalten, unerlaubte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Beides betrifft nur die Frage, was Tipico-Spielern aus der Vorerlaubnis-Ära zusteht – die heutige Erlaubnis ist unangetastet.

Spezifische Freebet-AGB sind über die Hausbedingungen zu prüfen; ein pauschaler Hinweis auf Freebets in den AGB gehört in den Hilfetext des Anbieters, nicht in diese Übersicht.

Für wen lohnt sich Tipico? Für Spieler, die einen Marken-Standard-Anbieter mit hoher Sichtbarkeit und bundesweiter Präsenz suchen.

Tipwin

Tipwin bietet einen Sportwetten-Willkommensbonus von 100 % der Einzahlung, maximal 100 €, der mit Einzahlung und Bonus zusammen siebenmal in Sport- und Livewetten umgesetzt werden muss. Pro Wettschein zählen höchstens 100 €, nur Wettscheine mit einer Quote ab 1,80 tragen zum Umsatz bei. Das ist ein steifes Korsett: Wer viele kleine Wetten unter 1,80 platziert, lässt den Umsatzzähler kalt. Boni werden zudem nur an verifizierte Konten ausgezahlt; zahlt der Spieler vor der Verifizierung ein, kann der Bonus erst mit der nächsten Einzahlung beansprucht werden. Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf zählen nicht zum Umsatz, der Bonus gilt einmal je Person, Konto, Haushalt, Zahlungsmittel, Gerät und IP-Adresse.

Eine Auszahlung ist bei Tipwin erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt; für die Auszahlung müssen alle gespielten Ereignisse abgeschlossen sein. Das ist eine kundenfreundliche Sperre: Wer mitten im Turnier auszahlen will, kann nicht in laufende Wetten hinein abbrechen.

Für wen lohnt sich Tipwin? Für Spieler, die mit Quote 1,80+ und 100-€-Wettscheinen spielen und die Verifizierung vor der ersten Einzahlung abschließen. Für Kombiwetten-Fans mit kleinen Quoten ist der Bonus ungeeignet.

DAZN Bet

DAZN Bet erlaubt Cashout nur bei Einzel- und Kombiwetten, nicht bei Systemwetten und nicht bei als Freiwette platzierten Wetten; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, die Verfügbarkeit von Cashout wird nicht garantiert. Das ist eine relativ verbreitete Klausel unter den hiesigen Anbietern, hier aber sauber dokumentiert: Freebett tippen heißt, ohne Cashout-Sicherung zu spielen.

Für wen lohnt sich DAZN Bet? Für Spieler, die das Sport-Streaming-Angebot von DAZN ohnehin nutzen und mit Cashout bei klassischen Wetten arbeiten.

Betano

Betano ist in der Whitelist mit der Betkick Sportsbetting Limited, Sitz in St. Julian’s, Malta, verzeichnet, erste Erlaubnis am 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Die Betano-Marke positioniert sich international, der Freebet-typische Werbeblock variiert je nach Markt. Spezifische deutsche Freebet-AGB sind über die Hausbedingungen zu prüfen; eine pauschale Aussage über Mindestquoten oder Umsatzfaktoren gehört in die AGB.

Für wen lohnt sich Betano? Für Spieler, die einen internationalen Markenauftritt schätzen und mit gemischten Wettprogrammen aus Fußball, Tennis und US-Sport spielen.

VBet

VBet wird in Deutschland durch die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion in St. Julian’s, Malta, betrieben; die GGL-Erlaubnis für Vbet.de ist seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet. VBet ist im Freebet-Segment weniger mit Neukunden-Freiwetten aufgefallen als mit Quotenboosts und erhöhter Quote auf ausgewählte Spiele. Auch hier sind die genauen Bedingungen in den AGB zu prüfen; pauschale Aussagen über eine Willkommens-Freiwette gehören in die Hilfeseiten des Anbieters.

Für wen lohnt sich VBet? Für Spieler, die mit Nischen-Sportarten und erhöhten Quoten arbeiten, nicht primär für Freebet-Jäger.

Sportwetten.de

Sportwetten.de bietet einen klassischen Einzahlungsbonus in Höhe von 100 % der ersten Einzahlung, maximal 100 €, gutgeschrieben ab einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €; maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Inhaber ist die NetX Betting Limited, Whitelist-Erstdatum 19. November 2020. Das ist ein Cashbonus, nicht eine Freebet – wer hier spielt, bekommt Bonusgeld, das umgesetzt werden muss, nicht eine Freebet, deren Einsatz im Gewinn fehlt. Die AGB-Details zur Umsatzvorgabe sind in den Hausbedingungen nachzulesen.

Für wen lohnt sich Sportwetten.de? Für Spieler, die einen klassischen Cashbonus mit fester Einstiegshürde (10 €) schätzen und keine Freebet-Mechanik brauchen.

bet365

Bet365 bewirbt „bis zu 100 € in Wett-Credits“ – die Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, und Gewinne aus mit Wett-Credits platzierten Wetten enthalten den Einsatz nicht. Der Anbieter ist im Whitelist-Stand vom 2. Oktober 2026 mit der Hillside (Europe) ENC, Sitz in Ta’Xbiex, Malta, eingetragen; die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 (Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022). Die „Wett-Credits“ sind der Markenname für das, was in der Branche Freebet heißt – der Mechanismus ist identisch.

Zusätzlich bietet bet365 einen Boost für den Wetten-Konfigurator ab drei Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00 sowie einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt. Im Hilfezentrum sind Wetten-Konfigurator, Gewinn-Boost, Cash Out, „Einwechslung+“ und „Wette teilen“ als Funktionen dokumentiert. „Einwechslung+“ setzt eine Spielerwette so um, dass sie bei einer Auswechslung weiterläuft – ein Spezialfall aus dem Fußball, der für Kombinierer die Verlustwahrscheinlichkeit reduziert.

Die Funktionstiefe ist die Stärke des Hauses: Wer das volle Werkzeugkasten-Spektrum (Konfigurator, Boosts, Cashout, Wetten teilen) nutzen will, findet es hier. Wer nur eine Freebet sucht, kann sie auch bekommen – aber das ist nicht das Alleinstellungsmerkmal.

Worauf bei einer Freiwette wirklich zu achten ist

Vier Prüfpunkte tragen die Entscheidung, ob ein Freiwett-Angebot zum eigenen Spielverhalten passt.

Mindestquote und zugelassene Wettarten. Tipwin akzeptiert nur Quoten ab 1,80, bpremium ab 1,70, MERKUR BETS CLUB verlangt Gesamtquote ab 4,00 über mindestens drei Auswahlen. Wer auf Einzelwetten unter 1,50 setzt, ist bei vielen Willkommensboni außen vor. Manche Freebets sind zusätzlich auf Einzel- und Kombiwetten beschränkt; System- und Mehrwegwetten zählen nicht, bei MERKUR BETS sind sie explizit ausgeschlossen.

Frist. Wettstar gibt 60 Tage für den Willkommensbonus, MERKUR BETS CLUB sieben Tage ab Erhalt der Freebet (plus drei Tage Aktivierungsfenster), bet-at-home zur WM 2026 ein festes Enddatum (28.06.2026, 18:00 Uhr). Wer in dieser Zeit nicht zur Wette kommt, verliert den Bonus. Die Frist ist hart; sie wird in der Werbung selten groß herausgestellt.

Streit um den Einsatz. Freebets geben im Gewinn den Einsatz nicht zurück. Cashboni mit Bonusgeld geben ihn je nach Mechanik zurück, unterwerfen den Gewinn aber einer Umsatzbedingung. Die Werbung spricht von „100 € Bonus“ und meint je nach Mechanik sehr unterschiedliche Dinge. Wer 100 € aus einer Freebet herausholen will, kann das nur über die Wette selbst, nicht über einen späteren Auszahlungsklick.

Cashout. Cashout auf einer Freebet-Wette ist bei DAZN Bet, Sportingbet, Interwetten, Winamax und MERKUR BETS ausgeschlossen; die Liste ist lang, weil die Klausel Standard ist. Wer den laufenden Ausstieg aus einer Wette gewohnt ist, gibt ihn für die Dauer der Freebet auf. Bei MERKUR BETS gilt das auch für die CLUB-Freebet, zusätzlich darf sie nicht mit Quotenboost kombiniert werden.

Daneben stehen die unverhandelbaren Rahmenbedingungen: Zahlung nur vom eigenen Konto bei einem GwG-pflichtigen Institut, keine anonymen Zahlungsmittel, ein Konto pro Anbieter, vollständige Verifizierung vor Auszahlung, monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg. Wer mit Krypto einzahlen will, ist bei keinem GGL-lizenzierten Anbieter richtig. Wer parallel bei mehreren Häusern spielen will, kollidiert mit der LUGAS-Aktivitätsdatei.

Der Weg zur passenden Freiwette

Die meisten Fehler bei der Wahl einer Freiwette passieren nicht beim Anbieter, sondern bei der Mechanik. Wer eine Gratiswette einlöst, sollte vier Schritte in dieser Reihenfolge gehen.

Erst die Lizenz prüfen. Die Whitelist der GGL ist die einzige verlässliche Quelle – auf glücksspiel-behoerde.de unter „Whitelist“. Wer dort nicht steht, ist in Deutschland unerlaubt, gleichgültig was die Werbung verspricht. Eine .de-Domain ist kein Beleg, ein positives Testergebnis auf einer Vergleichsplattform ebenso wenig.

Dann die AGB lesen. Mindestquote, Frist, erlaubte Wettarten, Cashout-Verbot, Freebet-Ausschluss, IP-Adresse-Beschränkung. Wer das Kleingedruckte vor der Einzahlung nicht liest, läuft Gefahr, am Ende einen Gewinn zu sehen, der die Hürde der Umsatzbedingungen nicht genommen hat. Bei Winamax zählen Cashout-Wetten und stornierte Wetten nicht zur Umsetzung der Einzahlung; das Angebot gilt einmal pro Kunde, IP-Adresse, Gerät, Haushalt und Bankkarte oder Bankkonto. Wer versehentlich doppelt einzahlt, bekommt den Bonus nur einmal.

Dann den Erwartungswert rechnen. Für eine 10-€-Freebet auf Quote 2,00 sind das rund 4,70 € erwarteter Gewinn im Schnitt; für eine 100-€-Freebet auf Quote 3,00 rund 60 €. Wer seinen Wettstil kennt, kann abschätzen, ob die Mechanik ihn überhaupt in den Markt lässt – eine Freebet auf Quote 1,30 ist rechnerisch wenig wert, weil die Marge den Erwartungswert auffrisst.

Dann erst die Einzahlung tätigen. Und zwar über die Zahlungsmethode, die für den jeweiligen Bonus qualifiziert. Bei Betway ist das Skrill für die Willkommens-Freiwette zugelassen, aber nicht für den Einzahlungsbonus. Bei Tipwin muss das Konto vor der ersten Einzahlung verifiziert sein, sonst rutscht der Bonus eine Einzahlung weiter.

Wer diese Reihenfolge einhält, hat die Angebote an der Stelle verglichen, an der sie sich wirklich unterscheiden: in der Mechanik, nicht im Werbeblock.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist eine Freiwette bei Sportwetten?

Eine Freiwette ist ein Wettguthaben, das ein Anbieter einem Konto gutschreibt, ohne dass der Spieler es eingezahlt hat. Es kann für eine oder mehrere Wetten verwendet werden, je nach Bedingung des Anbieters. Gewinne aus einer Freiwette enthalten den Freebet-Einsatz in der Regel nicht; ausgezahlt wird der Reingewinn, also Freebet × (Quote − 1). Eine Auszahlung des Freebet-Beträgs selbst ist nicht möglich.

Wird der Einsatz einer Freiwette mit dem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Bei einer klassischen Freiwette ist der Einsatz verloren, sobald die Wette platziert ist. Gewinnt die Wette, bekommt der Spieler den Reingewinn ausgezahlt, nicht den Bruttogewinn inklusive Einsatz. Beispiel: Eine 10-€-Freebet auf Quote 3,00 zahlt 20 € aus, nicht 30 €. Das ist der entscheidende Unterschied zu Echtgeld-Wetten.

Woran erkennt man, ob eine Freiwette ohne Einzahlung an Bedingungen geknüpft ist?

An den AGB des Anbieters, nicht am Werbeversprechen. Typische Bedingungen sind eine Mindestquote, eine Frist, eine Beschränkung auf bestimmte Wettarten (Einzel/Kombi, keine Systemwetten), ein Cashout-Verbot und die Sperre der Zahlung per Skrill oder bestimmter anderer Methoden. Wer die Bedingungen vor der Wette nicht liest, läuft Gefahr, dass der Gewinn nicht ausgezahlt wird, weil eine Quote unter der Mindestmarke lag oder die Frist verstrichen ist.

Wie prüft man, ob ein Anbieter eine Freiwette in Deutschland rechtmäßig anbieten darf?

Durch einen Abgleich mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) auf glücksspiel-behoerde.de. Die Whitelist führt alle Inhaber einer Sportwettenerlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV mit Domain, Inhaber und Erteilungsdatum. Steht ein Anbieter dort nicht, ist sein Angebot in Deutschland unerlaubt – gleichgültig, was der Anbieter behauptet oder welche andere Lizenz er vorzeigt. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten wie Platincasino gewarnt.

Wie wirken sich Mindestquote und Umsatzbedingungen auf den Wert einer Freiwette aus?

Sie entscheiden, ob der Werbewert überhaupt erreichbar ist. Eine 10-€-Freebet mit Mindestquote 1,80 und 7-Tage-Frist ist in einem anderen Markt angesiedelt als eine 10-€-Freebet ohne Mindestquote und ohne Frist. Rechnerisch schlägt die Mindestquote auf den Erwartungswert durch: Je näher die geforderte Quote an 1,00 liegt, desto stärker frisst die Buchmachermarge den erwarteten Gewinn. Bei Quote 1,80 auf einer Zwei-Wege-Wette liegt die Auszahlungsquote bei rund 90 %, bei 1,50 nur bei rund 86 % – vier Prozentpunkte weniger Erwartungswert für den Spieler, ohne dass die Werbung das sichtbar macht.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Freiwette bei einer Quote von 2,50 ohne Einsatzrückzahlung?

Bei einer Freebet, deren Einsatz nicht ausgezahlt wird, ist der Gewinn Freebet × (Quote − 1). Bei 10 € Freebet auf Quote 2,50 ergibt das 10 € × 1,50 = 15 €. Davon zieht sich der Buchmacher seine Marge ab, die in einem Zwei-Wege-Markt bei ausgeglichenen Quoten rund 5 % beträgt; im Erwartungswert sind es also rund 14,25 €. Das ist der statistische Mittelwert über viele Wetten – ein einzelner Tipp kann mehr oder weniger bringen, im Mittel liegt der Wert dort. Die Rechnung zeigt, warum eine 10-€-Freebet auf niedrige Quote nominell wenig wert ist und warum die Werbung mit Nominalbeträgen den realen Wert systematisch überzeichnet.

Inhalt erstellt vom Team «paymentwetteninfo.com»